Schlüchterner Feuerwehren: Florian Friedrich ist neuer Stadtbrandinspektor
Freitag, 19.06.2026
SCHLÜCHTERN - Ein neues Führungstrio für die Schlüchterner Feuerwehren ...
Bei der Jahreshauptversammlung wurden Florian Friedrich zum neuen Stadtbrandinspektor sowie Jens Eckhardt und Christian Gärtner zu seinen Stellvertretern gewählt. Mit deutlicher Zustimmung wurde das neue Führungstrio der Freiwilligen Feuerwehr Schlüchtern inthronisiert.
Mit deutlicher Zustimmung
Florian Friedrich wurde mit 102 Ja- und nur zwei Gegenstimmen zum neuen Stadtbrandinspektor gewählt, Jens Eckhardt wurde ohne Gegenstimme sein erster Stellvertreter. Und bei der Wahl zum zweiten Stellvertreter ging es für Christian Gärtner in geheimer Wahl mit 89 Ja- bei neun Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen auch sehr deutlich aus. Es gab keine Gegenkandidaten, der bisherige Stadtbrandinspektor Werner Kreß und sein Stellvertreter Andreas Leipold waren nicht erneut angetreten.
In seinem Bericht blickte der amtierende Stadtbrandinspektor Werner Kreß zunächst auf das vergangene Jahr zurück: „Feuerwehr ist immer Teamwork. Ohne euch geht nichts. Dafür erst einmal ein großes Dankeschön an alle.“ Mit 13 Abteilungen und mehr als 360 Aktiven gehöre Schlüchtern zu den größten Wehren im Main-Kinzig-Kreis.
Fast 200 Einsätze im vergangenen Jahr
Im Jahr 2025 habe es fast 200 Einsätze gegeben, darunter der Brand eines Einfamilienhauses in Kressenbach und des Blümchen-Cafés in Schlüchtern. „Aber auch emotional belastende Ereignisse wie Verkehrs- und Gleisunfälle gehörten wieder dazu“, sagte Kreß. Vermehrt mache den Feuerwehren auch das Klima zu schaffen: „Wir rechnen in Zukunft mit deutlich mehr Waldbränden.“
Mit Blick auf den neuen Feuerwehrstützpunkt, der am ehemaligen Norma-Areal in Schlüchtern errichtet werden soll, sagte Kreß: „Der Standort ist sehr gut gewählt. Wir alle hoffen, dass er zügig realisiert wird.“
"Feuerwehr ist keine Arbeit, sondern Berufung"
Schlüchterns Rathauschef Matthias Möller zeigte sich auch nach zehn Amtsjahren immer noch stolz, an diesem Abend sprechen zu dürfen: „Feuerwehr ist keine Arbeit, es ist eine Berufung.“ Das Fundament sei die Kameradschaft: „Sie ist das unsichtbare Band, das euch zusammenhält. Ihr wisst, dass eure Kameraden immer auf euch Acht geben.“
Ein aktuelles Beispiel sei der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Gärtner, der nach einem Schlaganfall von seinen Kameradinnen und Kameraden nie im Stich gelassen wurde. „Es ist ein starkes Zeichen, dass er noch einmal als Stellvertreter kandidiert“, sagte Möller.
Er versprach: „Die Stadt, die Gremien und ich persönlich werden euch weiterhin nach Kräften ideell und finanziell unterstützen, um euch technisch und räumlich optimal auszustatten.“ Wer für andere sein Leben aufs Spiel setze, der verdiene ungefragt volle Rückendeckung. (red)