Historische Gebäude mit neuem Leben füllen

Wächtersbach präsentiert sich von seiner besten Seite: So sieht gelungene Stadtentwicklung aus

Vertreter aus Städten und Gemeinden, Stadtentwicklungsmanagements, Planungsbüros sowie weiteren Institutionen der Städtebauförderung waren nach Wächtersbach gekommen. - Foto: Benedikt Sauer/Hessen Agentur


Freitag, 31.07.2026

WÄCHTERSBACH - Historische Gebäude mit neuem Leben füllen, Generationen zusammenbringen und öffentliche Räume zukunftsfähig gestalten – wie nachhaltige Stadtentwicklung in der Praxis gelingt, konnten zahlreiche Fachleute beim Hausbesuch des Netzwerks "Nachhaltige Stadtentwicklung in Hessen" in Wächtersbach erleben.

Vertreterinnen und Vertreter aus Städten und Gemeinden, Stadtentwicklungsmanagements, Planungsbüros sowie weiteren Institutionen der Städtebauförderung waren nach Wächtersbach gekommen, um sich vor Ort über die erfolgreiche Umsetzung kommunaler Entwicklungsprojekte zu informieren. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch sowie die Besichtigung ausgewählter Projekte, die mit Unterstützung der Städtebauförderung realisiert wurden.

Integrierte Stadtentwicklungsstrategie Wächtersbachs im Fokus


Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Weiher erhielten die Teilnehmenden zunächst einen Einblick in die integrierte Stadtentwicklungsstrategie Wächtersbachs und die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung. Im anschließenden Rundgang wurde deutlich, wie die Stadt historische Bausubstanz nicht nur bewahrt, sondern ihr durch neue Nutzungen eine nachhaltige Zukunft gibt.

Ebenso beeindruckte die Besucherinnen und Besucher das ehemalige Amtsgericht. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde grundlegend saniert. - Foto: Stadt Wächtersbach

Ebenso beeindruckte die Besucherinnen und Besucher das ehemalige Amtsgericht. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde grundlegend saniert. - Foto: Stadt Wächtersbach

Das ist Wächtersbachs Leuchtturmprojekt 


Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung des umfassend sanierten Schlosses Wächtersbach. Das historische Gebäude dient heute als Rathaus und verbindet den Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals mit einer modernen Verwaltungsnutzung. Die Revitalisierung des Schlosses gilt als Leuchtturmprojekt der Stadtentwicklung und hat entscheidende Impulse für die Aufwertung des gesamten Schlossareals und der Innenstadt gesetzt.

Ergänzt wird das Areal durch den im Rahmen der Städtebauförderung entstandenen klimaresilienten Bürger-Schlosspark. Mit seinen fünf neu geschaffenen Sichtachsen auf das Schloss-Areal bietet er einen attraktiven Ort der Naherholung für alle Generationen. Mehr als 1.500 Bäume und Gewächse wurden gepflanzt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung, Biodiversität und Aufenthaltsqualität im Herzen der Stadt.

"Bobbycar trifft Rollator"


Ebenso beeindruckte die Besucherinnen und Besucher das ehemalige Amtsgericht. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde grundlegend saniert und beherbergt heute sowohl eine Kindertagesstätte als auch eine Tagespflegeeinrichtung. Mit dem bundesweit beachteten Projekt „Bobbycar trifft Rollator“ ist hier ein Ort entstanden, an dem Generationen im Alltag selbstverständlich zusammenkommen. Kinder und Seniorinnen und Senioren begegnen sich regelmäßig, lernen voneinander und gestalten gemeinsame Aktivitäten – ein gelungenes Beispiel dafür, wie bauliche Entwicklung und gesellschaftlicher Mehrwert Hand in Hand gehen können.

„Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet für uns weit mehr als die Sanierung von Gebäuden. Sie schafft Räume für Begegnung, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bewahrt gleichzeitig die Identität unserer Stadt. Es freut mich sehr, dass wir unsere Projekte heute so vielen engagierten Fachleuten vorstellen und unsere Erfahrungen weitergeben konnten. Der Austausch mit anderen Kommunen ist ein wichtiger Baustein, um voneinander zu lernen und gemeinsam gute Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln“, betont Bürgermeister Andreas Weiher.

Während des Rundgangs nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich intensiv mit den Verantwortlichen der Stadt über Planungsprozesse, Fördermöglichkeiten, Bürgerbeteiligung und die praktische Umsetzung der Projekte auszutauschen. (red)

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 833 712
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 833 711
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.Termine