BRUCHKÖBEL

Guter Ton macht Zwangspause: Unterstützungsbedarf bei "Freaksound"

Die Bescher des BBB mit Freaksound-Geschäftsführer Stefan Niemeyer (3. v. links). - Foto: Bruchköbeler BürgerBund e.V.


Freitag, 31.07.2020

Mitglieder des Bruchköbeler BürgerBunds (BBB) informierten sich bei der seit 3,5 Jahren in der Stadt ansässigen Firma „Freaksound“ über deren Geschäftsfeld und die aktuelle Lage. Geschäftsführer Stefan Niemeyer stellte das Unternehmen für Veranstaltungstechnik vor. „Wir haben uns innerhalb des Sektors Veranstaltungstechnik auf den Tonbereich spezialisiert“ beschrieb er zu Beginn das Arbeitsfeld der Firma. Dabei sei Freaksound einer der deutschlandweit und auch darüber hinaus führenden Anbieter für die Ausstattung von Veranstaltungen mit Funkmikrofonen. 

„Hier kommt es auf aktuelle Technik, die die gesetzlichen Vorgaben erfüllt und auch auf eine hohe Komponentenanzahl an, denn manche Veranstaltung braucht durchaus mehr als 100 oder auch 150 Funkmikrofone“ machte Stefan Niemeyer auf die mittlerweile hohen Anforderungen aufmerksam. Hinzu kämen dann die folgende Tontechnik mit Mischpulten, Verstärkern und Lautsprecheranlagen. 

Bei Veranstaltungen mit gesetzlichen Vorgaben, beispielsweise Gesellschafterversammlungen von Aktiengesellschaften, müsse eine Ausfallsicherheit unter anderem durch eine komplette Doppelung der Technik gewährleistet sein. Für Großveranstaltungen seien nur relativ wenige Anbieter auf dem Markt, welche die nötigen Stückzahlen bereitstellen könnten. So konnte Freaksound schon den Kongress des internationalen olympischen Komitees in Lima und den Auftritt von Volkswagen auf der Shanghai Auto Show ausstatten. 

Zusammen mit seinem Kompagnon Andreas Ordon hat Stefan Niemeyer Freaksound zunächst am Standort Hanau gegründet und weiter entwickelt. Die Entwicklung mit der Spezialisierung auf den Tonbereich und damit als Vorlieferant für die eigentlichen Veranstaltungstechniker habe sich dabei als richtig erwiesen. 

„Wir freuen uns, dass die zunächst sehr zögerlich verlaufende Vermarktung des Gewerbegebiets Galgengarten Ihnen dann die Möglichkeit gegeben hat, in der Nachbarschaft Hanaus noch ein geeignetes Grundstück hier in Bruchköbel zu finden“, sagte BBB-Vorsitzender Harald Hormel. Positiv komme hinzu, dass beim Bau der Hallen ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt wurden. So wird unter anderem das komplette Oberflächenwasser auf dem Grundstück wieder versickert und kommt somit dem Grundwasser zu Gute. 

Kritisch wurde von den Besuchern des BBB vermerkt, dass der Anschluss an das Glasfasernetz für schnellen Internetbetrieb erst jetzt 3,5 Jahre nach Firmenansiedlung auf dem Weg sei. „Es ist zu begrüßen, dass Freaksound hier bisher Lösungen gefunden hat. Für die Standortqualität muss dies aber im immer wieder beschworenen Digitalisierungsprozess beschleunigt werden“, sieht Michael Roth Handlungsbedarf aus Sicht des BBB. 

An Corona und der aktuellen Situation führte beim Besuch des BBB natürlich kein Weg vorbei. „Bis auf zwei Servicetechniker und uns beide Geschäftsführer haben wir seit März Kurzarbeit. Zudem sind aktuell nicht benötige Pkw, Transporter und LKW abgemeldet worden“, machte Stefan Niemeyer deutlich, dass Freaksound natürlich von den fast komplett ausfallenden Veranstaltungen aller Art schwer getroffen sei. Auch der Neustart kleinerer Veranstaltungen helfe kaum weiter, denn hierfür sei meistens auch die Ausstattung mit Veranstaltungstechnik in kleiner Stückzahl vor Ort vorhanden. „Normalerweise hätte bei uns in diesem Sommer die Fußball-Europameisterschaft auf dem Programm gestanden. Bis Veranstaltungen dieser Größenordnung oder Festivals wie „Rock am Ring“ etc. wieder starten, wird es wohl 2021 werden“, sieht er weiteren Unterstützungsbedarf durch den Staat für seine Branche und das eigene Unternehmen als notwendig an. Unterstützung habe man auch schon erhalten und die angekündigten weiteren Programme machten ihm Hoffnung, dass die Firma die Zeit bis zum Frühjahr 2021 überstehen werden könne. Dies wünschten der Firma Freaksound auch die Mitglieder des Bruchköbeler BürgerBunds und bedankten sich für den Einblick in das für Bruchköbel noch neue Unternehmen. (PM) +++

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