LANGEN

Coronavirus: Paul-Ehrlich-Institut zur Impfstoff-Entwicklung

Symbolbild: Pixabay

Montag, 16.03.2020
von HANS-HUBERTUS BRAUNE

Wann gibt es einen wirksamen Schutz gegen das Coronavirus? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Das Paul Ehrlich-Institut in Langen beschäftigt sich mit der Entwicklung von Impfstoffen.

Neben der Entwicklung von Medikamten steht dabei die Erforschung eines Impfstoffes im Fokus. Gegenüber KINZIG.NEWS erklärte das Institut zum aktuellen Stand:

Wie ist der Stand hinsichtlich der Erforschung eines Impfstoffes?

Paul-Ehrlich-Institut: Nach unseren Informationen beginnen in diesem Jahr erste klinische Prüfungen in den USA. Wir gehen davon aus, dass möglicherweise in 2020 auch in Deutschland eine erste klinische Prüfung der Phase 1 erfolgen wird. Seitens des Paul-Ehrlich-Instituts beraten wir bereits intensiv drei Antragsteller aus dem akademischen und Biotechnologiebereich.

Laut BR 24 wird in den USA im März 2020 klinisch getestet, in Deutschland dauert dies noch länger. Wodurch ergeben sich die zeitlichen Unterschiede? Arbeiten die Institute zusammen oder gibt es hier ein Konkurrenzdenken?

Paul-Ehrlich-Institut: Zur Zeit verfolgen und entwickeln ca. 35 akademische und klinische Entwickler unterschiedliche Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 weltweit. Das sind im wesentlichen RNA-, DNA- und Vektorimpfstoffe. Welcher der Kandidaten sich im Wettbewerb der unterschiedlichen Impfstoffkonzepte durchsetzen wird, wird davon abhängen, ob sich der jeweilige Ansatz in den verschiedenen Phasen der Impfstoffentwicklung und in der Zulassung bewähren wird. In der Pandemie zeigt sich, dass die internationalen Organisationen wie die WHO, ICMR und EMA, bei denen auch das Paul-Ehrlich-Institut tätig ist, eng zusammenarbeiten, um die regulatorischen Anforderungen an die Covid-19-Impfstoffprodukte zu strukturieren und zu harmonisieren. +++

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