Adi Hütter pokert weiter

Welche wichtige Frage bei Eintracht Frankfurt weiter offen bleibt

Wer wird neuer Eintracht-Kapitän? (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/jorono


Samstag, 18.07.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Wer führt Eintracht Frankfurt in der neuen Saison als Kapitän aufs Feld? Diese Frage ist auch nach dem Start der Vorbereitung noch nicht beantwortet. Der zurückgekehrte Trainer Adi Hütter hat deutlich gemacht, dass er die Entscheidung selbst treffen will.

Damit ist keineswegs sicher, dass Robin Koch die Binde behalten darf. Der Innenverteidiger war in der vergangenen Spielzeit Kapitän der Hessen – mit Jonathan Burkardt könnte allerdings ein prominenter Herausforderer bereitstehen.

Hütter hat sich noch nicht entschieden

Beim Trainingsauftakt ließ Hütter die Kapitänsfrage bewusst offen. Er habe sich bislang noch nicht entschieden und sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung auch noch nicht intensiver mit dem Thema beschäftigt.

Für Koch bedeutet das, dass er sich die Binde unter dem neuen Trainer erneut verdienen muss. Eine automatische Fortsetzung seiner Amtszeit gibt es offenbar nicht.

Koch will Kapitän der Eintracht bleiben

Der 29-Jährige selbst macht aus seinem Wunsch keinen Hehl. Kapitän von Eintracht Frankfurt zu sein, sei für ihn eine besondere Ehre. Er fühle sich bereit, diese Aufgabe fortzuführen.

Koch betonte zudem, dass er unabhängig von der Binde den Anspruch habe, voranzugehen und Verantwortung innerhalb der Mannschaft zu übernehmen.

Abwehrchef übt Selbstkritik

Gleichzeitig blickt der Innenverteidiger selbstkritisch auf die vergangene Saison zurück. Seine Leistungen hätten nicht das Niveau erreicht, das er normalerweise von sich erwarte und in den Jahren zuvor gezeigt habe.

Auch die gesamte Mannschaft blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Eintracht beendete die Saison auf dem achten Tabellenplatz und verpasste damit die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

Burkardt gilt als möglicher Kandidat

Sollte Hütter einen Wechsel an der Spitze der Mannschaft vornehmen, führt kaum ein Weg an Jonathan Burkardt vorbei. Der Angreifer hat sich trotz Verletzungsproblemen schnell zu einem wichtigen Spieler und Wortführer entwickelt.

Burkardt war mit 13 Treffern in allen Pflichtspielen der erfolgreichste Frankfurter Torschütze der vergangenen Saison. Gerade in einer schwierigen Schlussphase übernahm der Nationalspieler öffentlich Verantwortung und sprach Probleme innerhalb der Mannschaft deutlich an.

Erfahrung als Kapitän vorhanden

Führungsverantwortung ist für den gebürtigen Darmstädter nicht neu. Burkardt führte bereits die deutsche U21-Nationalmannschaft als Kapitän an.

In der vergangenen Eintracht-Saison gehörte der Stürmer zudem bereits zum erweiterten Kreis der Stellvertreter von Robin Koch. Der Schritt zum ersten Kapitän wäre für den 26-Jährigen deshalb keine völlig neue Rolle.

Koch kritisiert Unruhe im Verein

Der bisherige Spielführer sieht eine wichtige Ursache für die enttäuschende Saison in der großen Unruhe rund um den Klub. Besonders das gescheiterte Engagement von Trainer Albert Riera habe die Mannschaft beeinflusst.

Eine vergleichbare Situation dürfe sich nach Kochs Einschätzung nicht wiederholen. Das Team müsse wieder stärker auf Grundtugenden wie Aggressivität, Einsatz und Geschlossenheit setzen.

Hütter sucht Führungsspieler für den Neustart

Für Adi Hütter ist die Kapitänsentscheidung damit mehr als eine reine Personalfrage. Nach der turbulenten vergangenen Saison soll der neue Spielführer den angestrebten Neustart verkörpern und für Stabilität sorgen.

Sowohl Koch als auch Burkardt bringen Argumente mit. Während der Innenverteidiger auf seine Erfahrung und seine bisherige Rolle verweist, steht Burkardt für einen möglichen Wechsel und neue Impulse.

Entscheidung dürfte in der Vorbereitung fallen

Wann Hütter seine Wahl bekannt gibt, ist bislang offen. Wahrscheinlich wird der Trainer zunächst beobachten, welche Spieler in der Vorbereitung sportlich und innerhalb der Gruppe vorangehen.

Fest steht: Robin Koch möchte seine Binde verteidigen. Jonathan Burkardt dürfte jedoch zu den ernsthaftesten Kandidaten gehören, sollte der Eintracht-Coach die Hierarchie neu ordnen. (red)

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