Nester werden abgesaugt

Kampf dem Eichenprozessionsspinner: So geht die Stadt Hanau gegen gefährliche Raupen vor

Als Vorsorgemaßnahme gegen einen Befall lässt die Stadt jedes Jahr zahlreiche Bäume von einer Fachfirma präventiv mit einem biologischen Spritzmittel besprühen. - Foto: Stadt Hanau/Moritz Göbel


Donnerstag, 25.06.2026

HANAU - Der Eichenprozessionsspinner ist derzeit im gesamten Stadtgebiet und auch in den umliegenden Waldgebieten verstärkt anzutreffen. Die Stadt Hanau bittet Bürgerinnen und Bürger deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit.

Die Raupen seien aktuell noch aktiv und könnten gesundheitliche Beschwerden verursachen. Wichtig sei daher, die Tiere und ihre Nester nicht zu berühren und ausreichend Abstand zu halten.

"Bitte Abstand halten"


„Wer die Raupen oder ihre Nester entdeckt, sollte Abstand halten und Kinder sowie Hunde ebenfalls fernhalten. Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko wirksam vermeiden“, erklärt Stadträtin Isabelle Hemsley.

In diesem Jahr ist der Befallsdruck höher als gewöhnlich: Neben einzelnen Bäumen in Wohngebieten sind auch zahlreiche Eichen entlang von Waldwegen betroffen. Während die Stadt auf öffentlichen Flächen mit hohem Publikumsverkehr Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreift, gilt der Eichenprozessionsspinner im Wald als waldtypische Gefahr und wird dort grundsätzlich nicht bekämpft oder entfernt.

Nester an Orten mit starkem Publikumsverkehr werden abgesaugt


Die Raupen werden sich voraussichtlich Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli verpuppen. Damit endet zwar ihre aktive Phase, die Gefahr ist jedoch nicht automatisch gebannt. Die Nester enthalten große Mengen der feinen Brennhaare, die über Jahre hinweg gesundheitliche Reaktionen wie Hautreizungen, Juckreiz oder Atemwegsbeschwerden auslösen können. Auch ältere, scheinbar verlassene Nester sollten deshalb nicht berührt werden.

Im Stadtgebiet werden befallene Bereiche auf öffentlichen Flächen mit starkem Publikumsverkehr weiterhin überwacht. Wo erforderlich, lässt der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) Nester durch Fachfirmen mechanisch entfernen und absaugen. Die Nester befinden sich häufig am Stamm oder an der Unterseite stärkerer Äste. Solange die Raupen noch aktiv sind, können sie jedoch auch am Boden oder auf Wegen anzutreffen sein.

Stadt stellt Warnschilder auf 


Zur zusätzlichen Information der Bevölkerung bringt die Stadt an ausgewählten Standorten Hinweisschilder an befallenen Bäumen oder Wegen an. Diese weisen auf mögliche Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner hin. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass eine Beschilderung nicht überall möglich sei und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. (red)

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