Lkw-Kuriosität auf der A 3: Warum dieser Brummi für Fassungslosigkeit gesorgt hat
Donnerstag, 23.07.2026
OBERTSHAUSEN - Für ungläubiges Staunen hat am frühen Mittwochmorgen ein Sattelzug auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Köln gesorgt ...
Gegen 6 Uhr wurde der Polizeiautobahnstation Südosthessen zunächst ein liegengebliebener Lkw auf der Verzögerungsspur der Anschlussstelle Obertshausen gemeldet. Nach ersten Hinweisen sollte die Plane des Aufliegers verdächtig herunterhängen.
Aufbau des Aufliegers nahezu vollständig zerstört
Eine Streife traf den Brummi kurze Zeit später auf der Ausfahrtsspur an. Von hinten betrachtet schien zunächst alles weitgehend unauffällig. Doch als die Einsatzkräfte um den Sattelauflieger herumgingen, bot sich ihnen ein überraschendes Bild: Der komplette Aufbau des Aufliegers war nahezu vollständig zerstört. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Schaden auf einen Verkehrsunfall zurückzuführen sein, der sich zuvor in Mittelfranken ereignet hatte.
Als wäre das nicht genug, hatte der Fahrer an der Anschlussstelle Obertshausen gleich das nächste Problem: Dem Lkw war schlicht der Kraftstoff ausgegangen. Zwar verständigte der Fahrer Bekannte, diese erschienen jedoch - anders als angekündigt - ohne Diesel. Sie wurden daraufhin zur nächsten Tankstelle geschickt, um Kraftstoff zu besorgen.

Unglaubliche Pannenserie
Doch auch nach dem Betanken war die Pannenserie noch nicht beendet.
Der Motor ließ sich zunächst nicht mehr starten, da das Kraftstoffsystem
offenbar erst wieder entlüftet werden musste. Erst kurz vor dem
Eintreffen der zur Absicherung alarmierten Autobahnmeisterei sprang der
Motor schließlich doch noch an.
Der Sattelzug konnte daraufhin
von der Autobahn heruntergeführt und anschließend stillgelegt werden.
Zur Sicherung wurde das Fahrzeug mit einer Kette gegen eine Weiterfahrt
gesichert. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten zudem
erhebliche technische Mängel an der Sattelzugmaschine fest. Insbesondere
die Bereifung befand sich in einem nicht vorschriftsmäßigen Zustand.
Polizei rund vier Stunden im Einsatz
Auf
den Fahrer kommt nun ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro zu. Nach
Begleichung des Betrages samt Verfahrenskosten dürfte die Abschleppung
des Gespanns zur Behebung der Mängel voraussichtlich die Folge sein. Der Einsatz der Polizeikräfte dauerte letztlich rund vier Stunden. (red)