Geldsorgen in Hessen

So blicken die Menschen auf ihre finanzielle Zukunft

Wie steht es um die Finanzen der Menschen in Hessen - Symbolbild: pixabay


Sonntag, 01.11.2026
von Redaktion Kinzig News

HANAU - Wie sicher fühlen sich die Menschen in Hessen finanziell? Eine neue Studie liefert überraschende Einblicke: Während sich 39 Prozent gut oder sehr gut aufgestellt sehen, blickt fast jeder Vierte eher pessimistisch auf die eigene finanzielle Lage. Besonders die junge Generation überrascht dagegen mit großem Optimismus. Auch beim Thema Immobilien und Altersvorsorge zeigen sich interessante Trends.

Geld, Sicherheit und Zukunftsängste: Wie steht es um die Finanzen der Menschen in Hessen? Das sogenannte Vermögensbarometer 2026 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zeigt, wie die Menschen sparen, investieren und für das Alter vorsorgen.

Das Ergebnis: Die finanzielle Situation wird durchaus unterschiedlich bewertet. 39 Prozent der Befragten in Hessen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut ein. 23 Prozent beurteilen sie dagegen als eher schlecht oder schlecht.

Junge Menschen blicken überraschend optimistisch in die Zukunft

Besonders auffällig ist die Zuversicht der jüngeren Generation. Bundesweit erwarten zwei Drittel der unter 30-Jährigen, dass sich ihre finanzielle Situation innerhalb der kommenden zwei Jahre verbessern wird.

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten beschäftigen sich viele junge Menschen frühzeitig mit dem eigenen Vermögensaufbau. Neben klassischem Sparen gewinnen dabei auch Aktien und ETFs zunehmend an Bedeutung.

Guido Braun, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, sieht darin eine positive Entwicklung. Entscheidend sei, sich früh mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und langfristig zu planen.

Frauen und Männer: Große Unterschiede beim Wertpapiersparen

Interessante Unterschiede zeigt die Studie auch beim Thema Geldanlage: In Hessen haben 76 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer bereits einmal Wertpapiere besessen, besitzen aktuell aber keine mehr.

Langfristige Anlageformen wie Aktien und ETFs rücken dennoch stärker in den Fokus. Sie können eine Möglichkeit sein, über einen längeren Zeitraum Vermögen aufzubauen.

Eigenheim bleibt ein großer Wunsch

Auch der Traum von den eigenen vier Wänden ist in Hessen weiterhin präsent. Vor allem als Altersvorsorge spielt Wohneigentum für viele Menschen eine wichtige Rolle.

Laut Vermögensbarometer planen neun Prozent der 20- bis 50-Jährigen in Hessen, eine Immobilie zu bauen. Weitere 20 Prozent wollen eine Bestandsimmobilie erwerben.

Wer im Alter mietfrei wohnt, kann seine monatlichen Ausgaben reduzieren und sich dadurch zusätzliche finanzielle Sicherheit schaffen.

Altersvorsorge: Aktien und ETFs werden wichtiger

Auch die finanzielle Absicherung im Alter beschäftigt viele Menschen. Eine klare Mehrheit hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen oder plant, sich um die eigene Altersvorsorge zu kümmern.

Neben klassischen Vorsorgeformen gewinnen Aktien und ETFs an Bedeutung. Zusätzliche Möglichkeiten soll das geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot bieten, das ab 2027 neue Anreize für die kapitalmarktbasierte Altersvorsorge schaffen soll.

So wurde die Studie durchgeführt

Das Vermögensbarometer wird seit 2005 jährlich erhoben. Für die aktuelle Ausgabe befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zwischen dem 23. Juni und dem 14. Juli 2026 bundesweit mehr als 4800 Menschen ab 16 Jahren online. Aus jedem Bundesland nahmen mindestens 300 Personen teil.

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