Hier gab's mächtig was auf die Ohren

Kultfestival "Rock am Hinkelhof" begeisterte Fans bei Kaiserwetter - große Bilderserie

Mächtig was auf die Ohren gab es beim Kultfestival Rock am Hinkelhof: Bei Kaiserwetter ließen es die Bands und Fans ordentlich krachen ... - Fotos: Walter Dörr


Montag, 13.07.2026
von WALTER DÖRR

SCHLÜCHTERN - Mächtig was auf die Ohren gab es beim Kultfestival "Rock am Hinkelhof": Bei Kaiserwetter ließen es die Bands und Fans ordentlich krachen ...

Traditionell wird am zweiten Wochenende im Juli im Vollmerzer Ortsteil Hinkelhof (Stadtteil von Schlüchtern) „Rock am Hinkelhof“ veranstaltet. Das Festival erfreut sich großer Beliebtheit, sodass wieder viele Rockfans von Nah und Fern zu dem Open-Air-Event gekommen waren.

Vom kuscheligen Geheim-Tipp zur großen Veranstaltung


In 2003 fing das besondere Musikereignis im Garten der Eltern von Johannes und Sebastian Kolb an. Die beiden Brüder sind die Initiatoren und Gitarrist bzw. Schlagzeuger ihrer Band „The Sick Rats“. „Rock am Hinkelhof“ mit Nachwuchsbands der Region wuchs schnell von einem kuscheligen Geheim-Tipp zu einer großen Veranstaltung. 2014 gründete man deshalb einen gemeinnützig anerkannten Verein mit dem Namen „Rock am Hinkelhof“, der seither Ausrichter ist.

16 Bands spielten beim 23. „Rock am Hinkelhof“ im Stundentakt auf den beiden Euronics-Beisler- und Globalcarrier-Bühnen – querfeldbeet einen Mix von Rock´n´Roll, Oldschoolrock, energiegeladenem Punk, Pop, Indie bis Metal inklusive zünftiger Blechblasmusik.

Top-Sommerwetter


Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begünstigten das Open-Air-Event. Eröffnet wurde das Programm mit „Junkyard Jesus“ aus Fulda mit Heavy Metal vom Feinsten. Das Trio „Rap´s Blue Ribbon“ hatte dann fast ein Heimspiel, denn die Schlüchterner Musiker waren schon mehrmals beim „Rock am Hinkelhof“ dabei. Ihr Ding ist eine musikalische Mixtur aus Blues-, Psychedelic- und Garagen-Rock.

Und dann war schon der Auftritt der Hausband „The Sick Rats“. Umjubelt von ihren zahlreichen Fans spielten die Jungs ihre Hits, wie „Die Partei hat immer recht“. Quasi als Vorband waren die Ratten für die „Rockformation Diskokugel“. Seit 1997 rocken die Musiker aus dem Raum Rhein-Main die internationalen Bühnen – und am Freitag in Hinkelhof.

Musik für jeden Geschmack


Weiter ging es mit „Postmodern Fantasy“ aus Frankfurt mit Synfonic Metal. Den Abschluss des ersten Festivaltages bildete die fünfköpfige Band „Unholy Minority“ aus Fulda mit knallhartem Power-Death-Metal. Die Band war bereits zweimal bei „Rock am Hinkelhof“ dabei. Am frühen Samstagnachmittag eröffnete die Schlüchterner Nachwuchsband „Idea 2.0“ den Reigen der Gigs und zeigte eindrucksvoll, dass sie mit ihrer Mischung aus Rock- und Metal-Klassikern ihren Weg machen wird. „No Notes“ heißt die Band der evangelischen Jugend aus dem Kirchenkreis Kinzigtal. Pop, Rock, Folk spielten die Musikerinnen und Musiker um Roland Pfeiffer.

Alte Bekannte sind die Vollblutmusiker der „BlechBRASSers“. Schon mehrfach verzauberten sie die Rock-Veranstaltung mit Blechblas-Intonationen. Diesmal erfreute man mit speziellen Volksmusik-Hits. Die Band „Dykes“ sind die musikalischen Boten des Metal-Festivals „Ulmich om Braand“, das kürzlich wieder in dem Steinauer Stadtteil veranstaltet wurde. Fans aus Ulmbach waren natürlich nach Hinkelhof gekommen. Auch vom größten Festival der Region „Sinnerrock“, das vom 10. bis 12. September stattfindet, waren Rockfreunde ins Degenfelder Land gekommen. Indie und Punk mit deutschsprachigen Texten spielen und singen seit zehn Jahren „Frau Ruth“, eine Band aus Offenbach. Handgemachte Lieder zum Träumen, Tanzen und Lieben kamen beim Publikum gut an.

Groovende Rhythmen und fettes Gebläse


Die „Tequila Terminators“ ist eine trinkfeste Tanzkapelle aus Miltenberg/Main. Die sechs Vollblutmusiker haben Spaß beim Musizieren der Mischung aus Ska, Rock, Punk und Raggae und verstehen es meisterhaft, ihre Zuhörer mit groovenden Rhythmen, fettem Gebläse und mitreißendem Gesang zu begeistern. Pop-Punk mit Sängerin – also Female Fronted Pop-Punk – präsentierte die Band „The Journey Back“ aus Stuttgart. Die Mega-Stimme von Anna war zusammen mit den vier Musikern ein unverwechselbarer Sound, der seinen Weg machen wird. Erst seit einem Jahr ist die Band in der Besetzung vereint. Melodic Punkrock aus Bayern von „Swallow´s Rose“ kam vor dem Headliner „Atrio“, einem Trio aus Frankfurt und Gießen mit Oldschool-Rock, verbunden mit Blues-Rhythmen und funkigem Groove. Bereits 2022 lieferten die drei Musiker eine eindrucksvolle Bühnenshow und begeisterten auch dieses Jahr.

Auch die letzte Band des diesjährigen Festivals „Unlimited“ zog alle Register ihres Könnens. Die fünfköpfige Band aus dem östlichen Kreisgebiet überzeugte mit authentischem, handgemachtem Rock und Spielfreude und Leidenschaft auf der Bühne. Für jeden bot das diesjährige Rock-am-Hinkelhof-Programm etwas. Auch der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz, und der Schlüchterner Stadtrat Jürgen Heil erfreuten sich an dem Musikgenuss.

Rock am Hinkelhof ist ein Familienfest


Kulinarisch hatte das Festival wieder viel zu bieten. RaH ist auch ein Familienfest. Für die kleinen Rocker, die natürlich keinen Eintritt zu bezahlen hatten, gab es auf dem Gelände die Sparkassen-Hüpfburg und professionelles Kinderschminken. Geschützt von „Mäusen“ hörten viele auch der lauten Musik zu. Viel Spaß beim Durchklicken der Fotostrecke unseres Fotografen Walter Dörr.

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