Läpper mit Loyalität: Detlef Kniss feiert (fast) einzigartiges Berufsjubiläum
Montag, 28.09.2026
NIDDERAU - Beim „Heiteren Beruferaten“ mit Robert Lemke hätte sich das „Schweinderl“ sicherlich im rasanten Tempo gefüllt: Läpper! Läpper? Was ist ein Läpper? Detlef Kniss ist ein Läpper.
Bei der Perrin GmbH in Heldenbergen bearbeitet der gelernte Dreher aus Eichen Kugelhähne – im Läppverfahren. Und das seit 55 Jahren. Perrin-Geschäftsführer Oliver Bertram und Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär gratulierten dem 70-Jährigen zu einem fast einzigartigen Betriebsjubiläum.
"Diese Loyalität ist beeindruckend"
„Sein Fachwissen, seine Erfahrung und seine Kenntnisse rund um die Herstellung von Kugelhähnen machen ihn zu einem wertvollen Teil des Unternehmens – ein echter Unternehmensschatz“, sagte Bertram. „55 Jahre. Mehr als ein ganzes Berufsleben in einem Unternehmen. Diese Loyalität ist beeindruckend“, befand Bär.
1971 begann Detlef Kniss seine berufliche Laufbahn bei der Perrin GmbH. Mit 63 ging er in Rente. Auf seine Erfahrung und Zuverlässigkeit wollte Perrin aber nicht verzichten. Zunächst an drei Tagen die Woche, schließlich wieder in einer Fünf-Tage-Woche - von morgens um 4.30 Uhr bis mittags um 13 Uhr.
"Irgendwann ist der Akku leer ..."
Ende des Jahres soll definitiv Schluss sein. „Irgendwann ist der Akku leer.“ Dann will er mehr Zeit für Haus und Garten haben. „Mir wird schon was einfallen, damit mir nicht langweilig wird“, sagt Kniss.
Und was macht ein Läpper? Es handelt sich um ein Schleifverfahren, bei dem mittels einer mit Korn versehenen Paste oder Flüssigkeit von einem Werkstück überschüssiges Material auf mechanischem Weg abgetrennt wird. Detlef Kniss ist einer von rund 100 Mitarbeitern am Standort Heldenbergen, die dafür sorgen, dass Kugelhähne der Perrin GmbH absolut dicht sind. (red)