FRANKFURT AM MAIN / BERLIN

Bleibt die IAA in Frankfurt? - Drei Standorte kommen in die Auswahl

Der Messestandort Frankfurt am Main möchte die IAA behalten - Archivbilder (3): Hans-Hubertus Braune

Mittwoch, 29.01.2020
von HANS-HUBERTUS BRAUNE

Bleibt die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) am Messestandort Frankfurt am Main? Zumindest eine Vorentscheidung wird am heutigen Mittwochnachmittag vom Verband der Automobilindustrie präsentiert. Neben Frankfurt wollen sechs weitere Städte die bedeutende Automesse in ihre Stadt holen. Mit drei Standorten will die VDA in engere Verhandlungen treten.

Neben der Main-Metropole bewerben sich Berlin, Hamburg, Köln, Hannover, Stuttgart und München - allesamt wichtige und einflussreiche Städte. Sie durften sich ebenso wie Frankfurt in einer Präsentation vorstellen.

Die Delegation aus Frankfurt am Main vor der Präsentation in Berlin

Die Delegation aus Frankfurt am Main vor der Präsentation in Berlin - Fotos (2): Atelier Markgraph

Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank hat hierfür eigens ein Kompetenzteam kurzfristig zusammengestellt, um ein überzeugendes Konzept für die IAA 2021 in der Mainmetropole zu entwickeln und damit in den Wettbewerb um den zukünftigen Austragungsstandort ins Rennen zu gehen.

Frankfurt ist eine Mobilitätsregion

Vor wenigen Tagen war es dann soweit: Der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadtrat Markus Frank, der Messe-Geschäftsführer Uwe Behm und Stefan Weil von der Frankfurter Agentur Atelier Markgraph präsentierten das neue Frankfurter Konzept am Morgen am Hauptsitz des VDA in unmittelbarer Nachbarschaft des Berliner Gendarmenmarktes.

Frankfurt-Rhein-Main präsentierte sich dabei als die zukunftsfähige deutsche Mobilitätsregion. So berichtet die Stadt Frankfurt am Main in einer Pressemitteilungh. Mit knapp sechs Millionen Einwohnern und mehr als 1,1 Millionen Pendlern pro Tag steht das Thema Mobilität dabei ganz oben auf der politischen Agenda. Tarek Al-Wazir betonte in seinen Ausführungen, dass es für das von ihm zu verantwortende Ressort absolute Priorität besitze, Hessen in Sachen Verkehrswende zum Vorreiter zu machen. Dabei ginge es nicht um Absichtserklärungen, sondern vielmehr um eine Vielzahl von bereits umgesetzten Maßnahmen und laufenden Projekten. „Hessen und das Rhein-Main-Gebiet gehören aufgrund ihrer zentralen Lage in Europa zu den verkehrsreichsten Regionen der EU. Daher ist es notwendig, frühzeitig gute Antworten und leistungsfähige Lösungen in Sachen Neue Mobilität präsentieren zu können. Wir haben diese Lösungen im Realbetrieb und möchten sie gemeinsam mit der deutschen Automobilindustrie auf der IAA 2021 der ganzen Welt zeigen“, sagte Tarek Al-Wazir.

Vorstellung IAA-Konzept vor VDA-Auswahlkommission (2): Arbeitstreffen mit (l-r) Markus Frank, Uwe Behm, Tarek Al-Wazir, Peter Feldmann und Stefan Weil
Vorstellung IAA-Konzept vor VDA-Auswahlkommission (2): Arbeitstreffen mit (l-r) Markus Frank, Uwe Behm, Tarek Al-Wazir, Peter Feldmann und Stefan Weil

OB Feldmann: "Klares Signal der Entschlossenheit"

Frankfurts Stadtoberhaupt Peter Feldmann betonte das gemeinschaftliche und teamorientierte Auftreten der Frankfurter Delegation: „Wenn ein christdemokratischer Wirtschaftsdezernent, ein grüner Minister und ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister eng untergehakt in Berlin für Synergien zwischen individueller Automobilität, öffentlichem Nahverkehr, Radverkehr und einen diskursiven Neuanfang bei der IAA werben, ist das ein klares Signal für unsere Entschlossenheit.“ Das Frankfurter Team schlug der Auswahlkommission gemeinsam etwas Besonderes vor: „Wir möchten in der geschichtsträchtigen Frankfurter Paulskirche, der ,Wiege der Deutschen Demokratie‘, in den Dialog mit der Industrie und ihren Kritikern gehen. Es braucht ein gemeinsames und neues Verständnis von Mobilität. Wir werden in den Diskurs mit den Beteiligten gehen und gemeinsam Lösungen für innovative, urbane Mobilitätsszenarien entwickeln, die einen überzeugenden und entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten“, führte Feldmann aus.

Die Frankfurter Messe-Geschäftsführung präsentierte im Anschluss eines der größten und modernsten Messegelände in Europa. Dabei kann die Messe nicht nur auf eine langjährige Erfahrung bei der Ausrichtung der IAA zugreifen, sondern der Jury auch eine „IAA der kurzen Wege“ offerieren. „Die zentrumsnahe Lage des Messegeländes als auch die hervorragende Anbindung wird im Wettbewerb mit den anderen Städten kaum zu toppen sein“, führte Uwe Behm in seinem Angebot aus.

Ob es für das "Finale" reicht? Am Mittwochnachmittag sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. +++

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