FRANKFURT AM MAIN

Frage nach "Judenausweis": Polizei bestreitet Vorwürfe

Symbolbild


Mittwoch, 07.04.2021

Die BILD berichtete am Dienstag von einem jungen Mann, der von der Polizei bei einer Kontrolle nach dem "Judenausweis" gefragt worden sein soll (wir berichteten). Die Polizei bestreitet die Vorwürfe jedoch.

"Diese Vorwürfe wurden am Abend des Karsamstags um 21:35 Uhr über die Sozialen Medien publik gemacht. Hiernach soll der 33-Jährige angesichts der polizeilichen Maßnahme Vergleiche zum Deutschland des Jahres 1933 gezogen und sich als Angehöriger des jüdischen Glaubens zu erkennen gegeben haben. Daraufhin sollen die Beamten nach einem "Judenausweis" gefragt haben. Der 33-Jährige erstattete in der Folge über seinen Rechtsanwalt Strafanzeige gegen den Polizeibeamten u.a. wegen Beleidigung.

Die eingesetzten Beamten bestreiten vehement, nach einem solchen Dokument gefragt zu haben. Sie haben ihrerseits Strafanzeige wegen Verleumdung gegen den 33-Jährigen erstattet. Sie berichten von völlig uneinsichtigem Verhalten des Kontrollierten, der sich auch nach Aufforderung weiterhin weigerte, eine Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen, weshalb ihm in letzter Konsequenz ein Platzverweis ausgesprochen werden musste", heißt es in der Meldung der Polizei.

"Aufgrund der schweren Vorwürfe wurden unverzüglich noch während des Osterwochenendes erste Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen. Eine zeitnahe Kontaktaufnahme mit dem Geschädigten erfolgte bereits am Ostersonntag. Es wird derzeit alles darangesetzt, den Sachverhalt aufzuklären. Der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurde der Vorgang heute zur strafrechtlichen Bewertung vorgelegt", heißt es von der Polizei weiter.

Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen des Vorfalls. Personen, die Angaben zu der beschriebenen Kontrolle machen können oder sonst sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, sich bei der Polizei unter 069 / 755-53131 zu melden. (pm) +++

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