Spenden, Hilfsgüter & Solidaritäts-Aktionen

Ticker: So helft Ihr den Ukrainern im Putin-Krieg

Viele Menschen im MKK wollen den Ukrainerinnen und Ukrainern helfen & zeigen ihre Solidarität - Foto: Justin Möser


Dienstag, 04.10.2022
von REDAKTION

"Wir verurteilen die Gewalt und Aggression von Russlands Präsident Putin gegenüber einer souveränen Ukraine und erklären unsere volle Solidarität mit den Menschen dort und mit den Ukrainern, die bei uns leben und zu Hause sind", sagte Hessens Landesvater Volker Bouffier zu Beginn des Putin-Kriegs in der Ukraine.

Mehr als 40 Millionen Menschen in der Ukraine leben in Angst und haben große Sorgen - mehr als 1,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind bereits aus ihrem Heimatland geflohen. Auch uns in Deutschland und im Main-Kinzig-Kreis lässt die Situation im Osten Europas nicht kalt. 

Viele Menschen und Organisationen im MKK wollen den Menschen aus und in der Ukraine helfen. Wir wollen Euch in diesem Ticker über die neuesten Entwicklungen von Menschen, Vereinen, Initiativen und Organisatoren aus unserem schönen MKK informieren. Auch geben wir Euch Hinweise über aktuelle Friedensgebete und Kundgebungen.

Zusammen für unsern MKK. Zusammen für die Menschen aus & in der Ukraine.

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21. September 2022

In Hanau: Dringend Wohnraum für Geflüchtete gesucht

HANAU. Mit der Bitte dringend benötigten Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, wendet sich die Stadt Hanau an potenzielle Vermieterinnen und Vermieter.

Seit 2015 nutzt die Stadt unter anderem die Gemeinschaftsunterkunft Sportsfield Housing zur Unterbringung von geflüchteten Menschen. Ziel ist es dabei immer, zeitnah zweckmäßigen Wohnraum außerhalb der Unterkunft zu finden. Viele der dort lebenden Personen haben bisher jedoch keine eigene Wohnung finden können. Die Hintergründe hierfür sind vielfältig. Eine Versorgung außerhalb der Gemeinschaftsunterkunft ist jedoch dringend notwendig, da weiterhin immer neue Geflüchtete nach Hanau kommen. Die Stadt ruft deshalb potenzielle Vermieterinnen und Vermieter auf, zu prüfen, ob sie Wohnraum an Geflüchtete vermieten können.

Die Mieten sollten sich im Rahmen der sozialhilferechtlichen Angemessenheit bewegen. Als erste Orientierung dient hier der Hanauer Mietspiegel. Interessenten können ihre Angebote oder ihre Fragen per E-Mail an [email protected] senden. Dabei sollten neben der Kontaktdaten, der genauen Adresse und der Größe folgende Eckdaten bereits genannt werden: Mietpreis samt Nebenkosten, Baujahr und Sanierungszustand, eventuell vorhandene Möblierung sowie Angaben zum Stockwerk und zur Barrierefreiheit. Beigefügte Bilder sollte die maximale Größe von 10 MB Datenvolumen pro E-Mail nicht überschreiten.

Die Mietverträge werden im Regelfall direkt zwischen dem Vermieter und den Geflüchteten geschlossen. Daher ist in Einzelfällen vor Vertragsabschluss die Zustimmung des Leistungsträgers einzuholen. Die Vermittlung mit dem Leistungsträger sowie Prüfung der Angemessenheit übernimmt das Amt für Wohnhilfen und Soziales der Stadt Hanau. In Ausnahmefällen kann der Mietvertrag auch direkt mit der Stadtverwaltung eingegangen werden. (pm)

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31. August 2022

AWO Wächtersbach bedankt sich bei Spendern und Helfern

WÄCHTERSBACH. Am 04. März 2022 und somit nahezu auf den Tag genau eine Woche nach Kriegsbeginn, begann die AWO Wächtersbach mit der Sammlung von Hilfsgütern für die vom Krieg bedrohten bzw. in den Krieg verwickelten Menschen in der Ukraine.

Es entstand eine Hilfsbereitschaft unvorstellbaren Ausmaßes, die von der Wächtersbacher Bevölkerung und den Bewohnern der umliegenden Gemeinden ausging. Ein humanitäres Zeichen für die notleidenden Menschen und zugleich ein Zeichen der Solidarität, dass man sie in der schweren Zeit nicht alleine lassen, sondern ihnen vielmehr Zuversicht und die Kraft verleihen möchte, nicht aufzugeben, sondern durchzuhalten.

Zu Beginn dieser humanitären Hilfsaktion beförderte die AWO Wächtersbach wöchentlich 2 Kleinbusse zur Verladestation in Vollmerz. Dort erfolgte die Umladung in 40 to LKW´s zum Weitertransport an die rumänisch-ukrainische Grenze.

