Prävention an Büdinger Schulen

Polizei und Verkehrswacht bringen Achtklässlern sicheres E-Scooter-Fahren bei

Achtklässler üben mit Polizei und Verkehrswacht den richtigen Umgang mit E-Scootern. - Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen


Sonntag, 20.09.2026
von Redaktion Kinzig News

BUEDINGEN - Aufsteigen, Gas geben und losdüsen: E-Scooter gehören längst zum Straßenbild und sind gerade bei Jugendlichen extrem beliebt. Doch die Bequemlichkeit birgt enorme Risiken, wie die rasant steigenden Unfallzahlen in Mittelhessen beweisen: von 95 Crashs im Jahr 2024 auf 157 im Jahr 2025. 

Der tragische Tod eines erst zwölfjährigen Kindes in Limeshain Ende August sitzt allen noch tief in den Knochen. Um Unfälle zu verhindern und mit Mythen aufzuräumen, rückten der Büdinger „Schutzmann vor Ort“, Polizeioberkommissar Christian Gerhardt, und die Verkehrswacht Wetteraukreis an zwei Schulen an.

Vollbremsung und Simulator-Test für 250 Jugendliche

Am Wolfgang-Ernst-Gymnasium sowie an der Schule am Dohlberg durchliefen insgesamt neun 8. Klassen ein intensives Sicherheitstraining. Neben knallharten Regeln – Mindestalter 14 Jahre, striktes Gehweg- und Handyverbot sowie Zulassung nur für eine Person – ging es vor allem in die Praxis: In Parcours trainierten die rund 250 Jugendlichen Ausweichmanöver und Gefahrenbremsungen. 

Ein computergestützter Fahrsimulator stellte die Reaktionsschnelligkeit bei plötzlichen Hindernissen auf die Probe. Statt Verboten setzten Polizei und Verkehrswacht auf Fahrpraxis und Risikobewusstsein, das die Schüler nun auch an Freunde und Eltern weitertragen sollen.

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