FRANKFURT AM MAIN

Spende statt Rückerstattung: Eintracht Frankfurt startet Hilfsaktion

Bei Eintracht Frankfurt rechnet man mit Geisterspielen für den Rest der Saison - Archivfoto: Jonas Wenzel (yowe)

Dienstag, 14.04.2020
von FELIX.HAGEMANN

Auch bei Eintracht Frankfurt scheint man die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison mit Zuschauern aufgegeben zu haben. Der hessische Bundeligist bietet allen Fans, die Tickets für eines der noch ausstehenden Spiele besitzen, die Möglichkeit, den Ticketbetrag zurückzufordern oder zu spenden.

 

Mit einer Spende sollen Organisationen unterstützt werden, die stark auf Hilfe in der Corona-Krise angewiesen sind. Das sind die Arche Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Diakonie Hessen, die Frankfurter Tafel und die Uni-Klinik Frankfurt. In einem Schreiben an die Dauerkartenbesitzer, aus dem der HR zitiert, heißt es: „Jetzt ist es wichtig, wieder eine Einheit zu formen. Dieses Mal um einer noch größeren Herausforderung zu trotzen und sich für all jene einzusetzen in dieser Gesellschaft, die der starken Unterstützung unserer Eintracht bedürfen."

 

Die Fans sind aber nicht zu einer Spende gezwungen. Sie haben auch die Option sich den Betrag zurückerstatten zu lassen, eines Gutscheins oder ganz auf eine Rückgabe zu verzichten.

 

Die Eintracht kommt all dies teuer zu stehen. Der Verein rechnet aufgrund der Geisterspiele mit Verlusten zwischen 15 bis 20 Millionen Euro allein bis zum 30. Juni 2020. Wie es darüber hinaus weitergeht, ist noch völlig unklar. In dem Schreiben heißt es abschließend: "Überlegungen für die Saison 2020/21 können wir erst dann anstellen, wenn wir weitere Erkenntnisse zur Gesamtlage haben. Es steht aber schon jetzt zu befürchten, dass die Ertragseinbußen noch erheblich höher ausfallen werden. Auch darauf werden wir konsequent reagieren." (fh)+++

Neues Beliebtes
    Kontakt

    Ihr direkter Draht zur Kinzig.News Redaktion:

    Telefon:06051 88770 230
    E-Mail:[email protected]