Auch heute noch, nach mehr als sechs Monaten seit Kriegsbeginn, sammelt die AWO Wächtersbach Hilfsgüter. „Es ist bewundernswert“, so der 1. Vorsitzende der AWO Wächtersbach, Norbert Döppenschmitt, „dass sich unser kleiner Verein über einen solch langen Zeitraum so nachhaltig Woche für Woche für in Not geratene Menschen einsetzt. Das ist ein vorbildliches Zeichen von Nächstenliebe, Menschlichkeit und Christentum. Ich bin sehr stolz auf alle Helferinnen und Helfer, die mit ihrem selbstlosen und großherzigen Handeln ihre Solidarität gegenüber den in einem Kriegsgebiet lebenden Menschen unter Beweis stellen. Diesen hilfsbereiten Helferinnen und Helfern gilt mein besonderer Dank“.

In seinen Dank schließt Döppenschmitt auch die zahlreichen Spenderinnen und Spender aus Wächtersbach und Umgebung mit ein, die das Vereinsheim der AWO jeweils freitags in der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr aufsuchen, um ihre Hilfsgüter dort abzugeben. „Es ist Woche für Woche erfreulich festzustellen, dass die Spendenbereitschaft nach wie vor besteht. Sie beweist zugleich, dass die Spender ein tiefes Mitgefühl gegenüber den sich in existentieller Not befindlichen Menschen unter Beweis stellen. Die Gewissheit, nicht im Stich gelassen zu werden, verleiht ihnen Kraft zum Durchhalten“, ist sich Döppenschmitt sicher.

Die AWO ruft deshalb sowohl die Wächtersbacher als auch die umliegende Bevölkerung auf, weiterhin zu spenden. Neben haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sind in Anbetracht des Herbstes und des herannahenden Winters auch wieder warme Bekleidung, Wolldecken und Schlafsäcke, gefragt. (pm)

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31. August 2022

Europaabgeordneter Michael Gahler referiert in Biebergemünd über Ukraine-Krieg

BIEBERGEMÜND. Die CDU-Biebergemünd und der direkt gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Michael Reul laden alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger sehr herzlich zu einer Veranstaltung mit dem hessischen Europaabgeordneten Michael Gahler (CDU) am Freitag, den 23. September 2022, um 20.00 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus nach Biebergemünd-Breitenborn, Lanzinger Straße 1, ein.

An diesem Abend wird Michael Gahler über den Krieg, über die aktuelle Situation in der Ukraine ebenso referieren, wie über mögliche Perspektiven für das geschundene Land. Europaabgeordneter Michael Gahler gehört dem Europäischen Parlament seit 1999 an. Er engagiert sich hier unter anderem als außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und ist somit ein profunder Kenner der Geschehnisse in der Ukraine.

Die Vorsitzende der CDU-Biebergemünd, Nicole Heim, und Michael Reul freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie auf einen interessanten Austausch mit Michael Gahler. (pm)

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19. August 2022

Stadt Gelnhausen sucht Wohnraum für Geflüchtete

GELNHAUSEN. In den nächsten Wochen werden weitere Geflüchtete aus den Krisengebieten der Welt und aus der Ukraine im Main-Kinzig-Kreis ankommen, die dann den einzelnen Kreis-Kommunen zugewiesen werden. Auch in Gelnhausen werden weitere Geflüchtete aufgenommen. „Wir sind aufgefordert, insbesondere Familien mit Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten ein sicheres Wohnumfeld zu bieten. Unsere städtischen Kapazitäten für die Aufnahme von Geflüchteten sind jedoch weitgehend erschöpft. Wohnraum in Form von Wohnungen, Häusern und gegebenenfalls auch Hallen und Containern wird in den nächsten Wochen und Monaten dringend benötigt. Wenn Sie Wohnraum zur Verfügung stellen können, bitte melden Sie sich bei uns“, wendet sich Gelnhausens Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner direkt an die Gelnhäuser:innen. Bis zum Jahresende rechnet die Stadt Gelnhausen mit einer Zuweisung von bis zu 150 Personen.

Mitbürger:innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können ihre Daten persönlich an der Infothek im Rathaus oder telefonisch unter der Nummer 06051 830-0 oder per E-Mail an [email protected] hinterlassen. Bitte Daten wie Name, Adresse, Mobilnummer, Ort des zu vermietenden Objektes und eine kurze Angabe zur Objektart, der Größe und Dauer der Vermietung angeben. Ein entsprechendes Formular steht als beschreibbares pdf-Dokument unter www.gelnhausen.de/wohnraummelden zur Verfügung. Die für Flüchtlingsangelegenheiten zuständige Abteilung wird die Angebote abarbeiten und sich mit den Anbieter:innen in Verbindung setzen. Bitte beachten: Für die Anzahl der Personen, die in einer Wohnung/Haus etc. untergebracht werden können, gibt es vorgeschriebene Verteilerschlüssel, die sich unter anderem nach der Quadratmetergröße des angebotenen Wohnraums richten.

Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner hofft auf zahlreiche Rückmeldungen und Angebote und bedankt sich schon im Voraus für die Unterstützung der Bevölkerung. (pm)

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18. August 2022

Stadt Nidderau sucht Wohnungen für Geflüchtete

NIDDERAU. Die Stadt Nidderau sucht dringend Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine. Angemessene Mietzahlungen und die Kaution werden bei Bedarf vom Kommunalen Center für Arbeit des Main-Kinzig-Kreises übernommen.

Sollten Mietwohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine zur Verfügung stehen, können nähere Informationen gerne bei Herrn Hannes Kraft, Gebäudemanagement der Stadt Nidderau unter Tel.: 06187/299 168, per Email: [email protected] oder Herrn Hakki Bilen Fachbereich Soziales unter Tel.:06187/299 153, per Email: [email protected] erfragt werden. (pm)

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15. August 2022

Gemeinde Hasselroth sucht Wohnraum für Geflüchtete

HASSELROTH. Bereits seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass wieder mehr Menschen aus den Krisengebieten Schutz in Deutschland suchen. Dies gilt umso mehr seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine. Auch die Gemeinde Haselroth muss dadurch wieder mehr Menschen im Gemeindegebiet unterbringen.

Diese Menschen, die aufgrund von Krieg, Not und Vertreibung nach Deutschland und dann eben auch nach Hasselroth kommen, brauchen zu allererst eine Wohnung, in der die Ankommenden sich sicher und willkommen fühlen. Die Gemeinde Hasselroth sucht daher dringend Wohnungen zur Anmietung, um den Flüchtlingen eine entsprechende Unterkunft anbieten zu können.

Leider sind die Wohnraumkapazitäten der Gemeinde Hasselroth erschöpft. Bürgermeister Matthias Pfeifer bittet daher alle, die Wohnraum in Hasselroth vermieten oder solchen derzeit leer stehen haben, diesen der Gemeinde Hasselroth zur Anmietung anzubieten.

Bisher haben wir mit der Unterbringung von Geflüchteten in gemeindeeigenen oder angemieteten Wohnungen gute Erfahrungen gemacht. Vertragspartner ist bei einer Anmietung immer die Gemeinde Hasselroth; potentielle Vermieter haben so in allen Belangen nur einen Ansprechpartner und auch die Mietzahlungen kommen direkt von der Gemeinde.

Vermieter, die bereit sind, ihre Wohnungen an die Gemeinde Hasselroth zur Unterbringung von Geflüchteten zu vermieten, können sich bei der für die Migrationsarbeit zuständige Sachbearbeiterin, Frau Tania Namo, unter der Telefonnummer 06055 8806-36 oder per E-Mail an [email protected] bzw. über das Postfach [email protected] informieren und melden. (pm)

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14. August 2022

Mahnwache für Frieden & Demokratie vor Main-Kinzig-Forum

GELNHAUSENZu seiner nächsten Mahnwache für Frieden und Demokratie lädt der Verein Hand aufs Herz e.V. am Montag, 15. August, 18 Uhr, an das Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen ein. „Gemeinsam möchten wir wie jeden Montag ein deutliches Zeichen für Frieden, solidarisches Zusammenstehen, Demokratie und die Europa verbindenden Grundwerte setzen. Einzig ein Europa der Solidarität, Gerechtigkeit, Toleranz und Gleichheit aller Menschen garantiert Freiheit und Frieden, Demokratie und Glück. Und deshalb stehen wir weiter für eine tolerante, weltoffene, bunte und freie Gesellschaft ohne Populisten, Faschisten, Rassisten und Verschwörungstheoretiker. Und wir unterstützen konsequent mit allen Mitteln solidarisch die Ukrainer:innen, die Europa, unsere Werte, unsere Freiheit an vorderster Front verteidigen“, so Hand aufs Herz e.V. in seiner Einladung zur Montagskundgebung. (pm)

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10. August 2022

Zentrale Anlaufstellen für ukrainische Geflüchtete

MAIN-KINZIG-KREIS. In den Liegenschaften des Main-Kinzig-Kreises sowie des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) sprechen täglich zahlreiche ukrainische Geflüchtete vor – häufig auch in ehrenamtlicher Begleitung. Die Anliegen drehen sich mehrheitlich um den SGB-II-Leistungsbezug, berühren aber auch andere Felder wie Wohnraum, Sozialhilfe, Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme oder Fragen zur medizinischen Versorgung.

