SINNTAL

Einigkeit der Bürgervertreter: Geschlossen gegen die Fulda-Main-Leitung

Natur pur - zum Beispiel im Sinntal. Im Bild ist Oberzell zu sehen - Archivbild: Luca Heil


Donnerstag, 14.01.2021

SINNTAL - Vor wenigen Tagen trafen sich die in der Sinntaler Gemeindevertretung vertretenen Parteien, nebst dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung und den von der Starkstromtrasse betroffenen Sinntaler Ortsvorstehern, Corona bedingt per Videokonferenz, um sich über den aktuellen Sachstand auszutauschen. 

Schnell war man sich einig, dass der Kampf gegen die Stromtrasse nur gemeinsam zum Ziel führen wird. Nach einer aktuellen Sachstandszusammenfassung tauschten sich die Beteiligten über die möglichen nächsten Schritte aus. Unisono waren sich die Vertreter der Bürgerschaft einig, dass man sich formal zwar am Anfang der Auseinandersetzung um die Korridorfindung befinde, es aber bereits jetzt wichtig ist den Widerstand zu kanalisieren.  

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung berichtet seinerseits von den Aktivitäten der Sinntaler Gemeindeverwaltung und stellte klar, dass diese auf keinen Fall untätig war. Fristgerecht zum 08.01.2020 wurde die Stellungnahme der Kommune gegen die Trassenführung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Bereits im Juli 2020 teilte Bürgermeister Carsten Ullrich in dieser Zeitung mit, dass es erhebliche Raumwiderstände in Sinntal gebe, die einen Trassenverlauf durch das Sinntal deutlich erschweren. Die Teilnehmer der Videokonferenz zeigen sich erfreut darüber das die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung, trotz der Kürze der Zeit, diese wichtige Stellungnahme so kurzfristig erstellt und fristgerecht eingereicht haben um die Interessen unserer Heimat und der hier lebenden Bevölkerung zu schützen.

Auch der Main-Kinzig-Kreis war nicht untätig und hat, ebenfalls fristgerecht, eine ablehnende Stellungnahme an den Netzbetreiber Tennet gerichtet. - Symbolbild: Pixabay.com

Auch der Main-Kinzig-Kreis war nicht untätig und hat, ebenfalls fristgerecht, eine ablehnende Stellungnahme an den Netzbetreiber Tennet gerichtet. - Symbolbild: Pixabay.com

Positiv hervorzuheben sei, dass viele Raumwiderstände aus der damaligen Stellungnahme gegen den SuedLink verwendet werden konnten, da der jetzige Trassenverlauf zum weit überwiegenden Teil dem damaligen möglichen Südlink-Trassenverlauf entspricht. Diese Tatsache hilft nun eindeutig bei der jetzigen Stellungnahme. Die Stellungnahme wurde ergänzt um die Raumwiderstände des sachlichen Teilflächen Plan Erneuerbare Energien (TPEE-Südhessen) und dem allgemeinen Teilflächen Nutzungsplan (TFNP). Dankenswerter Weise haben sich auch die Ortbeiräte und der Ritterverein Schwarzenfels e.V. intensiv mit der Thematik befasst und Ihrerseits ergänzende Stellungnahmen der Gemeinde zugesandt. 

Auch der Main-Kinzig-Kreis war nicht untätig und hat, ebenfalls fristgerecht, eine ablehnende Stellungnahme an den Netzbetreiber Tennet gerichtet.  

Die in der Telefonkonferenz anwesenden Ortsvorsteher von Altengronau (Winfried Maienschein), Oberzell (Mike Richter), Schwarzenfels (Torsten Richter), Weichersbach (Alfred Appel) und Züntersbach (Harald Stelzner) vereinbarten ferner dass man sich nun in jedem Ortsteil damit beschäftigen werde zusätzliche Raumwiderstände zu sammeln um bei der im laufenden Verfahren sich konkretisierenden Trassenvariante weitere Raumwiderstände einreichen könne. Als positives Beispiel wurde hier die Ausarbeitung des Ortsbeirates Oberzell gewürdigt, die den anderen Ortsbeiräten als mögliches Muster zur Verfügung gestellt wurde. 

Die gemeinsame Telefonkonferenz war nur der Auftakt der nun folgenden Zusammenarbeit, hielten die Teilnehmer fest und schworen sich gegenseitig darauf ein das, auch wenn einzelne Trassenverläufe aus dem Verfahren fallen, man sich nicht auseinanderdividieren lassen werde. Die einhellige Meinung war, diesen Kraftakt gemeinsam durchzustehen.

Abschließend halten die Teilnehmer unisono fest, dass diese geplante Starkstromtrasse nicht durch das Sinntal führen sollte. Die teilnehmenden Fraktionsvorsitzenden Günter Frenz (CDU), Mike Richter (BWG) und Florian Ziegler (SPD) der im Sinntaler Parlament vertretenen Parteien werden diesem Anliegen Nachdruck verleihen in dem sie zu gegebener Zeit, gemeinsam mit Oliver Habekost dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, eine Resolution verfassen, um dem Gemeindevorstand im Kampf gegen die Stromtrasse den Rücken zu stärken. (PM) +++

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