Schüsse in Kleingartenanlage kurz vor Festnahme

UPDATE: Polizei nimmt mutmaßlichen Brudermörder fest - Zugriff nach Großfahndung

Die Motive, die Hintergründe und die Abläufe des Tötungsdelikts sowie der aktuellen Taten sind bislang noch ungeklärt und ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen. - Symbolbild: KN/Jonas Wenzel (Yowe)


Dienstag, 30.06.2026

KASSEL - Nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag eine Öffentlichkeitsfahndung nach einem 18-jährigen Mann aus Kassel initiiert hatten, der tatverdächtig ist, seinen 21-jährigen Bruder gewaltsam getötet zu haben, konnte der Gesuchte am Dienstagmorgen gegen 8:30 Uhr von der Polizei in einer Kleingartenanlage in Kassel-Waldau festgenommen werden.

Auf 19-jährigen Mann geschossen


Zuvor hatte es eine Großfahndung unter Beteiligung von Spezialkräften und einem Polizeihubschrauber in diesem Bereich gegeben, nachdem der 18-jährige Tatverdächtige in der Nacht gegen 3 Uhr in einer Laube auf dem Gartengelände auf einen 19-jährigen Mann geschossen hatte.

"Das Opfer aus Kassel konnte sich anschließend in Sicherheit flüchten. Seine Verletzungen sind glücklicherweise nicht schwerer, sodass er das Krankenhaus bereits wieder verlassen konnte. Bei den anschließend eingeleiteten intensiven Fahndungsmaßnahmen konnte der Gesuchte schließlich festgenommen werden", teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Schüsse in Kleingartenanlage kurz vor Festnahme


"Nach der Festnahme wurde in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände ein weiterer Mann mit Verletzungen aufgefunden, die ihm offenbar ebenfalls von dem Tatverdächtigen zugefügt worden waren. Ob es sich um Schussverletzungen handelt, wird derzeit geprüft. Lebensgefahr soll für den Verletzten nach bisherigen Informationen nicht vorliegen. Die genauen Hintergründe und der Ablauf dieser Tat sind bislang noch ungeklärt. Aktuell ist die Kleingartenanlage für die Spurensicherung und die weiteren polizeilichen Maßnahmen abgesperrt", heißt es aus dem Polizeipräsidium Nordhessen 

Wer den Tatverdächtigen in den vergangenen zwei Tagen bis zum heutigen Festnahmezeitpunkt gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. 

Die umfangreichen Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen, der noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden soll, dauern an. Die Motive, die Hintergründe und die Abläufe des Tötungsdelikts sowie der aktuellen Taten seien bislang noch ungeklärt und ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (red)

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