Zwar hat das Aufkommen in den vergangenen Wochen etwas abgenommen, dennoch ist der Bedarf nach persönlichen Informationen weiterhin hoch. Daher hat sich der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem KCA dazu entschieden, für diese Personengruppe zwei zentrale Anlaufstellen zur themenübergreifenden Beratung zu schaffen. Ab sofort befindet sich im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums (Barbarossastraße 16-24, 63571 Gelnhausen) eine separate ORIANKA-Anlaufstelle. ORIANKA steht für Orientierung, Ankommen, Arbeiten und beschreibt die umfassende Betreuungs-Philosophie des Main-Kinzig-Kreises. In Hanau besteht bereits seit Anfang März zentral am Hauptbahnhof eine ORIANKA-Dependance (Am Hauptbahnhof 14C, 63450 Hanau), die jetzt ebenfalls das Beratungsangebot erweitert hat.

Ziel des Main-Kinzig-Kreises ist es, dass Betroffene sich unbürokratisch aus einer Hand informieren können, ungeachtet dessen welches Amt oder welcher Rechtskreis zuständig ist. Das KCA weist ukrainische Geflüchtete an seinen Standorten ab sofort mit entsprechenden Aushängen auf das erweiterte, passgenaue Beratungsangebot in ORIANKA Gelnhausen (Main-Kinzig-Forum) und ORIANKA Hanau (Hauptbahnhof) hin. (pm)

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09. August 2022

Ukraine-Projekt für Kinder sucht ehrenamtliche Unterstützung

HANAU. Ehrenamtliche Unterstützung sucht die Stadt Hanau für die Fortsetzung eines Projekts zur stundenweisen Betreuung ukrainischer Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, mit dem die Mädchen und Jungen spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt werden. Anknüpfend an die positiven Erfahrungen der ersten Runde soll es nach den Sommerferien gleich weitergehen. Der Start der viertägigen Schulung, mit der die künftigen Betreuerinnen und Betreuer auf ihre neue Aufgabe vorbereitet werden, ist bereits für den 29. August geplant.

Bereits jetzt kümmern sich viele Organisationen und Bürger darum, den aus der Ukraine Geflüchteten neben Unterkunft und Verpflegung auch konkrete Hilfe in allen Lebenslagen zu bieten. Diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ will die städtische Koordinierungsstelle Ukraine gemeinsam mit der Johanniter Unfallhilfe und dem Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung um ein Angebot für speziell für Kinder von drei bis sechs Jahren ergänzen. Ziel ist es, den Familien ein verlässliches Betreuungsangebot für jeweils zwei Stunden an zwei bis drei Tagen die Woche zu bieten. Im Fokus soll dabei stehen, den Kindern durch unterschiedliche Aktionen schöne Momente zu bereiten und ihnen gleichzeitig spielerisch die deutsche Sprache nahezubringen.

Die Organisation erfolgt durch die städtische Koordinierungsstelle Ukraine. Der Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung begleitet und berät die Freiwilligen, unterstützt sie mit praktischen Ideen und stattet die Gruppen gemeinsam mit der Koordinierungsstelle mit den notwendigen Materialien aus. Das Konzept sieht vor, dass jeweils zwei ehrenamtliche Helferinnen oder Helfer gemeinsam Spielgruppen für sechs bis acht Kinder anbieten.

Gesucht werden für diese Spielgruppen Menschen, die das Projekt ehrenamtlich unterstützen. Die Freiwilligen sollten Freude an der Arbeit mit Kindern und deren Familien haben. Sie sollten aufgeschlossen gegenüber anderen Nationen und Sprachen sein sowie über gute Deutsch-Kenntnisse verfügen. Darüber hinaus sollten sie regelmäßig über zwei Stunden Zeit an zwei bis drei Tagen in der Woche verfügen.

Die Basis-Schulung zur Vorbereitung auf die Tätigkeit ist bereits vom 29. August bis 2. September, jeweils von 8.30 bis 15.30 Uhr, geplant. Zeitnah im Anschluss ist dann der Start der Gruppen vorgesehen. Freiwillige Helferinnen und Helfer, die das Projekt unterstützen möchten, können sich unter [email protected] per Mail melden. (pm)

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08. August 2022

Gemeinde Linsengericht benötigt dringend Wohnraum

LINSENGERICHT. „Wir müssen kurzfristig damit rechnen, für Zuweisungen von Flüchtlingen, insbesondere aus der Ukraine, Wohnungen zur Verfügung stellen zu müssen. Wir sind aufgefordert, insbesondere Familien mit Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten ein sicheres Wohnumfeld zu bieten. Weil alle gemeindlichen Liegenschaften derzeit belegt sind, suchen wir leerstehende Wohnungen“ so Bürgermeister Albert Ungermann.

Die Gemeinde Linsengericht bittet alle Eigentümer von leerstehenden Häusern oder Wohnungen, sich zur weiteren Information mit der Verwaltung in Verbindung zu setzen, um der Aufnahmeverpflichtung in Linsengericht nachkommen zu können.

Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich unter der Telefonnummer 06051-709136 oder per E-Mail [email protected] bei Frau Machka informieren. Bürgermeister Albert Ungermann weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass in der Vergangenheit durch das Anmieten der Wohnungen durch die Gemeinde ein reibungsloser Ablauf bei der Unterbringung von Asylbewerbern garantiert werden konnte. Auch die anschließende Integration ist als sehr gelungen zu bezeichnen, wofür der Dank allen Personen gilt, die in jeglicher Form hilfreich zur Verfügung standen. (pm)

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28. Juli 2022

Tanklöschfahrzeug der Stadt Maintal für die Ukraine

MAINTAL. Das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 der Feuerwehr der Stadt Maintal ist zwar bereits außer Dienst gestellt, da es aufgrund seines Alters nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprach, die für einen täglichen Einsatz erfüllt sein müssen. Deshalb ist aber nicht unnütz. Da das Feuerwehrfahrzeug in einem guten Zustand ist, kann es anderenorts in Katastrophen- und Krisengebieten noch wertvolle Dienste leisten: 2021 war es temporär im Ahrtal im Einsatz, jetzt als dauerhafte Unterstützung in der ukrainischen Stadt Lwiw.

3.000 Kilometer in drei Tagen liegen hinter vier Fahrern um Andre Kempel. Er ist Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Hanau und hat den Transport organisiert; unterstützt von Kamerad*innen der Feuerwehr der Stadt Maintal, die „ihr“ Tanklöschfahrzeug begleiten.

 „Dieses Fahrzeug hat eine besondere Geschichte. Vor einem Jahr haben wir es unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Ahrtal den dortigen Hilfskräften zur Verfügung gestellt, auch um die Wasserversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen.  Seitdem sind die beiden Feuerwehren im Austausch geblieben. Nachdem das Fahrzeug in Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht mehr gebraucht wurde, war schnell klar, dass es in der Ukraine eine wertvolle Hilfe sein kann“, berichtete Bürgermeisterin Monika Böttcher vom Vorschlag des Stadtbrandinspektors Holger Martiker.

Diesen befürwortete die Stadtverordnetenversammlung einstimmig, sodass die Schenkungsurkunde an die Feuerwehr der ukrainischen Stadt Lwiw ausgestellt werden konnte. (pm)

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29. Juni 2022

3000 Euro Erlös bei „Rock für die Ukraine“

Bürgermeisterkandidat Thomas Henfling übergibt Spende an „Das Kunterbunte Kinderzelt“

MAIN-KINZIG-KREIS. Die Benefiz-Veranstaltung „Rock für die Ukraine“ am 1. Mai dieses Jahres am Altengronauer Festplatz war ein großer Erfolg. 3000 Euro übergab Mitorganisator und Bürgermeisterkandidat Thomas Henfling nun an Bernd Druschel, Gründer und Vorstandsmitglied des Vereins „Das Kunterbunte Kinderzelt“. Der Verein sorgt dafür, dass das Geld an der richtigen Stelle in der Ukraine ankommt. Henfling dankte besonders dem Team von SinnerRock mit Steve und Renate Iorio für die Unterstützung bei Planung und Durchführung, sowie der Arbeitsgemeinschaft der Altengronauer Vereine und dem Getränkehandel Manfred Beringer, der einen Teil der entstandenen Kosten erlassen hatten.

Unterstützung gab es auch von der Firma Eventtecpro Veranstaltungstechnik durch die Bereitstellung der Bühne, von Stefan Knut Röder und Volker Lorenz von der Band HotRod mit Licht- und Tontechnik sowie von Dave Hopkinson durch die ganztägige Begleitung der Tontechnik und von allen Musikern.

Henfling bei der Spendenübergabe: „Wir haben innerhalb kurzer Zeit ein tolles Fest organisiert. Da erkennt man großen Teamgeist.“ Während der Spendenübergabe hatte Henfling die Gelegenheit mit Bernd Druschel über zukünftige Projekte in unserer Gemeinde zu sprechen. „Es war ein sehr interessanter Austausch, bei dem mir bewusst geworden ist, welchen Mehrwert der Verein für unsere Gemeinde darstellen kann.“ Im Falle eines Wahlerfolges will Henfling die Zusammenarbeit zwischen dem "Kunterbunten Kinderzelt" und den gemeindlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Tagespflegeeinrichtungen sowie Schulen stärken. (pm)

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28. Juni 2022

Gemeinsames Benefizkonzert in der Willi-Salzmann-Halle

MAIN-KINZIG-KREIS. Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme blickt die Welt auf den Krieg in der Ukraine. Das Leid der Menschen kann niemanden gleichgültig lassen. Aus diesem Grund veranstalten die Gesangvereine Concordia Eichen, Miss Harmonie und die Sängervereinigung Nidderau-Windecken e.V. am 10.07.2022 ein gemeinsames Benefizkonzert in der Willi-Salzmann-Halle.

Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Andreas Bär übernommen. Unter dem Motto „Singen für den Frieden“ möchten die Chöre ihrem Publikum ein buntes und ansprechendes Konzertprogramm bieten, das keine Wünsche offenlassen soll. Vom Schlager bis zur Volksmusik, vom romantischen Liebeslied bis zum modernen Popsong. Für jeden Musikgeschmack wird etwas geboten werden.

