REGION

Polizeiliche Kriminalstatistik: Niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 2001

Symbolbild

Dienstag, 24.03.2020
von MORITZ PAPPERT

Polizeiliche Kriminalstatistik: Im Jahr 2019 gab es die niedrigste Kriminalitätsbelastung und zweitbeste Aufklärungsquote seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahr 2001. Außerdem hat sich die Straßenkriminalität seit 2001 weit mehr als halbiert. Politisch motivierte Kriminalität ist jedoch gestiegen.

"Die Kriminalitätsbelastung im Polizeipräsidium Südosthessen ist im Jahr 2019 ein weiteres Mal gesunken - und dies um deutliche 6,5 Prozent: Mit 42.139 Straftaten verzeichneten wir 2.921 Fälle weniger als noch im Vorjahr. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert seit dem Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahr 2001. Die Kriminalitätsbelastung ist mit 4.673 Straftaten pro 100.000 Einwohner erstmalig unter die 5.000er-Grenze gefallen (2018: 5.026).

Im Hessenschnitt liegt sie bei 5.823. Die Aufklärungsquote konnten wir von 62,4 Prozent auf nunmehr 64,0 Prozent steigern und erreichten damit den zweitbesten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen.

Dieser Erfolg ist ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Südosthessen, denen ich für Ihre engagierte und motivierte Arbeit danke. Ein Dank geht aber auch an unsere Landesregierung, die Rahmenbedingungen geschaffen hat, die für einen solchen Erfolg notwendig sind. Hier seien beispielhaft ein Mehr an Personal durch die Einstellungsoffensive und die Ausstattung mit modernsten Arbeitsmitteln genannt", stellte Polizeipräsident Roland Ullmann fest.

Straßenkriminalität seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen mehr als halbiert

 Die Straßenkriminalität (hierunter fallen eine Vielzahl von Delikten, die im öffentlichen Raum begangen werden) ist im Vergleich zum Vorjahr (9.812 Delikte) deutlich gesunken: Ein Minus von 1.622 Delikten steht für einen Rückgang von 16,5 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen auf nunmehr 8.190 Delikte. Im Gründungsjahr 2001 wurden noch 18.874 Delikte registriert - seither konnten diese Delikte durch entschlossene Polizeiarbeit sowie Nutzung moderner Videosicherheitstechnik um fast 57 Prozent eingedämmt und somit mehr als halbiert werden. Durch diese Videoschutzanlagen wird nicht nur das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürgern gestärkt, sondern gleichermaßen auch eine bessere Strafverfolgung ermöglicht. Lag die Aufklärungsquote 2001 noch bei 9,8 Prozent, so konnte sie im Jahr 2019 mit 22,6 Prozent mehr als verdoppelt werden (2018: 28,9 Prozent).

   - Wohnungseinbruchdiebstähle nach Jahren des Rückgangs leicht

     gestiegen, jedoch noch immer auf zweitniedrigsten Wert

   - Diebstahl allgemein deutlich reduziert - seit 2001 Rückgang um

     über 60 Prozent

   - Raub und räuberische Erpressung - seit 2001 mehr als halbiert

     (Rückgang um 55 Prozent)

   - Rauschgiftkriminalität leicht gestiegen - weiterhin hohe

     polizeiliche Kontrolldichte

   - Rückgang bei Körperverletzungsdelikten

   - Internetkriminalität angestiegen

   - Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung haben abgenommen

   - Jugendkriminalität leicht gesunken

   - Übergriffe auf Polizisten erheblich gesunken

   - Allgemeinkriminalität bei Zuwanderern hat deutlich abgenommen

   - Politisch motivierte Kriminalität ist insbesondere im Bereich

     der PMK "rechts" deutlich gestiegen

Fazit "Die schon seit Jahren positive Entwicklung der Kriminalstatistik fand auch im Jahr 2019 ihre Fortsetzung. Wir registrierten im Polizeipräsidium Südosthessen so wenig Straftaten wie nie zuvor. Das bedeutet, dass nie zuvor weniger Menschen unserer Region Opfer einer Straftat wurden. Die Aufklärungsquote konnten wir steigern - sie stellt mit 64,0 Prozent den zweitbesten Wert dar. Beinahe zwei von drei Straftaten konnten wir aufklären.

Das bedeutet für Straftäter ein hohes Risiko, entdeckt und zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wie fragil das Konstrukt "Sicherheit" ist, haben uns zuletzt die tragischen Geschehnisse in Hanau gezeigt. Diese bestärken uns in unserem Auftrag, auch zukünftig für die Bürgerinnen und Bürger unserer Region alles zu geben, um die Straftaten so gering und die Aufklärungsquote so hoch wie möglich zu halten. Die Bekämpfung des Rechtsextremismus hat dabei höchste Priorität", versicherte Polizeipräsident Roland Ullmann. (pm)+++

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