Von Regenschirmen und mehr als 100 gespielten Musiktiteln: hr1-Dancefloor begeistert
Montag, 05.10.2026
BAD ORB - ABBA, ja, damit konnten sie sich gut anfreunden, die fünf schon etwas betagteren Frauen aus Nierstein in Rheinland-Pfalz, die ihren Aufenthalt in Bad Orb unlängst mit 800 anderen Gästen nutzten, um den hr1-Dancefloor im Gartensaal der Bad Orber Konzerthalle aufzusuchen.
„Die besten tanzbaren Hits aus fünf Jahrzehnten und den Soundtrack zum ausgelassenen Feiern“, hatten der Hessische Rundfunk und die Bad Orb Kur GmbH als Veranstalterin versprochen und damit zum siebten Mal den Nerv ihrer Gäste – wie gewohnt vorwiegend zwischen 40 und 70 Jahren – getroffen. 109 Musiktitel lagen zwischen dem Veranstaltungsbeginn um 20 Uhr und dem Ende nach 2 Uhr in der Nacht, als sich immerhin noch knapp 30 Feierwütige auf der und um die Tanzfläche bewegten.
Farbig angeleuchtete Regenschirme
Rund 250 Musikwünsche kamen dank der ausgelegten Wunschkarten zu DJ Peter Baur, der mit Level 42s „Running in the family“ startete und altgewohnt mit „Angels“ von Robbie Williams aufhörte. Altgewohnt und trotzdem doch wieder neu gestaltete sich das sorgfältig arrangierte Setting im Gartensaal mit Stehtischen, Strandstühlen, Sitzgruppen, Bierzeltgarnituren, Nebelmaschinen, bunten Lichtern. Neu hinzugekommen waren dank der originellen Idee und Umsetzung durch Techniker Jens Kordt die farbig angeleuchteten Regenschirme, von denen 24 an der Decke angebracht und acht weitere als Dekoration auf dem Boden in den Zwischenräumen verteilt wurden.
Weil es zu kurzfristigen Krankheitsfällen kam, fehlte die beliebte Fotobox. Doch an Selfies und Erinnerungsfotos gab es dennoch keinen Mangel: Wenn sich vor dem großen, beleuchteten hr1-RollUp Gäste sammelten, war schnell ein Mitglied des Serviceteams oder der Security zur Stelle, um auf den Auslöser zu drücken.
Entspannte, friedliche Party

So hatte das Sicherheitspersonal wenigstens ein bisschen was zu tun, denn dessen Anwesenheit war ausschließlich behördlichen Auflagen geschuldet. Der Dancefloor präsentierte sich wie schon an den vorangegangenen Veranstaltungsabenden als entspannte, friedliche Party, als bewegter Safespace und Treffpunkt. Und als Ort für (mindestens) eine Geburtstagsparty, die Andrea sowohl vor als auch nach Mitternacht nutzte, um sich ihren Lieblingssong von Robbie Williams zu wünschen. Was den Moderator scherzen ließ, dass sie wohl gleich zweimal Geburtstag haben müsse – das ihr gewidmete „Happy birthday“ ließ er dennoch zweimal durch die Boxen schallen.
Andrea folgte wohl dem Rat „Nimm zwei“, den Charlotte und Lorena auf ihren T-Shirts prangen hatten. Die beiden jungen Frauen nutzten die übermütige Stimmung, um in rollbaren Gitterboxen, auf Bierkästen tanzend, eine ganz persönliche Version von Party zu feiern, während sie lachend und singend durch das jubelnde, lachende und fotografierende Publikum geschoben wurden.
Tanzen, wie es mir in den Sinn kommt
Gesungen wurde ohnehin stundenlang, seien es die meistgewünschten Titel „Fantasy girl“ von Johnny O oder „Don´t stop believin´“ von Journey. Zu Ersterem hatten manche sogar die typische Choreografie drauf, für viele allerdings hieß es einfach: Tanzen, wie es mir in den Sinn kommt. Dazu einen „Curcumber Gin Cooler“ mit Gin, Gurke, Limette, Minze und Tonic oder einen „Limoncello Garden“ mit Limoncello, Rosmarin und Pink Grapefruit – beides gerne auch in der alkoholfreien Variante, die Danyel Monego mit seinem Team von der wunderBAR-Eventgastronomie vorbereitet hatte. Ein paar entspannte Stunden mit Freunden halt – den nächsten Termin am 28. November schon mal gesprächehalber festklopfend.
Vielleicht gibt es dann auch ein Wiedersehen mit den fünf Frauen aus Nierstein, die am Folgetag dringend die Hilfe von Veranstaltungsleiter Christian Edel brauchten: Eine Strickjacke war im Eifer des Tanzes verlustig gegangen, wurde aber vom Putzteam nicht gefunden. Gut, dass sich ein Techniker erinnerte, eine solche am Zaun des Kurparkeingangs gesehen zu haben. Für Edel Ehrensache, den Damen den Weg zu zeigen. So beglückt wie sie waren, kommen sie bestimmt gerne wieder. (red)