Mega-Projekt: Was die Stadt Frankfurt an der Staustufe in Griesheim plant
Samstag, 11.07.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Surfen wie auf einer künstlichen Dauerwelle und Kajakfahren auf einer Wildwasserstrecke – mitten in Frankfurt? Genau das könnte an der Staustufe in Griesheim künftig möglich werden.
Die Initiative „Rhein-Main-Welle“ setzt sich seit mehreren Jahren für einen Wildwasser- und Surfpark ein. Nun nimmt das Vorhaben konkretere Formen an.
Surfwelle soll nicht direkt im Main entstehen
Geplant ist allerdings keine künstliche Welle unmittelbar im Fluss. Stattdessen soll neben dem Main ein separates künstliches Gerinne entstehen.
Dort könnten sowohl eine stehende Surfwelle als auch eine Wildwasserstrecke für Kanufahrer geschaffen werden.
Vorbilder in Augsburg und Frankreich
Als Vorbilder gelten unter anderem der Eiskanal in Augsburg sowie der Wildwasserpark im französischen Hüningen bei Basel.
Das Ziel: Kajakfahrer sollen Bedingungen wie auf alpinen Wildwasserflüssen erleben können, während Surfer auf einer künstlich erzeugten Welle trainieren.
Dutzende Vereine unterstützen die Idee
Hinter dem Projekt steht die Initiative „Rhein-Main-Welle“. Darin sind zahlreiche Wassersportvereine und Verbände organisiert.
Auch der Deutsche Kanu-Verband gehört zu den Unterstützern des Vorhabens.
Griesheim gilt als besonders geeigneter Standort
Im Rahmen einer Machbarkeits- und Naturverträglichkeitsstudie wurden verschiedene Staustufen zwischen Aschaffenburg und Ginsheim untersucht.
Darunter waren auch mögliche Standorte in Offenbach und Mühlheim. Besonders gut schnitt jedoch die Staustufe in Frankfurt-Griesheim ab.
Gute Strömung und zentrale Lage
Für Griesheim sprechen nach Angaben der Stadt unter anderem die große Fallhöhe des Wassers und geeignete Strömungsverhältnisse.
Hinzu kommt die zentrale Erreichbarkeit innerhalb des Rhein-Main-Gebiets.
Stadt Frankfurt unterstützt das Vorhaben
Auch die Stadt Frankfurt steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber und bezeichnet sie als innovativ.
Allerdings müssen vor einer möglichen Umsetzung zahlreiche Behörden und Fachämter einbezogen werden.
Natur- und Gewässerschutz müssen geprüft werden
Der nächste Schritt soll eine Vorentwurfsplanung sein. Dabei müssen unter anderem Fragen des Natur- und Gewässerschutzes sowie weitere rechtliche Anforderungen geklärt werden.
Das Projekt gilt als komplex, weil sowohl sportliche als auch technische, ökologische und wasserrechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen.
Kosten und Zeitplan noch völlig offen
Wann tatsächlich mit einem Bau begonnen werden könnte, steht derzeit noch nicht fest.
Auch zu den möglichen Kosten gibt es bislang keine belastbaren Angaben. Dafür ist die Planung noch nicht weit genug fortgeschritten.
Neue Attraktion für Frankfurt und die Region
Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, könnte Frankfurt eine außergewöhnliche neue Sport- und Freizeitattraktion erhalten.
Eine künstliche Surfwelle und eine Wildwasserstrecke mitten im Rhein-Main-Gebiet könnten nicht nur Freizeit- und Leistungssportler anziehen, sondern auch Zuschauer und Besucher aus der gesamten Region.
Bis zur ersten Welle ist noch Geduld gefragt
Noch befindet sich das Vorhaben in einer frühen Planungsphase. Von einer sicheren Umsetzung kann daher bislang keine Rede sein.
Die nächsten Untersuchungen und Planungen werden zeigen, ob aus der Vision einer Rhein-Main-Welle tatsächlich einmal ein Surf- und Wildwasserpark an der Staustufe Griesheim wird. (red)