"Wie lassen niemanden allein ..."

Drüsenameisen-Befall in Meerholz: Stadt Gelnhausen bittet am Montag zum Infoabend

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ordnungsamt und Betriebshof bei einer Testvorführung eines Heißwasser- und Heißschaumverfahrens. - Foto: Stadt Gelnhausen


Donnerstag, 10.09.2026

GELNHAUSEN - Nach dem Auftreten der Großen Drüsenameise im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz testet das Bauamt derzeit diverse Verfahren, um die Tiere zu bekämpfen (KINZIG.NEWS berichtete).

Welche Schritte die Stadt Gelnhausen bislang unternommen hat, wie es weitergeht und was betroffene Anwohner selbst tun können, steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Infoveranstaltung, zu der interessierte Bürgerinnen und Bürger für Montagabend, 14. September, um 19 Uhr in die Sport- und Kulturhalle Meerholz eingeladen sind.

Ameisenexperte stellt Gutachten vor


In der Veranstaltung stellt Diplom-Biologe Dr. Martin Felke, Leiter des Instituts für Schädlingskunde in Reinheim, die Ergebnisse eines Fachgutachtens vor, das sein Institut im Auftrag der Stadt für das betroffene Gebiet in Meerholz erarbeitet hat. Dabei geht es unter anderem um die genaue Bestimmung des befallenen Bereichs. Der Ameisenexperte informiert auch über die Lebensweise und das Schadpotenzial der Insektenart und erläutert mögliche Bekämpfungsstrategien.

Als zweiter Gastredner spricht Frank Herzog, Leiter Innovation und Technik bei den Stadtwerken Offenbach, über die in Offenbach gemachten Erfahrungen mit dem Heißwasserverfahren. Auch die Stadt Gelnhausen setzt auf die Heißwassermethode, um Gefahren für spielende Kinder, Tiere und die Umwelt im betroffenen Bereich zu minimieren, der sich zudem in einem Wasserschutzgebiet befindet.

Wie geht es weiter?


Bürgermeister Christian Litzinger stellt in der Veranstaltung das geplante weitere Vorgehen der Stadt zur Bekämpfung der Ameisenart vor. Nach den Vorträgen haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten. Zudem besteht die Möglichkeit, mit dem städtischen Umweltbeauftragten und Vertretern des Bauamts ins Gespräch zu kommen.

"Wir lassen niemanden allein ..."


„Ich freue mich auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern und die Berichte der Fachleute. Wir lassen niemanden im betroffenen Bereich mit diesem Problem allein“, sagt Bürgermeister Christian Litzinger. „Klar ist, dass die Bekämpfung der Insektenart für uns alle ein Lernprozess ist, der einen langen Atem erfordert. Diesen Weg wollen wir gemeinsam und transparent mit allen Beteiligten beschreiten. Der Informationsabend ist ein wichtiger Schritt dabei, dem noch viele weitere folgen werden.“

Der Infoabend am Montag, 14. September, beginnt um 19 Uhr in der Sport- und Kulturhalle Meerholz. (red)

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