Nach wilder Flucht vor der Polizei: Warum ein Kassenbon die Ermittler auf die entscheidende Spur bringt
Mittwoch, 30.09.2026
HANAU - Ein flüchtiger Kleinkraftradfahrer, eine wilde Verfolgungsfahrt und ein kleiner Zettel, der den Ermittlern letztlich den entscheidenden Hinweis lieferte: Am Dienstagnachmittag beschäftigte ein 39-jähriger Hanauer die Polizei, nachdem er vor einer Überprüfung geflüchtet war.
Kurz vor 16 Uhr fiel einer Streife des Polizeireviers Hanau im Alten Rückinger Weg ein Kleinkraftrad auf, dessen Fahrer kontrolliert werden sollte. Als der Mann das Wendemanöver des Streifenwagens bemerkte, beschleunigte er umgehend und setzte seine Fahrt trotz optischer Anhaltezeichen fort.
Wilde Flucht vor der Polizei
Die Beamten nahmen unter Einsatz von Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung auf. Über die Büdinger Straße fuhr der Fahrer auf den Kinzigdamm und nutzte dort den Fußweg. Mehrfach mussten Fußgänger augenscheinlich beiseitetreten, um dem Kleinkraftrad die Durchfahrt zu ermöglichen. Der Fahrer setzte seine Flucht über eine Fußgängerbrücke fort und konnte sich zunächst dem Zugriff der Gesetzeshüter entziehen. Dass sie ihn dabei allerdings deutlich erkennen konnten, sollte später noch von Vorteil sein.
Kassenbon bringt Ermittler auf entscheidende Spur
Im Zuge der anschließenden Fahndung wurde das Kleinkraftrad kurz darauf an der Halteranschrift in Hanau-Steinheim aufgefunden. Bei den weiteren Ermittlungen stießen die Beamten auf einen Kassenbon, der zunächst unauffällig erschien, sich dann aber als ausgesprochen hilfreich herausstellen sollte.
Die Adresse auf dem Beleg führte zu einem Geschäft unweit des Alten Rückinger Weges. Dort war er unmittelbar vor dem Geschehen ausgestellt worden. Die Ermittler werteten daraufhin die vorhandenen Videoaufzeichnungen in dem Laden aus. Das führte schließlich zur zweifelsfreien Identifizierung des 39-Jährigen, gegen den nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt wird.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen und insbesondere auch Personen, die durch die Fahrweise des Kleinkraftradfahrers möglicherweise gefährdet wurden, sich beim Polizeirevier Hanau zu melden (06181/100-120). (red)