„Wir möchten helfen!“, so Initiatorin des Konzertes Romy Nickel, 1. Vorsitzende der Concordia Eichen. Diesem Aufruf folgten Miss Harmonie und die Sängervereinigung sehr gerne. Alle Vereine freuen sich auf ihren Auftritt, der für einige Chorgruppen der erste nach der langen coronabedingten Pause sein wird. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Spenden sollen der Diakonischen Flüchtlingshilfe im Main-Kinzig-Kreis e.V. zugutekommen. (pm)

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27. Juni 2022

AWO Wächtersbach setzt humanitäre Hilfe für die Ukraine fort

WÄCHTERSBACH. „Das schlimmste, was den in der zerbombten Heimat zurückgebliebenen Menschen passieren könnte, wäre, wenn wir sie in den schwersten Stunden ihres Lebens alleine lassen“, ist sich der 1. Vorsitzende der AWO Wächtersbach, Norbert Döppenschmitt, sicher. „Wir werden deshalb unsere Hilfe für diese Menschen uneingeschränkt fortsetzen, um ihnen dadurch unter Beweis zu stellen, dass wir in Gedanken bei Ihnen sind“, äußern sich die Mitglieder des Vorstandes der AWO Wächtersbach.

Zugleich richtet sich deren humanitärer Aufruf erneut an die Bürgerschaft von Wächtersbach, ihre Spendenbereitschaft, die am 02. März 2022 ihren Anfang nahm, fortzusetzen. Folgende Hilfsgüter werden weiterhin benötigt:

Haltbare Lebensmittel, Babywindeln, Babynahrung, Hygieneartikel, Rucksäcke, Schlafsäcke, Koffer und Taschen mit Rollen, Sommerbekleidung, T-Shirts, Töpfe, Pfannen, Geschirr, Spielzeug. Die Sachspenden werden jeweils freitags in der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Vereinsraum der AWO Wächtersbach, der sich in der Chatilloner Straße 83 befindet, entgegengenommen.

„Beweisen Sie mit ihrer Spende, dass ihnen das Schicksal der sich in absoluter Notlage befindlichen Menschen nicht gleichgültig ist und zaubern sie mit diesem Zeichen der Nächstenliebe einen Ausdruck der Hoffnung in das Gesicht der vom Krieg gezeichneten Menschen“, richtet Döppenschmitt einen Appell an die Wächtersbacher Bürgerinnen und Bürger. (pm/red)

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20. Juni 2022

Musical-Familie unterstützt ukrainische Flüchtlinge vor Ort

NIDDERAU. Anfang Mai hatte die Musical-Familie Nidderau zu einer Musical- und Operettengala eingeladen. Die Mitwirkenden präsentierten unter der Leitung von Leonore Kleff an zwei Abenden in Schöneck und Nidderau musikalische Highlights aus bekannten Musicals und beliebte Ohrwürmer aus verschiedenen Operetten.

Mit Blick auf den Krieg, der in der Ukraine wütet, hatte die Musical-Familie bereits im Vorfeld beschlossen, im Rahmen der Konzerte Spenden zu sammeln, die ukrainischen Flüchtlingen in Nidderau und Schöneck zukommen sollten.

Bei einem gemeinsamen Treffen mit dem 1. Vorsitzenden Herrn Rolf – Dieter Baer von der „Flüchtlingshilfe Nidderau“ und dem ev. Pfarrer Herrn Kaarlo Friedrich vom „Sozialforum – Schöneck hilft Ukraine“ überreichte Leonore Kleff gemeinsam mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern und Achim Jungk, der nach den Veranstaltungen in Frack und Zylinder die Spenden gesammelt hatte, einen Scheck über 1.000,00 Euro. Der Betrag geht zu gleichen Teilen an die beiden Hilfsorganisationen. „Unser Publikum und wir möchten damit unsere Solidarität mit den geflüchteten Menschen bei uns vor Ort zeigen“, führte Leonore Kleff im Rahmen einer kleinen Ansprache aus.

In Nidderau und Schöneck leben derzeit ca. 160 Geflüchtete, die alle privat untergebracht wurden. Allein 12 Personen leben im Pfarrhaus von Kilianstädten. Beide Herren berichteten, dass die Integration nahezu reibungslos klappt. Die Flüchtlingshilfe Nidderau veranstaltet jeden Freitag ein Café im Blauhaus, zu dem alle Menschen zum Kennenlernen und Austauschen herzlich eingeladen sind. (pm)

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10. Juni 2022

Vereinte Martin Luther unterstützt Hilfstransporte

HANAU. Bereits zum zweiten Mal gingen aus verschiedenen Einrichtungen der Vereinten Martin Luther Stiftung (VMLS) Hilfsgüter auf die Reise in die Ukraine. Die VMLS unterstützt damit eine Initiative der Medizinhilfe Karpato/Ukraine, die von der Ärztin Dr. Martina Scheufler geführt wird und des Hanauers Niko Deeg. Das Team ist seit Beginn des Krieges Ende Februar im ständigen Einsatz, organisiert Transporte, bringt Geflüchtete unter, sammelt Spenden und Lebensmittel.

