Impuls von Stefan Buß: Start in die Ferien – Unterwegs mit leichtem Gepäck
Mittwoch, 01.07.2026
von STEFAN BUß
FULDA / MKK - Die Koffer stehen bereit. Vielleicht sind sie schon gepackt, vielleicht auch noch nicht ganz – aber innerlich sind viele von uns schon unterwegs. Ferienzeit. Eine Zeit des Aufbruchs, der Erholung, der Veränderung. Endlich raus aus dem Alltag, raus aus Verpflichtungen, rein in das, was uns gut tut.
Doch bevor wir wirklich losgehen oder losfahren, lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und zu fragen: Was nehme ich eigentlich mit?
Nicht nur äußerlich – Kleidung, Bücher, Sonnencreme. Sondern innerlich. Gedanken. Sorgen. Erwartungen. Vielleicht auch Enttäuschungen oder ungelöste Dinge. Die Ferien laden uns ein, Ballast abzulegen.
In der Bibel hören wir immer wieder von Menschen, die unterwegs sind. Abraham bricht auf, ohne genau zu wissen, wohin. Das Volk Israel zieht durch die Wüste. Die Jünger lassen ihre Netze zurück und folgen Jesus. Unterwegssein gehört zum Glauben dazu.
Und oft beginnt dieser Weg mit einem Loslassen. Vielleicht ist das die eigentliche Einladung dieser Ferienzeit: Nicht nur den Ort zu wechseln, sondern auch die Perspektive.
- Was darf ich zurücklassen?
- Was belastet mich unnötig?
- Wo halte ich fest, obwohl es mir nicht gut tut?
Jesus sagt einmal: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Das ist keine Aufforderung zu einer weiteren Leistung. Es ist eine Einladung zur Entlastung. Ferien können ein Bild dafür sein.
Eine Zeit, in der wir:
- langsamer werden dürfen,
- wieder hören, was in uns ist,
- neu entdecken, was wirklich zählt.
Vielleicht begegnen wir Gott gerade dort, wo wir nicht durchgetaktet sind. Beim Spaziergang. Am Meer. In den Bergen. Oder einfach im stillen Moment am Morgen. Gott ist kein Gott des Büros oder der Pflicht allein. Er ist ein Gott der Wege, der Pausen, der Weite. Und vielleicht nehmen wir aus diesen Ferien nicht nur Fotos oder Souvenirs mit, sondern etwas Tieferes: Ruhe im Herzen. Klarheit. Dankbarkeit.
Und wenn wir zurückkehren – in unseren Alltag, unsere Arbeit, unsere Aufgaben – dann vielleicht ein wenig leichter. Nicht weil alles perfekt ist, sondern weil wir gelernt haben, was wirklich wichtig ist.
So wünsche ich uns allen für diese Ferienzeit:
Mut zum Aufbrechen. Gelassenheit im Unterwegssein. Und Vertrauen darauf, dass Gott mitgeht – egal wohin. Gehen wir in diese Zeit mit einem Reisesegen.
Möge eure Zeit – ob in der Ferne oder daheim – von Ruhe und Freude getragen sein. Mögen Wege euch sicher führen und Stunden euch Kraft schenken.
Für alle, die reisen: behütete Schritte und gute Heimkehr. Für alle, die bleiben: Frieden im Alltag und Licht in euren Tagen.
So sei jede Zeit gesegnet – unterwegs und zu Hause.