Ausgerechnet er?

Eintracht Frankfurt: Welcher Publikumsliebling den Kalimuendo-Deal zerstören könnte

Transferpoker um Arnaud Kalimuendo. - Foto: Eintracht Frankfurt


Samstag, 25.07.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Eintracht Frankfurt möchte Arnaud Kalimuendo offenbar dauerhaft zurück an den Main holen. Der französische Stürmer hatte die vergangene Rückrunde auf Leihbasis bei den Hessen verbracht und sich trotz einer insgesamt schwierigen Saison für eine weitere Zusammenarbeit empfohlen.

Eine schnelle Einigung zeichnet sich jedoch nicht ab. Ausgerechnet Eintrachts früherer Erfolgstrainer Oliver Glasner könnte den Transferplänen seines ehemaligen Vereins einen Strich durch die Rechnung machen.

Eintracht ließ Kaufoption verstreichen

Kalimuendo war Anfang Januar 2026 von Nottingham Forest nach Frankfurt gewechselt. Die Leihe lief bis zum Saisonende und beinhaltete eine Kaufoption.

Diese soll Medienberichten zufolge bei rund 27 Millionen Euro gelegen haben. Eintracht Frankfurt machte davon keinen Gebrauch, weil die vereinbarte Ablösesumme offenbar über der eigenen Bewertung des Stürmers lag.

Interesse an Rückkehr besteht offenbar weiter

Damit war das Kapitel Kalimuendo in Frankfurt allerdings nicht zwangsläufig beendet. Die Eintracht soll weiterhin daran interessiert sein, den Angreifer fest zu verpflichten.

Dafür müsste Nottingham Forest seine Preisvorstellungen jedoch deutlich reduzieren. Die Frankfurter Verantwortlichen sollen höchstens rund 20 Millionen Euro investieren wollen.

Nottingham zahlte selbst eine hohe Ablöse

Die Verhandlungsposition des englischen Klubs ist nachvollziehbar. Nottingham hatte Kalimuendo erst im Sommer 2025 von Stade Rennes verpflichtet und dafür Berichten zufolge rund 30 Millionen Euro bezahlt.

Bei einem Verkauf nach nur einem Jahr droht Forest somit ein erheblicher Verlust. Entsprechend wenig Interesse dürfte der Premier-League-Klub daran haben, den Franzosen deutlich unter dem damaligen Einkaufspreis ziehen zu lassen.

Oliver Glasner gibt Kalimuendo eine neue Chance

Zusätzliche Bewegung bringt der Trainerwechsel in Nottingham. Oliver Glasner hat den englischen Traditionsklub Anfang Juli übernommen und will sich während der Vorbereitung zunächst selbst ein Bild vom vorhandenen Kader machen.

Davon profitiert auch Kalimuendo. Während der Stürmer unter der vorherigen sportlichen Führung noch nach Frankfurt verliehen worden war, darf er sich nun unter Glasner neu empfehlen.

Treffer im ersten Vorbereitungsspiel

Beim 2:0-Erfolg gegen Notts County gelang Kalimuendo direkt ein Treffer. Damit lieferte der 24-Jährige im ersten Vorbereitungsspiel ein Argument dafür, auch in der kommenden Saison eine Rolle bei Nottingham Forest spielen zu können.

Glasner äußerte sich anschließend positiv über den Angreifer. Kalimuendo habe es verdient, Einsatzzeit zu erhalten und seine Fähigkeiten zu zeigen.

Entscheidung über Zukunft noch nicht gefallen

Eine endgültige Entscheidung hat der neue Nottingham-Trainer allerdings noch nicht getroffen. Glasner machte deutlich, dass während der mehrwöchigen Vorbereitung noch zahlreiche Entwicklungen möglich seien.

Aktuell gehöre Kalimuendo zum Kader von Nottingham Forest und erhalte dieselbe Chance wie seine Mannschaftskollegen. Damit bleibt offen, ob der Stürmer verkauft, erneut verliehen oder fest eingeplant wird.

Weitere gute Auftritte könnten Ablöse erhöhen

Überzeugt Kalimuendo in den kommenden Testspielen, könnte Nottingham von einem Verkauf vollständig Abstand nehmen. Denkbar wäre auch, dass der Premier-League-Klub seine Ablöseforderung erhöht.

Für die Eintracht wäre beides problematisch. Die Hessen dürften ihre selbst gesetzte finanzielle Grenze kaum deutlich überschreiten wollen.

Kalimuendo erzielte sechs Bundesliga-Tore

Sportlich hinterließ der Angreifer in Frankfurt einen ordentlichen Eindruck. In 18 Bundesliga-Partien erzielte er sechs Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor.

Kalimuendo brachte Tempo, intensive Laufarbeit und gefährliche Bewegungen in die Tiefe mit. Damit bot er Qualitäten, die der Frankfurter Offensive in einer schwierigen Rückrunde zumindest phasenweise halfen.

Stürmer soll sich in Frankfurt wohlgefühlt haben

Medienberichten zufolge kann sich Kalimuendo eine Rückkehr zur Eintracht grundsätzlich vorstellen. Der Franzose hatte bereits während seiner Leihe betont, dass er in Frankfurt herzlich aufgenommen worden sei.

Eine grundsätzliche Bereitschaft des Spielers allein reicht für einen Transfer jedoch nicht aus. Eintracht und Nottingham müssten vor allem bei der Ablöse eine Lösung finden.

Glasner hält alle Möglichkeiten offen

Dass ausgerechnet Oliver Glasner über Kalimuendos Zukunft mitentscheidet, verleiht dem Transferpoker besondere Brisanz. Der Österreicher trainierte die Eintracht von 2021 bis 2023 und führte den Klub 2022 zum Gewinn der Europa League.

Nun könnte er einen Wunschtransfer seines früheren Arbeitgebers verhindern. Plant Glasner mit dem Angreifer, dürfte eine Frankfurter Rückholaktion kaum noch realistisch sein.

Langer Transferpoker zeichnet sich ab

Eine kurzfristige Entscheidung ist derzeit nicht zu erwarten. Nottingham kann zunächst beobachten, wie sich Kalimuendo in der Vorbereitung präsentiert, während die Eintracht auf ein finanzielles Entgegenkommen hoffen muss.

Damit hängt der mögliche Transfer von mehreren Faktoren ab: von Glasners sportlicher Einschätzung, Kalimuendos Leistungen und den Ablösevorstellungen beider Vereine. Fest steht bislang nur, dass die Tür für eine Rückkehr nach Frankfurt noch nicht geschlossen ist – sie aber auch keineswegs weit offen steht. (red)

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