HANAU

Festspiele blicken optimistisch in die Zukunft

Vorverkauf für die Spielzeit 2021 startet am 27. November mit Rabattaktion - Foto: Stadt Hanau


Samstag, 21.11.2020

Nachdem die Brüder Grimm Festspiele wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal in ihrer 35-jährigen Geschichte ausfallen mussten, laufen jetzt hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die nächste Saison. Am Freitag, 27. November, startet der Vorverkauf für die 37. Spielzeit. Wie in den Jahren zuvor machen die Festspiele auch in 2020 während der Adventszeit den frühen Kartenkauf durch eine Rabattaktion besonders attraktiv. 

Wer sich jetzt dafür entscheidet, Karten zu buchen, hat nicht nur die Chance auf die besten Plätze, sondern erhält bis einschließlich Heiligabend zusätzlich einen Abschlag von 20 Prozent auf den Normalpreis. Wie im letzten Jahr wird auch wieder ein Abonnement angeboten. Damit bleibt einem nicht nur die Qual der Wahl unter den vier Stücken erspart, sondern man profitiert auch über die Weihnachtszeit hinaus vom einem vergünstigten Ticketpreis. 

Das Publikum hatte zuletzt mit mehr als 100.000 Euro dank gespendeter Karten und vielen weiteren Spenden deutlich gemacht, dass der Kulturstandort Hanau ohne Festspiele undenkbar wäre. Ebenso haben zahlreiche Förderer, Sponsoren und Partner trotz der Absage ihre Zusagen eingehalten. Intendant Frank-Lorenz Engel blickt daher mit Zuversicht auf das neue Jahr: "Durch die große Welle der Solidarität, die wir von allen Seiten erfahren haben, blicken wir sehr dankbar und optimistisch in die Zukunft. Wir haben unser Publikum sehnsüchtig vermisst. Doch Märchen haben immer ein Happy End – und daher freuen wir uns nun auf einen Open-Air-Sommer 2021 an der frischen Luft, wo – um es mit den Worten der Brüder Grimm zu sagen – die Aerosole weggeweht werden ‚vom Wind, vom Wind, dem himmlischen Kind‘". 

Wenn am 27. November ab 10 Uhr unter www.festspiele.hanau.de und www.frankfurt-ticket.de online sowie telefonisch unter 069/1340400 Karten gebucht werden können, gilt es in diesem Jahr einige Neuerungen zu beachten. Interessierte werden gebeten, Kartenkäufe pro Haushalt vorzunehmen sowie die geplanten Besucher aus dem Haushalt namentlich anzugeben. Das ermöglicht eine flexible Reaktion auf die Umstände im nächsten Jahr. "Auch die Festspiele spielen in der Mannschaft Vorsicht. Mit einem gut durchdachten Veranstaltungs- und Hygienekonzept wollen wir unser Publikum sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne bestmöglich schützen und gleichzeitig den Spielbetrieb sicherstellen", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. 

Ein Blick auf den Saalplan des Amphitheaters offenbart auch auf den ersten Blick, dass dieser Vorverkauf ein besonderer ist, denn zunächst geht nur jede zweite Reihe des Mittelblocks in den Verkauf. Für jeden Termin wird zunächst ein stark reduziertes Kontingent von 250 Karten angeboten. Dies macht es möglich, die Bestuhlung flexibel an die geltenden Abstandsgebote anzupassen und bei neuen Verordnungen weitere Tickets zu verkaufen. Deshalb behalten sich die Festspiele auch eine eventuell notwendig werdende, geringfügige Umplatzierung vor. Im vergangenen Sommer haben sich die Hygienekonzepte des Online-Festivals #HANAUDAHAEIM schon bewährt und zweifelsohne gehört das Amphitheater als Open-Air-Erlebnis am Main zu den sichersten Spielstätten im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Intendant Frank-Lorenz Engel freut sich, dass es gelungen ist, den Spielplan des Jahres 2020 in das kommende Jahr zu verschieben. "Damit sind die geleisteten Vorarbeiten der Autoren und Komponisten nicht verloren und begonnene Arbeiten im Bereich Bühnen- und Kostümbild können für die neue Festspielsaison genutzt werden."

Am 14. Mai 2021 geht es mit dem Musical "Das tapfere Schneiderlein" los. "Schneeweißchen und Rosenrot" feiert als Familienstück mit Musik seine Premiere am 5. Juni 2021 und für die Reihe "Grimm Zeitgenossen" hat Engel den Klassiker "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (Premiere am 22. Mai 2021) ausgewählt.

Ein echtes Novum bildet die Inszenierung von "Der Rattenfänger von Hameln", der am 12. Juni 2020 Premiere feiert. Erstmals liefert hier eine Sage den Stoff für eine Festspiel-Produktion. "Die Brüder Grimm haben nicht nur Märchen, sondern auch Sagen gesammelt und aufgeschrieben. Diese Facette ihres Schaffens soll sich künftig auch bei den Festspielen widerspiegeln", erklärt Engel die Erweiterung um dieses Genre.

In der Reihe "Junge Talente" feiert am 9. Juli die Inszenierung von "Das kunstseidene Mädchen" nach dem Zeitroman von Irmgard Keun in der Wallonischen Ruine Premiere.

Wie bei den Brüder Grimm Festspielen üblich werden alle Bücher eigens für die Hanauer Bühne geschrieben. "Indem wir Autoren und Komponisten eigens für die Stücke der Festspiele engagieren, können wir Exklusivität für das Publikum garantieren, dass die Inszenierungen in dieser Form, mit diesem Text und dieser Musik wirklich nur in Hanau zu sehen sind."

Das Libretto zum Musical im kommenden Jahr entwickelte Daniel Große Boymann. Die Komposition stammt von Marian Lux, der bereits 2018 die Musik für das Erfolgsmusical "Dornröschen" schrieb. Das Buch zu "Schneeweißchen und Rosenrot" ist aus der Feder des stellvertretenden künstlerischen Leiters der Festspiele, Jan Radermacher. Für den "Rattenfänger von Hameln" zeichnet sich Stephan Lack verantwortlich, der mit seiner geistreichen und humorgespickten Fassung von Schneewittchen den Autorenwettbewerb 2019 für sich entscheiden konnte.

Vor Ort werden Tickets im Hanau-Laden angeboten, der ab Dienstag, 1. Dezember, wieder seine Pforten öffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten sowie weitere Vorverkaufsstellen sind auf der Homepage von Frankfurt Ticket RheinMain (https://www.frankfurtticket.de/kontakt-hilfe/vorverkaufsstellen/) zu finden.

Mit dem Festspiel-Ticket ist seit 2019 der kostenfreie Eintritt ins "GrimmsMärchenReich" möglich, zudem können 2021 auch die öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds unentgeltlich zur An- und Abreise genutzt werden.

Weitere Informationen sowie den detaillierten Spielplan gibt es unter www.festspiele.hanau.de. (PM) +++

Neues Beliebtes
    Kontakt

    Ihr direkter Draht zur Kinzig.News Redaktion:

    Telefon:06051 88770 230
    E-Mail:[email protected]