Warum die Entscheidung pro "Tante Enso" in Biebergemünd so schnell fiel
Samstag, 04.07.2026
von Redaktion Kinzig News
BIEBERGEMÜND - Der Weg für einen Tante-Enso-Markt in Biebergemünd-Bieber ist frei. Bereits nach rund zwei Wochen wurde das notwendige Ziel für die Ansiedlung erreicht.
Nach Angaben der Gemeinde haben sich inzwischen mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger aus Biebergemünd als Teilhaber registriert. Nötig waren mindestens 800 Genossenschaftsmitglieder.
Mehr als 1000 Menschen registrieren sich
Damit wurde die erforderliche Mindestzahl deutlich früher erreicht als ursprünglich vorgesehen. Für die Gemeinde ist das ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Nahversorgung in Bieber.
Bürgermeister Matthias Schmitt zeigte sich entsprechend erfreut. Das Engagement sei überwältigend, sagte er. Die Menschen in Biebergemünd hätten ein starkes Zeichen für den Erhalt ihrer Nahversorgung gesetzt.
Zukunft des bisherigen Marktes war offen
Ausgangspunkt der Kampagne war die unklare Zukunft des bisherigen Marktes in Bieber. Nachdem Tante Enso Interesse an einer Übernahme signalisiert hatte, startete die Gemeinde eine intensive Informationskampagne.
Zunächst wurden Mitglieder der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands informiert. Anschließend erhielten die Haushalte in Bieber, Roßbach, Lanzingen und Breitenborn/Lützel einen Bürgermeisterbrief mit Informationen zum Vorhaben.
Infoabend in der Biebertalhalle war voll besetzt
Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Biebertalhalle wurde das Konzept vorgestellt. Die Resonanz war groß: Die Halle war nach Angaben der Gemeinde bis auf den letzten Platz gefüllt.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten die Vorstellung durch Tante-Enso-Gründer und Geschäftsführer Norbert Hegmann. Danach nahm die Zahl der Registrierungen offenbar rasch zu.
Ehrenamtliche Paten halfen bei Registrierung
Einen wichtigen Anteil am Erfolg hatten laut Gemeinde auch die ehrenamtlichen Tante-Enso-Paten. Sie standen als Ansprechpartner zur Verfügung, halfen bei der Registrierung und warben persönlich für das Projekt.
Schmitt wertet die Kampagne deshalb auch als Zeichen für den Zusammenhalt in Biebergemünd. Besonders erfreulich sei, dass die Unterstützung nicht nur aus Bieber gekommen sei.
Unterstützung aus allen Ortsteilen
Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortsteilen hätten sich beteiligt. Damit werde deutlich, dass Nahversorgung nicht nur ein Thema für einen einzelnen Ortsteil sei, sondern eine Aufgabe für die gesamte Gemeinde.
Mit dem Erreichen der Mindestzahl ist die entscheidende Voraussetzung für die Übernahme des bisherigen Marktes durch Tante Enso geschaffen.
Kampagne läuft bis 15. Juli weiter
Trotz des erreichten Ziels läuft die Kampagne weiter. Bis zum 15. Juli können sich weitere Bürgerinnen und Bürger beteiligen.
Jede zusätzliche Registrierung stärkt die Genossenschaft und zeigt nach Einschätzung der Gemeinde die breite Unterstützung für den Nahversorgungsstandort in Bieber. (red)