MAIN-KINZIG-KREIS

Profis bei der Arbeit (9): Vom Apfel zum Saft - Jannis Brand ist Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Jannis Brand ist Fachkraft für Fruchtsafttechnik - Fotos: Moritz Pappert

Montag, 16.03.2020
von MORITZ PAPPERT

Jannis Brand hat einen außergewöhnlichen Job. Der 22-jährige ist Fachkraft für Fruchtsafttechnik. Von September bis November ist er mit seiner mobilen Kelterei unterwegs und bietet Lohnkeltern an. Mit einer Menge ab 50 Kilogramm kann jeder seine eigenen Äpfel zu Saft verarbeiten lassen.

Seit drei Jahren ist selbstständig mit seiner mobilen Kelterei. Den Rest des Jahres arbeitet er in einer Kelterei. Schon seine Eltern betreiben eine Kelterei in Birstein. „Das Keltern und der Streuobstanbau ist mein Hobby und mein Beruf“, so Brand. Der 22-jährige bewirtschaftet knapp 1.000 Streuobstbäume. „Angefangen habe ich damit, da die Nachfrage nach Bio immer mehr wird.“

In seiner mobilen Kelterei werden die Äpfel gepresst und gewaschen. Auf Wunsch wird der Fruchtsaft zur besseren Haltbarkeit erhitzt. Diesen können die Kunden dann direkt mitnehmen. So ist er fast täglich im ganzen Main-Kinzig-Kreis unterwegs. Die Apfel-Reste werden zu Futter für Rinder, Schafe oder Wildtiere verarbeitet.

Wie viel Liter Jannis Brand im Jahr presst, hängt ganz vom Wetter ab. „Es gibt gute und schlechtere Jahre. Dieses Jahr war leider aufgrund der Trockenheit nicht so gut. Im letzten Jahr war die Ernte jedoch sehr gut“, so Brand.


So funktioniert die mobile Kelterei:

Die Äpfel werden in einen Trichter gefüllt und über ein Förderband in den Waschbottich transportiert. Über ein weiteres Förderband laufen die Äpfel durch den Waschkanal. In der Rätzemühle werden die Äpfel zerkleinert. In der Bandpresse wird die Maische schonend und mit einer guten Saftausbeute abgepresst. Der frischgepresste naturtrübe Saft wird durch einen Röhrenpasteur auf 83° C erhitzt und anschließend über eine halbautomatische Abfüllanlage in die für die Heißabfüllung geeigneten Folienbeutel mit Hahn abgefüllt. +++

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