HANAU

Tod durch illegale Böller: Mann aus Bruchköbel vor Gericht

Symbolbild


Montag, 14.09.2020
von MORITZ PAPPERT

Ein Mann aus Bruchköbel muss sich am Dienstag vor dem Landgericht Hanau verantworten. Er wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der zur Tatzeit 17-jährige Angeklagte vertrieb über das Internet über Facebook in der Gruppe „Schwarzmarkt Deutschland“ Pyrotechnik und verkaufte Ende Dezember 2017 von seinem Wohnsitz in Bruchköbel drei sogenannte Kugelbomben mit jeweils 340 Gramm Sprengstoff an den Geschädigten.

 Als dieser Silvester 2017 einen Explosionskörper entzündete, erlitt der Geschädigte schwerste Verletzungen im Bereich der rechten Gesichtshälfte, ging zu Boden und begann stark aus den Ohren zu bluten. Er kam nicht mehr zu Bewusstsein und verstarb sechs Tage später im Universitätsklinikum in Münster.

"Der Angeklagte, der eine Vielzahl sogenannter Polenböller zuvor erworben hatte, hätte die Folgen bei sorgfältiger Betrachtung erkennen können", heißt es in der Anklage.

Auch in der Zeit vom 6.4.2018 bis 12.5.2018 besaß der Angeklagte keine Erlaubnis zum  Umgang mit Explosion gefährlichen Stoffen. Trotzdem verbrachte er ca. 300 Packungen mit ca. 20 Kilogramm Sprengstoff in eine Wohnung eines Bekannten in Bruchköbel. 

Als der Bekannte das Auftreten der Polizei befürchtete, stellte er die Kartons mit Sprengstoff in den Garten an eine Hecke, die an einen öffentlichen Fußweg grenzt. Hier wurde sie von einem Zeugen entdeckt, der die Polizei holte. +++

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