HANAU

Nach Eierwurf auf Haus der Oberbürgermeisters: "Beschämende Attacke"

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei einer Pressekonferenz zum Thema Corona-Pandemie - Archivbild: Hans-Hubertus Braune


Dienstag, 05.01.2021

HANAU - "Die Angriffe auf Oberbürgermeister Kaminsky haben jetzt eine neue Dimension erreicht, das ist nicht tolerierbar“. Mit diesen Worten verurteilen der Hanauer SPD-Vorsitzende Thomas Straub, der SPD-Fraktionsvorsitzende Max Bieri und die Stadtverordnetenvorsteherin und SPD-Spitzenkandidatin Beate Funck die Attacke auf das Haus von Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Am Samstagabend hatten Gegner des OB ihre Ankündigung wahrgemacht und das Privathaus des OB mit Eiern beworfen. "Es reicht jetzt wirklich", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Hanauer Sozialdemokraten. KINZIG.NEWS berichtete bereits am Montag nach einer entsprechenden Pressemitteilung der Polizei.

Seit geraumer Zeit sehe sich der OB heftigen Hasskommentaren und Drohungen in den digitalen Netzwerken ausgesetzt, so Thomas Straub und es sei richtig, dass sich inzwischen auch die Justiz mit diesen Angriffen beschäftige. Mit der Attacke auf das Haus des OB hätten diese Attacken eine neue Eskalationsstufe erreicht. Offenbar mangele es den Tätern an der Fähigkeit, sich offen und mit Worten politisch auseinanderzusetzen, wie dies in der Demokratie üblich sei. Wer sich, statt die offene Argumentation zu suchen, hinter Pseudonymen oder in der Dunkelheit verstecke, zeige, wes geringen Geistes Kind er sei, so Straub.

"Massive Verletzung der Privatsphäre"

Die Sachbeschädigung und Verschmutzung ist das eine, so Fraktionsvorsitzender Max Bieri, das möchte kein Hausbesitzer erleben. Viel schlimmer seien aber die psychologischen Auswirkungen durch diese massive Verletzung der Privatsphäre. Dem OB und seiner Familie werde damit deutlich von seinen Gegnern erklärt: „Wir wissen, wo ihr wohnt“. Das sei untragbar und in keiner Weise zu tolerieren, so Bieri. Jeder Bürger möge sich vorstellen, wie er sich selbst in einem solchen Fall fühlen würde.

Die SPD, die mehrfach ihre Solidarität mit dem Oberbürgermeister erklärt habe, stehe weiterhin geschlossen hinter Claus Kaminsky. „Wir wissen, dass es nur wenige sind, die sich zu Drohungen und Attacken hinreißen lassen“, ergänzt Beate Funck, „und wir wissen aus vielen Äußerungen, dass die Hanauerinnen und Hanauer diese üble Form der Auseinandersetzung klar ablehnen“. Der Satz „Hanau steht zusammen“ gelte auch gegenüber dem Oberbürgermeister, heißt es abschließend in der SPD-Mitteilung, "und wir werden dem Hass keinen Millimeter weichen."

"Beschämende Attacke gegen unseren Oberbürgermeister"

Schockiert reagierten die Genossinnen und Genossen der SPD Hanau-Mitte auf die Nachricht, dass das Wohnhaus von Oberbürgermeister Claus Kaminsky attackiert wurde. „Die beschämende Attacke gegen unseren Oberbürgermeister, einen demokratisch gewählten Repräsentanten unserer Stadt, ist durch nichts zu rechtfertigen und ein Angriff auf uns alle“, so Florian Greschner, Schriftführer der SPD Hanau-Mitte. Die Privatperson Claus Kaminsky und dessen Familie durch eine solche Aktion anzugreifen, stelle nach den Bedrohungen im Herbst eine weitere, nicht hinnehmbare Eskalationsstufe dar, die mit allen Mitteln des Rechtsstaates sanktioniert werden müssten. Demensprechend begrüße der gesamte Ortsverein, dass Strafanzeige gestellt wurde.

Der Ortsvereinsvorsitzende Mehmet Kuşçu ergänzte: „Wir als SPD Ortsverein Hanau-Mitte stehen voll und ganz hinter unserem Oberbürgermeister und hinter allen Entscheidungen, die im teuflischen Jahr 2020 getroffen wurden“. Jeder habe das Recht, seinen Unmut zu äußern, tätliche Angriffe sowie Beleidigungen seien jedoch durch nichts zu rechtfertigen. „Alle Demokraten dieses Landes müssen zusammenstehen und unmissverständlich verdeutlichen, dass unsere Gesellschaft solch feige Angriffe auf unsere Demokratie nicht hinnehmen wird“, so Greschner abschließend. (pm) +++

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