17 Euro Mindestlohn: Gewerkschaft macht Druck für Reinigungskräfte
Freitag, 04.09.2026
von Redaktion Kinzig News
MAIN-KINZIG-KREIS - Mehr Geld für harte Arbeit: 2.050 Reinigungskräfte im Main-Kinzig-Kreis sollen nach dem Willen der Gewerkschaft deutlich mehr verdienen.
Sie sorgen täglich für saubere Büros, Kitas und Klassenzimmer. Jetzt sollen die Reinigungskräfte im Main-Kinzig-Kreis auch finanziell stärker profitieren. Dafür macht sich die IG BAU Hessen-Mitte stark. Die Gewerkschaft fordert einen Lohnaufschlag von 2 Euro pro Stunde.
17 Euro Mindestlohn als Ziel
„Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte, Gernot Sattler, zur aktuellen Tarifforderung seiner Gewerkschaft für das Gebäudereiniger-Handwerk.
Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung würde damit auf 17 Euro pro Stunde steigen. Für Beschäftigte in der Glas- und Fassadenreinigung fordert die IG BAU künftig 20,40 Euro pro Stunde.
86 Betriebe im Main-Kinzig-Kreis
Nach Angaben der Gewerkschaft sind im Main-Kinzig-Kreis rund 2.050 Menschen in 86 Reinigungsbetrieben beschäftigt.
„Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen. Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen“, so Gernot Sattler.
Die Tarifverhandlungen sollen nach Angaben der IG BAU in Kürze beginnen.