HANAU

Trauer um Henrik Lotz: „Sich um die Brüder-Grimm-Stadt verdient gemacht“

Für seine jahrzehntelangen Einsätze erhielt Henrik Lotz zahlreiche Auszeichnungen. - Foto: Privat


Donnerstag, 16.07.2020

HANAU - Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, gedenken Henrik Lotz, der am 9. Juli, im Alter von 90 Jahren verstarb. In einem Kondolenzbrief an die Familie sprechen sie, auch im Namen der Stadtverordnetenversammlung sowie des Magistrats der Stadt Hanau, ihr herzliches Beileid aus. 

"Wir kannten Henrik Lotz als einen außerordentlich engagierten Mann, der sich im Sport und im Beruf einen Namen gemacht hat. Er war eine Institution in der Welt der Ruderer und Vorbild für den sportlichen Nachwuchs. Durch seine über 75 Jahre währende Mitgliedschaft in der Hanauer Rudergesellschaft 1879 e.V. (HRG) hat er u.a. mit seinem Mitwirken bei deren Aufbau nach dem Krieg oder auch der Einführung des Schul- und Vereinsruderns einen beachtlichen Einsatz für Hanau geleistet", heißt es in dem Schreiben. 

Nicht vergessen bleibe auch sein Engagement im Turnverein Kesselstadt e.V., als Vorstandmitglied im Hessischen Ruderverband, im Deutschen Sportbund und in der Sportkommission der Stadt Hanau. "Seinem Sportsgeist hat Henrik Lotz gewissermaßen sein Leben gewidmet", erinnert der OB daran, dass der Verstorbene nicht nur ein Vorbild für den sportlichen Nachwuchs war, sondern auch in der Funktionärswelt hohes Ansehen genoss. 

Seit seinem 15. Lebensjahr hatte Henrik Lotz als Mitglied in der HRG viele Erfolge mit zu verzeichnen. Aktiv hat er am Wiederaufbau seines Vereins nach dem Krieg mitgewirkt. Verantwortliche Funktionen übernahm er von 1964 bis 1981 als 1. Vorsitzender, von 1952-1953 als 2. Vorsitzender und von 1950-1952 als Jugend- und Sportleiter. Verantwortung übernahm Henrik Lotz auch im Deutschen Ruderverband (DRV), den er von 1983 bis 1995 als Präsident führte und dessen Pressesprecher er bereits lange Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen 1972 in München war. In seine Amtszeit fielen die Vereinigung des DRV mit dem Ruderverband der DDR, die Organisation von vier Ruderweltmeisterschaften im eigenen Land sowie 1988 die Reise zu den Olympischen Spielen in Seoul als Delegationsleiter seines Verbandes.

Neben seinem Engagement in der nationalen und internationalen Ruderwelt fand Henrik Lotz noch die Zeit, sich - unter anderem im Turnverein Kesselstadt e. V., als Vorstandsmitglied im Hessischen Ruderverband, im Deutschen Sportbund und in den Sport- und Schulkommissionen der Stadt Hanau - einzubringen. Er war zudem Gründungsmitglied der Sportstiftung Main-Kinzig, der Kinderverkehrs-Opferhilfe, des Vereins für kommunale Städtepartnerschaften Hanau sowie des Vereins der Freunde und Förderer der Hohen Landesschule Hanau.

Für seine jahrzehntelangen Einsätze wurde Henrik Lotz mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und auch mit den Sportplaketten des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau ausgezeichnet und erhielt die Ehrenpräsidentschaft des Deutschen Ruderverbandes und seines Heimatvereins HRG.

Der in Finnland geborene frühere Vorstandsvorsitzende der Dunlop AG wäre am 4. August 91 Jahre alt geworden. Er galt als Hanauer Bub, der in seiner Heimatstadt die Grundschule, Oberrealschule und Hohe Landesschule besuchte, Ende der 40er Jahre in Frankfurt das Studium der Rechtswissenschaften aufnahm und 1953 als kaufmännischer Volontär eine beispiellose Karriere beim Weltkonzern Dunlop begann.

"Weit über die Grenzen Hanaus hinaus genoss Henrik Lotz großes Ansehen in der Sportwelt, aber auch als Vorstandsvorsitzender der Dunlop AG hat er sich um die Brüder-Grimm Stadt verdient gemacht. "Wir werden Henrik Lotz nicht vergessen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren", so Funck und Kaminsky. (PM) +++


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