GELNHAUSEN

Weiterhin brisante Lage des TV Gelnhausen erfordert eine Steigerung

3. Liga Mitte Männer: SC DHfK Leipzig II – TV Gelnhausen (Sa., 18 Uhr). - Foto: Gelnhäuser Neue Zeitung


Freitag, 07.02.2020

Die Lage des TV Gelnhausen in der 3. Liga bleibt weiter brisant: Der Vorsprung der Barbarossastädter auf den ersten Abstiegsrang beträgt gerade einmal vier Punkte. Die junge Mannschaft aus der Barbarossastadt muss also weiterhin den Blick nach unten richten, weil es ihr an der not­wendigen Leistungskonstanz mangelt. Vor diesem Hintergrund kommt dem jetzt anstehenden Auswärtsmatch bei der zweiten Mannschaft des Bundesligisten SC DHfK Leipzig (18 Uhr, Sporthalle der Sportoberschule) aus Gelnhäuser Sicht eine große Bedeutung zu.

Die jüngsten beiden TVG-Auftritte glichen einer Achterbahnfahrt: Zunächst bestaunten die Fans aus dem Kinzigtal den grandiosen Auftritt ihrer Lieblinge gegen den Aufstiegsaspiranten SG Leutershausen, der in einen Überraschungssieg mündete. Nur eine Woche später mussten sie mit einiger Verwunderung die Heimpleite gegen den im Vergleich zu Leutershausen vermeintlich schwächeren Gegner aus Großsachsen zur Kenntnis nehmen. 

TVG-Chefcoach Matthias Geiger kommentiert diesen Verlauf so: „Ich sage es ja schon seit Wochen und Monaten, dass wir uns mehr Stabilität und Kontinuität erarbeiten müssen. Es geht darum, dass wir diese leistungsmäßigen Ausreißer sowohl nach oben als auch nach unten feststellen, was für eine junge Mannschaft, wie wir sie haben, auch relativ normal ist. Wir streben danach, unser Standardniveau nach oben zu schrauben, und dafür brauchen wir die nötige Ruhe und Geduld.“ In seinem Team befänden sich nun einmal viele hoch veranlagte junge Spieler, die Erfahrungen generieren müssten. Dies sei ein Prozess, der mittel- bis langfristig auf jeden Fall Früchte tragen werde.

Auch Spielmacher Jonathan Malolepszy schlägt in die gleiche Kerbe: „Es ist natürlich von außen betrachtet schwer zu verstehen, dass wir zu Hause die Spitzenteams schlagen und dann wieder negative Überraschungen produzieren. Aber wir befinden uns in einem Lernprozess, den wir konstruktiv und zielgerichtet angehen. Wir wollen uns immer verbessern!“

Von purer Abstiegsangst ist im Gelnhäuser Lager jedenfalls nichts zu spüren, allenfalls der Respekt vor der tabellarischen Lage und die daraus resultierende Konzentration auf die jeweils nächste Aufgabe ist bei den Barbarossastädtern greifbar. Wobei es beim Thema Abstiegskonstellation zwar nicht mehr um die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II geht, deren Rückzugs­gedanken vom Tisch sind, dafür aber sehr wohl um die Lage bei der insolventen SG Nußloch. Momentan machen Gerüchte die Runde, dass der Klub von Ex-Weltmeister Christian Zeitz möglicherweise gar nicht mehr in der Lage ist, die Saison zu Ende zu spielen, geschweige denn die wirtschaftlichen Kriterien für ein Drittliga-Startrecht in der kommenden Runde zu erfüllen. (GNZ) +++

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