REGION

Heinz Lotz (SPD): "Auch in Hessen und im Main-Kinzig-Kreis brauchen wir eine deutlichere Abgrenzung der FDP zur AfD"

SPD-Landtagsabgeordneter Heinz Lotz findet klare Worte zur Thüringen-Wahl. - Foto: SPD Hessen

Donnerstag, 06.02.2020

Der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz sieht Parallelen zwischen der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen und dem Verhalten der FDP im Hessischen Landtag. Aber er kritisiert auch die FDP im Main-Kinzig-Kreis mit gewohnt deutlichen Worten.

„Die FDP im Hessischen Landtag ist die einzige Partei, die für einen AfD Landtagsvizepräsidenten gestimmt hat. Meinetwegen soll in beiden Landtagen jeder wählen, was er will, ich persönlich jedoch kann nicht mit ruhigem Gewissen einen AfD-Kandidaten wählen oder durch Stimmen von Rechtsextremen in ein Amt kommen. Dabei hätten sechs Wörter im Thüringer Landtag gereicht, um ein klares Signal gegen Rechtsextremismus zu setzen: ‚Ich nehme die Wahl nicht an!‘. Einfacher geht es kaum“, ärgert sich Heinz Lotz.

Aber auch im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises gäbe es Bünde zwischen AfD und FDP. „Ob sie beabsichtigt oder unbeabsichtigt sind, ist mir egal. Die beiden Parteien sind sich nicht zu schade, sich mit ihren Stimmen gemeinsam bei Anträgen zu unterstützen. Auch dann nicht, wenn die Initiativen keine Aussicht auf Erfolg haben, etwa wenn es um die Windkraft geht. Die FDP im Kreis hat gute Leute. Ich wünsche mir von ihnen eine deutlichere Abgrenzung. Die Geschichte hat uns gelehrt, wer heute mit den Rechtsextremen paktiert, wacht morgen in einem totalitären Staat auf. Es ist unsere Aufgabe, klare Kante gegen Rechts zu zeigen und derartige Dammbrüche in unseren Parlamenten zu verhindern“, sagte Heinz Lotz. (pm) +++