REGION

Thüringenwahl sorgt für Unmut zwischen Parteien im Main-Kinzig-Kreis

Foto: FPD Main-Kinzig

Montag, 10.02.2020

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich im Freistaat Thüringen zum Ministerpräsidenten äußern sich SPD und Grüne in öffentlichen Pressemitteilungen und diffamieren die FDP im Main-Kinzig-Kreis in nicht akzeptabler Weise. Die FDP Main-Kinzig steht maximal distanziert zu jeglichem Extremismus des rechten und linken Spektrums.

„SPD und Grüne im Main-Kinzig-Kreis müssen jegliches politische und historische Maß verloren haben, wenn sie solche Vorwürfe ernsthaft äußern. Die Gleichsetzung der FDP mit Rechtsradikalen kann man nur mit einem Wort kommentieren: Irrsinn“, macht der Fraktionsvorsitzende der FDP Kolja Saß deutlich, dass Grüne und SPD mit diesem politisch motivierten Angriff zu weit gegangen sind und die Demokratie erneut deutlich beschädigt haben.

„Heinz Lotz von der SPD und Reiner Bousonville von den Grünen tragen mit ihren Angriffen zur Spaltung der Gesellschaft bei und stärken so die extremen Parteien von rechts und links“, stellt der Vorsitzende der FDP-Main-Kinzig, Daniel Protzmann, fest und ergänzt: „Ich empfehle Heinz Lotz und Reiner Bousonville eine umgehende Richtigstellung und eine persönliche Entschuldigung, denn derartige Angriffe vergiften den Umgang miteinander.“ „Herr Bousonville und Herr Lotz können im Geschichtsunterricht unmöglich anwesend gewesen sein, wenn sie so einen unfassbaren Blödsinn von sich geben. Wir sind nachhaltig geschockt von dieser Geschichtsvergessenheit. Hier werden Dinge durcheinandergeworfen und relativiert wie es professionellen Politikern eigentlich nicht passieren dürfte“, macht Saß deutlich und ergänzt: „Unsere Parteifreundinnen und Parteifreunde im gesamten Main-Kinzig-Kreis fühlen sich persönlich angegriffen. Das darf so nicht stehen bleiben.“

„Alle demokratischen Parteien haben in der Vergangenheit Fehler gemacht, sonst wären diese Ergebnisse von AfD und Linken nicht möglich. Ehrliche Auseinandersetzung mit Fehlern muss möglich sein, auch eine zweite Chance, wenn man Fehler offen eingesteht“, macht Protzmann deutlich.

„Dass eine Partei wie die SPD, deren Oberbürgermeister in Hanau, Claus Kaminsky, selbst noch vor kurzem in dem Dilemma steckte, ob sie den Landesehrenbrief an ein Republikaner-Mitglied vergibt, sich aber dafür entschied - und die gesamte Partei dies quasi stillschweigend hingenommen hat, nun die FDP-Main-Kinzig für die Vorgänge in Thüringen verantwortlich macht und in die rechte Ecke rückt, ist beispiellos“, zeigt Saß auf, wie konsequent die SPD mit rechtsradikalen Parteien im Landkreis umgeht.

„Wir als FDP stehen äußerst distanziert zu AfD und Linken sowie radikalen Ansichten, wir bekämpfen diese politisch mit aller Konsequenz. Es gibt bei uns keine Zusammenarbeit mit Faschisten oder DDR-Relativierern. Wir machen den Parteien der Mitte das Angebot zum gemeinsamen Gespräch, um Politik für die Menschen in den Städten und Gemeinden des  Main-Kinzig-Kreises zu machen“, bietet Daniel Protzmann an und schließt: „Nur wenn die demokratischen Parteien endlich zusammenarbeiten und nicht jede Chance nutzen, um sich gegenseitig schlecht zu machen, können die dringend nötigen politischen Lösungen umgesetzt werden, die die Handlungsfähigkeit unserer Demokratie untermauern.“ (pm) +++