Vor heimischem Publikum nachlegen: TV Gelnhausen ist heiß auf Aufsteiger Vallendar
Donnerstag, 22.10.2026
GELNHAUSEN - Nach dem emotionalen Topspiel gegen die HSG Krefeld Niederrhein (30:30) wartet auf den TV Gelnhausen bereits die nächste Aufgabe vor heimischem Publikum ...
Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Barbarossastädter am neunten Spieltag der 3. Liga Süd-West den HV Vallendar in der Rudi-Lechleidner-Halle. Während der TVG mit 14:2 Punkten weiterhin ungeschlagen auf Rang zwei steht, reist der Aufsteiger mit 2:14 Punkten als Tabellenletzter nach Gelnhausen.
Nicht von den Tabellenrängen täuschen lassen
Die Rollen scheinen damit auf den ersten Blick klar verteilt. Doch TVG-Trainer Patrick Beer warnt davor, sich von der Tabelle täuschen zu lassen. „Vallendar ist eine Mannschaft, die als Aufsteiger neu in der Liga ist und sich sicherlich noch ein Stück weit finden muss. Insgesamt hatten sie aber schon ein ordentliches Auftaktprogramm.“
Tatsächlich traf Vallendar in den ersten Wochen bereits auf mehrere Schwergewichte der Süd-West-Staffel. Mit Saase3 Leutershausen (26:36), der HSG Krefeld Niederrhein (25:38) und zuletzt der HG Saarlouis (27:38) standen die meisten Spitzenmannschaften bereits auf dem Spielplan. Lediglich gegen den Mitaufsteiger TSV Bayer Dormagen II gelang bisher ein Sieg (34:33). Die bisherigen Ergebnisse sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Aufsteiger gefährlich werden kann. In Gelnhausen will Vallendar nun alles daran setzen, den zweiten Saisonsieg einzufahren.
Gegner verfügt über wurfstarke Optionen
Für den Klub vom Rhein ist die aktuelle Saison die Rückkehr auf die Drittliga-Bühne nach 15 Jahren. Als Meister der Regionalliga Südwest gelang im Sommer der Aufstieg. An der Seitenlinie steht Veit Waldgenbach, dessen Söhne Torben und Jan ebenfalls wichtige Rollen in der Mannschaft einnehmen. Torben Waldgenbach ist mit inzwischen 50 Treffern der erfolgreichste Torschütze des HVV und gehört ebenso wie sein Bruder Jan zu dem torgefährlichen Rückraum von Vallendar. Auch Neuzugang Maciej Marszalek sorgt aus dem Rückraum für zusätzliche Wurfkraft. Auf den Außenpositionen verfügt Vallendar mit Joshua Reuland und Kalani Schmidt ebenfalls über wurfstarke Optionen.
Taktisch erwartet den TVG zudem eine besondere Herausforderung. „Was man auf keinen Fall unterschätzen darf, ist ihr gutes Sieben-gegen-sechs, das sie regelmäßig einsetzen. Darauf werden wir uns entsprechend vorbereiten müssen“, sagt Beer. Gerade diese Angriffsvariante kann eine Abwehr über längere Phasen vor besondere Aufgaben stellen.
Vor heimischem Publikum nachlegen
Der TVG selbst geht mit reichlich Rückenwind in die Partie. Beim 30:30 (11:15) gegen Tabellenführer Krefeld holten die Barbarossastädter am vergangenen Sonntag nach einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand noch einen Punkt und bleiben damit auch nach acht Spieltagen ungeschlagen. Die spektakuläre Aufholjagd und die enorme Unterstützung von den Rängen sorgten für einen besonderen Handballabend in der Hölle Süd.
Personell bleibt die Situation allerdings angespannt. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme), Benjamin Wörner (leichte Handverletzung) und Finn Trinczek (leichte Fußverletzung) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. (red)