Waltraud und Reinhold Leibold feiern Diamantene Hochzeit: Das ist das Geheimnis ihrer langen und glücklichen Ehe
Dienstag, 07.07.2026
GELNHAUSEN - Auf 60 gemeinsame Ehejahre können Waltraud und Reinhold Leibold aus dem Gelnhäuser Stadtteil Höchst zurückblicken.
Das Geheimnis ihrer langen und glücklichen Ehe?
„Auf Reinhold konnte ich mich immer verlassen – in guten wie in schlechten Zeiten“, sagt Waltraud Leibold. Ihr Mann wiederum schätzt vor allem das ausgeglichene Wesen seiner Frau und die vielen Gemeinsamkeiten, die sie bis heute verbinden. Kennengelernt haben sich die beiden bereits in der Schulzeit. Aus der Jugendliebe wurde eine Partnerschaft fürs Leben.
"Ein beeindruckendes Zeichen von Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt"
Zu diesem besonderen Ehejubiläum gratulierte auch Bürgermeister Christian Litzinger: „60 gemeinsame Ehejahre sind ein beeindruckendes Zeichen von Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt. Waltraud und Reinhold Leibold haben gemeinsam Höhen und Tiefen gemeistert und sich dabei stets gegenseitig den Rücken gestärkt. Trotz ihrer Berufstätigkeit haben sie sich zudem in vielfältiger Weise für ihr Heimatdorf Höchst und das gesellschaftliche Miteinander engagiert.“ Der Rathauschef wünschte ihnen weiterhin viele glückliche und gesunde Jahre und überreichte Präsent und Urkunde.
Geheiratet wurde zunächst standesamtlich am 1. Juli 1966, die kirchliche Trauung fand am 6. Juli 1966 in der damals neuen Kirche St. Wendelin in Höchst statt. Gemeinsam gründeten Leibolds eine Familie und zogen zwei Söhne groß. Waltraud Leibold, heute 83 Jahre alt, war überwiegend berufstätig. Nach dem Besuch der Handelsschule, die sich damals noch in den Räumen der späteren Gaststätte „Zur guten Quelle“ am Obermarkt befand, führte sie ihr beruflicher Weg zunächst zur Firma Bauknecht und anschließend zu Neckermann nach Frankfurt. Später wechselte sie zur Veritas nach Gelnhausen. Weitere Stationen waren die Rechtsanwaltskanzlei Szymanski in Gelnhausen sowie das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge.
Ehrenamt spielt wichtige Rolle
Reinhold Leibold stand vier Jahrzehnte lang im Dienst der Deutschen Post. Zunächst war er als Postzusteller in ganz Gelnhausen unterwegs, bevor er in die Personalstelle in der Philipp-Reis-Straße wechselte. Seine letzte berufliche Station führte ihn als Sozialberater der Deutschen Post bis in den Ruhestand. Auch heute noch ist sein Rat gefragt. Regelmäßig klingelt das Telefon, weil ehemalige Kolleginnen und Kollegen oder Bekannte seine Unterstützung suchen.
Neben Familie und Beruf spielte für Waltraud und Reinhold Leibold das ehrenamtliche Engagement stets eine bedeutende Rolle. Reinhold Leibold gehört seit 1961 den Freien Wählern an und ist passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Gemeinsam sind Waltraud und Reinhold Leibold als passive Mitglieder im Gesangverein „Cäcilia“ Höchst sowie im Musikverein Höchst engagiert.
Bereits in jungen Jahren wirkten beide im Leitungsteam der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) mit. Waltraud Leibold engagierte sich später über viele Jahre im Leitungsteam der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Reinhold Leibold gehörte zudem 32 Jahre dem Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde an, davon 25 Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Mit diesem langjährigen Einsatz übernahm er maßgeblich Verantwortung für das kirchliche Leben vor Ort.
Meer oder Berge?
Auch beim Thema Urlaub beweisen die beiden seit Jahrzehnten Kompromissbereitschaft. Während sie lieber ans Meer fährt, zieht es ihn in die Berge. Die Lösung ist einfach, aber erfolgreich: Mal geht es ans Wasser, mal in die Berge – bevorzugt innerhalb Deutschlands oder ins benachbarte Ausland. Fernreisen standen für die beiden nie auf der Wunschliste. „Wir sind noch nie geflogen und das vermissen wir auch nicht“, erzählen sie.
Besonders wohl fühlen sich Waltraud und Reinhold Leibold ohnehin in ihrem Eigenheim mit Garten in Höchst. Dort leben auch Sohn Andreas und Familienhund Aiden. Eine große Feier zum Ehejubiläum ist nicht geplant. Stattdessen gönnen sich die Eheleute eine gemeinsame Auszeit in Bad Füssing, wo sie den 60. Jahrestag ihrer kirchlichen Trauung begehen. (red)