Malaria-Todesfall nahe Flughafen Frankfurt sorgt für neue Sorgen
Freitag, 18.09.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Die Sorge vor weiteren Malaria-Fällen in Frankfurt wächst: Einer von zwei Menschen, die sich zuletzt mit der gefährlichen Tropenkrankheit infiziert hatten, ist gestorben. Das bestätigte die Stadt am Donnerstag.
Gesundheitsamt empfiehlt konsequenten Mückenschutz
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um eine Person aus dem Stadtteil Schwanheim, der direkt an den Frankfurter Flughafen grenzt. Experten gehen davon aus, dass die Infektion durch eine sogenannte Flughafen-Malaria ausgelöst wurde. Dabei gelangen infizierte Mücken mit Flugzeugen nach Deutschland und übertragen die Krankheit anschließend vor Ort.
Das Gesundheitsamt hatte bereits zuvor vor der Gefahr gewarnt und ruft die Bevölkerung zu verstärktem Mückenschutz auf. Empfohlen werden Mückensprays, lange Kleidung sowie Fliegengitter an Fenstern und Türen.
Infizierte lebten in direkter Nähe des Flughafens
Zugleich betonen die Behörden, dass das Risiko für die Allgemeinheit weiterhin sehr gering sei. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland seien für eine dauerhafte Verbreitung von Malaria-Erregern und deren Überträgermücken ungünstig.
Erst Anfang der Woche waren die beiden neuen Malaria-Fälle in Schwanheim bekannt geworden. Beide Erkrankten hatten weder Reisen in Malaria-Gebiete unternommen noch am Flughafen gearbeitet. Deshalb vermuten die Fachleute, dass eine infizierte Mücke per Flugzeug nach Frankfurt gelangt ist.
Zusammenhang mit früheren Fällen wird geprüft
Bereits im Sommer waren sechs Beschäftigte des Flughafens an der seltenen Flughafen-Malaria erkrankt. Zwei von ihnen überlebten die Infektion nicht. Ob die aktuellen Fälle mit den früheren Erkrankungen zusammenhängen, wird derzeit untersucht.
Das Gesundheitsamt hat sein Mücken-Monitoring inzwischen auf Schwanheim ausgeweitet und appelliert auch an Ärzte, bei entsprechenden Symptomen an eine mögliche Flughafen-Malaria zu denken. Die Krankheit gilt als lebensbedrohlich und kann insbesondere bei Risikopatienten schwere Komplikationen bis hin zum Tod verursachen.