FRANKFURT AM MAIN

KOMMENTAR zum IAA-Aus: Ganz nach dem Slogan "Lebbe geht weider"

Die IAA in Frankfurt - Foto: picture alliance / Andreas Arnold/dpa

Donnerstag, 30.01.2020
von HANS-HUBERTUS BRAUNE

Dieses Rennen hat der Messe-Standort Frankfurt am Main gegen die Konkurrenz aus München, Berlin und Hamburg verloren. Die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) will im nächsten Jahr ihr Glück in einer anderen Box - um in der Sprache des Motorsports zu bleiben - versuchen. Ob damit ihre Akzeptanz besser wird? Die Mobilität befindet sich im Wandel. Messehallen voller Autos sind nicht mehr gefragt. Die VDA arbeitet an einem neuen Konzept. Dazu gehört wohl auch der Ortswechsel. Ob dadurch die Klimaschützer vom Protest abgehalten werden können, steht auf einem anderen Blatt. Sie werden demonstrieren. In Berlin vielleicht noch mehr als anderswo.

Die IAA ist für die Rhein-Main-Metropole Geschichte, der Zirkus ist weitergezogen. Zurück bleiben einige Schlaglöcher, die politisch nun erstmal ausgeschlachtet werden. Wer hat mehr Schuld? Die Reifen werden hin- und her gerollt. Sicher ist: Für die Wirtschaft ist der Abgang der IAA ein herber Rückschlag. Auch "nur" 560.000 Besucher lassen viel Geld in der Region. Gerade die Hotels verdienten sich satt mit entsprechenden Messepreisen. Taxifahrer, Friseure, Reinigungsfirmen, Messebauer - sicher auch das "älteste Gewerbe der Welt" - und viele andere Gewerke mehr müssen nun ohne die IAA-Besucher und Aussteller klar kommen. Und sie werden es.

Es gilt, den Blick nach vorne zu richten. Die Rhein-Main-Metropole ist stark genug, ohne die IAA zurecht zu kommen. Jetzt braucht es Ideen und Konzepte der Messemacher. Politische Scharmützel helfen da wenig. Wie sagt die Eintracht-Legende Stepi so treffend: "Lebbe geht weider" - auch ohne die IAA. (Hans-Hubertus Braune) +++

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