Wildunfälle in den letzten 24 Stunden auch im MKK: Polizei weist auf Gefahren hin
Mittwoch, 23.09.2026
MAIN-KINZIG-KREIS / OFFENBACH - Nach mehreren Unfällen in den letzten 24 Stunden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen, bei denen es glücklicherweise bei Blechschäden blieb, weist die Polizei auf die erhöhte Wildunfallgefahr hin.
Die Unfälle ereigneten sich zu folgenden Zeiten an diesen Örtlichkeiten:
Main-Kinzig-Kreis
- Steinau an der Straße: Dienstagabend, gegen 23.15 Uhr, Landesstraße 3179, 500 Euro Sachschaden, Reh verendet.
- Wächtersbach: Dienstagmorgen, gegen 3.40 Uhr, Brachttalstraße, 2.000 Euro Sachschaden, Waschbär verletzt, Jagdpächter informiert.
Landkreis Offenbach
- Langen: Dienstagabend, gegen 21.15 Uhr, Bundesstraße 486, 3.000 Euro Sachschaden, Kollision mit Rehwild, Jagdpächter informiert.
- Offenbach: Dienstagmorgen, gegen 3.20 Uhr, Bundesstraße 448, Zusammenstoß mit kreuzendem Reh, Tier verendet.
Verhalten im Zusammenhang mit Wildwechsel
"Bekannte Streckenabschnitte, an denen häufig Wildwechsel stattfindet, sind in der Regel mit Geschwindigkeitsbegrenzungen oder mit dem Verkehrszeichen 'Wildwechsel' ausgeschildert. Die Polizei führt in diesen Bereichen auch immer wieder Verkehrskontrollen sowie Geschwindigkeitsmessungen durch, da sich Fahrzeugführer oftmals nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der wöchentlich vom Polizeipräsidium Südosthessen veröffentlichten Blitzermeldung werden Gefahrenstrecken entsprechend erwähnt. Die Polizei empfiehlt auf den gekennzeichneten Wildwechselstrecken besonders achtsam und langsam zu fahren - schließlich reagieren Tiere nicht wie Verkehrsteilnehmer", teilt das Polizeipräsidium Südosthessen mit.
"Umgehend die Polizei informieren"
"Wenn Wildtiere sich im Bereich der Fahrbahn aufhalten oder die Straße plötzlich queren, sollte man auf jeden Fall abbremsen, hupen und das Licht am Fahrzeug abblenden - sofern dies möglich ist. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und möglichst die Fahrspur gehalten werden", erläutert die Polizei.
In der Regel seien die Gefahren für den Verkehrsteilnehmer selbst und den Gegenverkehr bei Ausweichmanövern höher als der Zusammenstoß selbst: "Sollte es dennoch zum Unfall gekommen sein, sichern Sie die Unfallstelle ab und verständigen Sie umgehend die Polizei. Bei einem Unfall informiert die eingesetzte Polizeistreife grundsätzlich den zuständigen Jagdpächter, der sich dann um das verletzte oder gar verendete Wild kümmert." (red)