„Für uns als diakonischer Träger ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir hier helfen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Vereinten Stiftung, Thorsten Hitzel, „die Medizinhilfe leistet schon lange großartige Arbeit, und die Kooperation mit dem engagierten ‚Team Deeg‘ und der Arbeiterwohlfahrt ist gerade jetzt ein Segen für die Menschen in der Ukraine.“ Aus den Altenpflegeheimen der VMLS kamen insgesamt mehr als 20 voll funktionsfähige Pflegebetten, dazu sammelten die Mitarbeiter*innen Medikamente, Gehhilfen, Rollatoren, Lebensmittel, Bettzeug und Decken. „Eine Decke kann auch so etwas wie ein Zuhause sein, wenn man nichts mehr hat. Für die Menschen bedeutet sie Wärme und ein Stück Privatsphäre“, erzählt Niko Deeg von seinen Erfahrungen im ukrainischen Grenzgebiet.

Die Dankbarkeit vor Ort sei riesig, die Hilfslieferungen hochwillkommen. Durch die anhaltenden Kriegshandlungen würde auch der Bedarf an Material in den Krankenhäusern immer größer. Hitzel: „Wir freuen uns, wenn wir etwas beitragen können. Auch hier in Hanau tun wir etwas: Wir haben bereits mehreren geflüchteten Familien Wohnraum zu Verfügung gestellt und die ersten Pflegebedürftigen aufgenommen. Angesichts des Leids, das dieser sinnlose und furchtbare Krieg über die Menschen bringt, sind diese Hilfsangebote das Mindeste, was wir leisten können. Ich danke allen, die das ermöglichen.“ (pm)

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09. Juni 2022

DRK hilft DRK

SCHLÜCHTERN. Christof Hoffmann, Präsident des DRK Kreisverbands Gelnhausen-Schlüchtern und Kreisbereitschaftsleiterin Carolin Orth haben ein Fahrzeug des Kreisverbands zur Unterstützung des dortigen Roten Kreuzes nach Chisinau/Moldau überführt. Vor Ort wurde der VW-Transporter an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben.

Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine erfordert auch viele kleinere DRK-Einsätze. Dafür werden Fahrzeuge und Material in der Ukraine und in den umliegenden Ländern benötigt. Auch in Deutschland wurden vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) über die jeweiligen Landesverbände Fahrzeuge angefragt. Der DRK Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern erklärte sich gerne bereit, zwei Fahrzeuge aus dem eigenen Bestand beizusteuern. Angefordert wurde schließlich ein Mannschaftswagen.

Der VW-Transporter wurde vor der Überführung gründlich durchgecheckt. Schließlich sollte das Fahrzeug nicht nur die 2000 km lange Anreise gut überstehen, sondern danach noch vor Ort gute Dienste leisten.

Christof Hoffmann und Carolin Orth übernahmen die Aufgabe, das Fahrzeug ehrenamtlich in ihrer Freizeit in die Republik Moldau zu bringen. Vorstandsvorsitzender Michael Kronberg verabschiedete die beiden. Er wünschte ihnen gute und sichere Fahrt.

Die Reise führte am ersten Tag über Regensburg und Wien bis nach Budapest. Gut ausgeruht startete das Team dann in die zweite Etappe bis zur rumänischen Stand Braşov. Am dritten Tag erreichten die beiden Fahrer dann über Landstraßen die Stadt Chisinau in der Republik Moldau. Dort wurde das Fahrzeug an das IKRK übergeben. Vor Ort traf das Team aus dem DRK Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern viele andere Helfer aus unterschiedlichen Ländern. Die Heimreise erfolgte dann mit dem Flugzeug. Am Abend des vierten Tages kamen die beiden DRK-Helfer wohlbehalten zu Hause an.

„Wir freuen uns, dass unser Kreisverband auf diese Weise das Rote Kreuz vor Ort unterstützen kann“, macht Präsident Christof Hoffmann deutlich. „Dafür haben wir gerne die lange Reise in Kauf genommen.“ (pm)

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07. Juni 2022

17 Jugendliche aus der Ukraine lernen an der Bertha-von-Suttner-Schule

NIDDERAU. Die furchtbaren Bilder aus der Ukraine haben an der Bertha-von-Suttner-Schule tiefen Eindruck hinterlassen. Bereits kurz nach Kriegsausbruch im Februar hat die Schulgemeinde mit mehreren Aktionen eindeutig Stellung gegen die Invasion durch Putins Truppen bezogen. Mittlerweile ist das Thema allerdings noch ein wenig näher an die Schülerinnen und Schüler aus Nidderau herangerückt: Seit einigen Wochen werden 17 Mädchen und Jungen aus der Ukraine in einer weiteren Intensivklassen an der „Bertha“ unterrichtet. Bei einem Besuch in Begleitung von Schuldezernent Winfried Ottmann informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert über die Situation an der Schule.

