FRANKFURT AM MAIN

3:1 gegen RB Leipzig: Filip Kostic schießt die Eintracht ins Viertelfinale

Doppeltorschütze Filip Kostic schoß Eintracht Frankfurt zum Sieg gegen RB Leipzig - Foto: Jonas Wenzel (Yowe)

Mittwoch, 05.02.2020
von FELIX HAGEMANN

Eintracht Frankfurt hat zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen den großen Favoriten RB Leipzig geschlagen und steht durch ein 3:1 im Viertelfinale des DFB-Pokals. Mann des Tages war Filip Kostic, der zwei Tore selbst erzielte und am dritten entscheidend beteiligt war.


Man wolle bloß nicht mit „offenem Visier“ in das zweite Spiel gegen RB Leipzig gehen, sagte Adi Hütter im Vorfeld des Pokal-Achtelfinals, „ansonsten werden wir zerlegt.“ Stattdessen hieß das Zauberwort: Kompaktheit. Defensiv sicher stehen und die sich bietenden Räume besser bespielen als zuletzt beim dürftigen Auftritt in Düsseldorf, lautete die Devise.

Timo Werner zunächst auf der Bank 

Und das gelang der Eintracht in der ersten Hälfte mit Bravour. Wie schon in den vergangenen Spielen setzte Hütter auch im Pokal auf eine Viererkette, die mehr Sicherheit geben sollte und sich bei eigenem Ballbesitz zu einer Dreierkette wandelte. Zu Beginn war es jedoch der Gast, der besser in die Partie kam. Ohne Topstürmer Timo Werner in der Startelf war es Patrik Schick, der nach einem schlimmen Ballverlust von Makoto Hasebe am eigenen Strafraum, die erste dicke Chance der Partie hatte. Er scheiterte jedoch an Kevin Trapp (10.)

Danach kam die Eintracht langsam aber sicher besser ins Spiel. Ihr gelang es nun den letztjährigen Pokalfinalisten vom eigenen Tor fernzuhalten und selbst das ein oder andere Mal gefährlich zu kontern. Vor allem Filip Kostic sorgte auf der linken Seite immer wieder für Gefahr. Aus einer seiner Flanken entstand dann auch das 1:0. Zwar verpasste Andre Silva in der Mitte zunächst, doch Marcel Halstenberg konnte den Ball nur mit Hilfe der Hand aus dem Sechzehner befördern. Nachdem der Videoassistent Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf das Vergehen aufmerksam gemacht hatte, zeigte dieser richtigerweise auf den Punkt. Silva ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum 1:0 für den Außenseiter (17.) "Das war sehr wichtig für uns, dadurch hat sich das Spiel gewandelt. Leipzig musste kommen, das hat uns mehr Räume gegeben", sagte Eintrachts Manager Fredi Bobic nach dem Spiel gegenüber Sport1.

Filip Kostic schnürt Doppelpack 

Kostic belohnte sich dann zu Beginn des zweiten Durchgangs für seine tolle Leistung mit dem 2:0. Wieder spielte die SGE einen Konter blitzsauber aus. Sebastian Rode schickte Kostic auf die Reise, der alleine aufs Leipziger Tor zulief und trocken ins lange Eck traf (52.).

Und Leipzig? Der Tabellenzweite war geschockt und hatte im Anschluss große Probleme wieder ins Spiel zu finden. Aus dem Nichts fiel dann jedoch der Anschlusstreffer durch Neuzugang Dani Olmo (68.), der Leipzig wieder zurück in die Partie brachte. Danach fand das Spiel fast nur noch in der Hälfte der Eintracht statt. Leipzig drückte und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Doch sowohl Nkunku als auch Olmo vergaben. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab jedoch Timo Werner, der eine flache Hereingabe aus kurzer Distanz am Tor vorbeischob.


In der Nachspielzeit wiederholte sich dann das Geschehen aus der Bundesligabegegnung. Wie vor zehn Tagen machte Filip Kostic mit seinem zweiten Treffer kurz vor Abpfiff alles klar. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir mit viel Leidenschaft gespielt haben und ihnen wenig Möglichkeiten gegeben haben", sagte Adi Hütter. Sein Plan ging voll auf. +++