SCHLÜCHTERN

"Unhaltbare Zustände" - Baufahrzeuge sorgen für Unmut

Fotos: Bürgerbewegung Bergwinkel


Montag, 14.09.2020

Die Anwohner der Dreispitzenhohle, der Haager Hohle und der angrenzenden Straßen in der Schlüchterner-Innenstadt sind in den vergangenen Tagen und Wochen erneut an die Stadtverwaltung herangetreten, um auf die unhaltbaren Zustände betreffend des LKW – Verkehrs größtenteils ausgehend von der Betonmischanlage hinzuweisen. 

Teilweise sind die Belastungen inzwischen schlimmer geworden als seinerzeit bei der Anlieferung von Beton für das Bauvorhaben Engelbert Strauss. Dies nahm die Bürgerbewegung Bergwinkel zum Anlass, sich vor Ort mit dem betroffenen Anwohner zu treffen. Die Anwohner schildern die Situation plastisch: teilweise fahren erneut auf völlig ungeeigneten Straßen LKWs in einer Zahl von bis zu 150 pro Tag beginnend bereits morgens ab 6:00 Uhr. 

Hierdurch seien die Anwohner erheblich betroffen, zumal diesen mehrfach versichert worden ist, dass nach Beendigung der Baustelle Engelbert Strauss eine nachhaltige Verbesserung stattfinden werde. Die vorgenommen kleineren Veränderungen (wie z.B. Aufstellung von Blumenkübeln und Anbringen von Verkehrsschildern) waren, so die Anwohner, wirkungslos. Dies mussten auch die Mitglieder der BBB zubilligen. „Es kann nicht angehen, dass dort, wo private Häuser genehmigt und errichtet worden sind, nunmehr tagtäglich eine erhebliche Gesundheitsgefährdung der betroffenen Anwohner stattfindet“ so der Fraktionsvorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel Hans Konrad Neuroth. 

Es könne auch nicht hingenommen werden, dass formell zwar eine „Dreißiger Zone“ in diesem Bereich eingerichtet wurde, die LKWs jedoch mit weit überhöhte Geschwindigkeit diese Zone durchfahren, ohne dass entsprechende nachhaltige Kontrollen stattfinden. Es ist jetzt erforderlich, dass die Stadt Schlüchtern mit den Eignern der Zementanlage ins Gespräch komme, um zu erreichen, dass eine nachhaltige Veränderung der Situation umgesetzt wird. Andere Betriebe vergleichbarer Größe an anderen Orten haben längst eine Umsiedlung veranlasst. Gegebenenfalls kommt auch  die Möglichkeit infrage, eine andere Straßenführung zu planen, um jeden LKW komplett aus dem Wohngebiet herauszuhalten. Die Bewegung Bergwinkel appelliert an die Verantwortlichen, nicht noch weitere Jahre ins Land gehen zu lassen, ohne dass nachhaltige Verbesserungen umgesetzt werden. (PM) +++

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