Lkw-Fahrer (38) nach schwerem Crash im Führerhaus eingeklemmt: Für ihn kam jede Hilfe zu spät
Dienstag, 22.09.2026
ALTENSTADT / HAMMERSBACH - Ein 38 Jahre alter Lkw-Fahrer ist am Montagnachmittag auf der Autobahn 45 zwischen Altenstadt und Hammersbach tödlich verunglückt ...
Der Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen, so die ersten Informationen der Polizei, war gegen 16.20 Uhr in Richtung Hanau unterwegs, als er mit seinem Sattelzug aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abkam.
Lkw stürzt Böschung hinab
"Zeugen beobachteten, wie der Sattelzug offenbar noch einmal ruckartig nach links gelenkt wurde. Der Versuch, das schwere Fahrzeug dadurch zurück auf die Fahrbahn zu bringen, blieb erfolglos. Der Lastwagen durchbrach die äußere Leitplanke und stürzte die Böschung hinab. Zugmaschine und Auflieger überschlugen sich und kamen schließlich kopfüber in dem abschüssigen Gelände zum Liegen", teilt die Polizei mit.
Für die kurz darauf eintreffenden Rettungskräfte bot sich eine schwierige Lage. Das Führerhaus der Zugmaschine war durch den Aufprall stark eingedrückt, gleichzeitig lag der gesamte Sattelzug so ungünstig in der Böschung, dass die Einsatzkräfte zunächst nicht zum Fahrer vordringen konnten.
Für den Brummi-Fahrer kam jede Hilfe zu spät
Die Feuerwehr konnte das Wrack zwischenzeitlich leicht anheben, um Zugang zum Führerhaus zu schaffen. Doch erst mit Hilfe eines zusätzlich angeforderten Autokrans gelang es rund zwei Stunden nach der ersten Meldung, die Zugmaschine so weit anzuheben, dass der Fahrer erreicht werden konnte. Für den 38-Jährigen kam zu diesem Zeitpunkt allerdings jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.
"Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Hinweise auf eine Beteiligung anderer Fahrzeuge liegen nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor. Ein beauftragter Gutachter soll nun gemeinsam mit der Polizei den Unfallhergang rekonstruieren und dabei insbesondere klären, warum der 38-Jährige mit seinem Sattelzug von der Fahrbahn abkam", heißt es aus dem Polizeipräsidium Südosthessen.
Der entstandene Sachschaden wird nach vorläufigen Schätzungen auf etwa 250.000 Euro beziffert. Die Polizei sucht weitere Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Fahrverhalten des Sattelzugs vor dem Unfall machen können. Hinweise nimmt die Polizeiautobahnstation Südosthessen unter 06181/9010-0 entgegen. (red)