Gefahr bei Niedrigwasser: Kampfmittelräumdienst warnt vor Munition in Flüssen und Seen
Donnerstag, 16.07.2026
HESSEN - Angesichts niedriger Gewässer-Pegel warnt der beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt angesiedelte Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen davor, freigelegte Objekte an oder aus Flüssen zu berühren oder zu bewegen.
Bei diesen könne es sich um Weltkriegsmunition handeln, die häufig durchaus noch gefährlich sei. Immer wieder gebe es Funde an Gewässern, zu denen der Dienst ausrücken müsse.
Vorsicht ist geboten
Der Kampfmittelräumdienst bittet die Bevölkerung um Vorsicht rund um Gewässer mit niedrigem Wasserspiegel.
„Verdächtige Gegenstände niemals bewegen, berühren oder aufheben“, appeliert Alexander Majunke, Leiter des Kampfmittelräumdienstes. Den tatsächlichen Zustand könnten nur er und seine Kollegen vom RP Darmstadt verlässlich beurteilen. Wenn mutmaßliche Kampfmittel oder Munitionsreste gefunden oder sichtbar werden, müsse sofort der Kampfmittelräumdienst beim RP Darmstadt verständigt werden.
Gefährliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg
Die Wasserstände in vielen Flüssen und Seen sind landesweit niedrig. Dadurch können in den Gewässern Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein kommen. Die Gewässer wurden bei Kriegsende teilweise zur Entsorgung von Munition genutzt. Dabei sind die Objekte und deren Gefahren durch Laien kaum einschätzbar – im Zweifelsfall also immer die Fachleute des Kampfmittelräumdiensts aus Darmstadt hinzuziehen.
Den Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen beim RP Darmstadt erreicht Ihr über die Ordnungsbehörde bei der jeweiligen Kommune, also der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, oder den Polizei-Notruf 110. (red)