Die Hilfsbereitschaft innerhalb der Schulgemeinde sei von Beginn an riesig gewesen, berichteten Schulleiter Harald Klose und sein Stellvertreter Thomas Kurz. Ein Sachspendenaufruf an die Elternschaft stieß auf große Resonanz; mehr als 50 Päckchen und Pakete, gefüllt mit Drogerieartikeln, Hygienebedarf und haltbaren Lebensmitteln wurden mittels eines Hilfstransports auf den Weg in die Ukraine gebracht. In den Klassen wurde Geld gesammelt; mehr als 1000 Euro kamen zusammen und wurden an das „Aktionsbündnis Ukraine“ übergeben. Als sichtbares Zeichen nach außen wurden die Fenster der Klassenräume mit Friedenssymbolen dekoriert und nahezu alle 900 Schülerinnen und Schüler plus Lehrkräfte versammelten sich auf dem Sportplatz, um als Zeichen der Solidarität ein großes Friedenszeichen in den Landesfarben der Ukraine nachzubilden.

In der Intensivklasse erlernen die ukrainischen Schülerinnen und Schüler, die in ihrem Heimatland die fünfte bis neunte Jahrgangsstufe besucht haben, nicht nur die deutsche Sprache, sondern es stehen auch Fächer wie Mathematik oder Biologie auf dem Stundenplan. Lernt ein Schüler oder eine Schülerin besonders schnell Deutsch, können als Einstieg in den „normalen“ Unterricht zunächst Sport- oder Kunstkurse außerhalb der Intensivklasse besucht werden, um die Integration zu erleichtern.

Neuland ist das Konzept der Intensivklassen an der Bertha-von-Suttner-Schule nicht: In einer zweiten Klasse werden Schülerinnen und Schüler aus Ländern wie Syrien oder Afghanistan unterrichtet. Dieser Erfahrungsschatz kommt den Lehrkräften um Koordinatorin Nadiya Domke, die selbst ukrainisch spricht und als Übersetzerin fungiert, sowie ihrer Kollegin Freya Butz, die für die Sprachförderung verantwortlich zeichnet, zugute.

Katja Leikert, die gemeinsam mit Winfried Ottmann eine Unterrichtsstunde verfolgte, zeigte sich beeindruckt vom großen Engagement der Lehrkräfte. „Es ist großartig, was Sie hier leisten und quasi ohne Vorlauf auf die Beine gestellt haben. Für die Kinder aus der Ukraine ist es wichtig, dass sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen, denn nur so kann Integration gelingen“, betonte die Abgeordnete. (pm)

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05. Juni 2022

AWO Wächtersbach bittet erneut um humanitäre Hilfe

WÄCHTERSBACH. Der Wunsch auf ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine und damit verbunden ein Ende des sinnlosen Tötens wehrloser Menschen sowie der Vertreibung vieler Menschen aus ihrer Heimat scheint in weite Ferne gerückt. Noch immer tobt der seit dem 24.02.2022 andauernde Krieg in unverminderter Härte und bringt täglich neue Todesopfer ans Tageslicht. Die sich in dem Kriegsgebiet noch befindlichen Menschen spüren Tag für Tag die Grausamkeiten des Krieges und müssen zu ihrem Leidwesen erkennen, dass ein Krieg weder Menschlichkeit, noch Demut, noch Erbarmen, kennt. Wider jegliche menschliche Vernunft werden Leben ausgelöscht, Nahrungsketten unterbunden, Fluchtkorridore versperrt und somit die Hoffnung, das eigene und das Leben anderer in die Freiheit retten zu können, zunichte gemacht.

„Um diesen Menschen einen Silberstreif am Horizont ihres aus der üblichen Norm geratenen Lebens zu geben, ist es wichtig, dass wir sie in den schwersten Stunden ihres Daseins nach wie vor unterstützen. Die Fortsetzung der Spende von Hilfsgütern muss deshalb weiterhin unser oberstes Ziel sein“, richtet der 1. Vorsitzende der AWO Wächtersbach einen Appell der Menschlichkeit und der Nächstenliebe an die Wächtersbacher Bürgerinnen und Bürger.

Die AWO Wächtersbach bittet deshalb um Sachspenden in Form von haltbaren Lebensmitteln, Hygiene- und Babyartikeln, Rucksäcken und Schlafsäcken. Da die Spendenbereitschaft zurückgegangen ist, werden die Hilfsgüter ab sofort freitags in der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr, im Vereinsraum der AWO, der sich in der Chatilloner Straße 83 befindet, entgegengenommen.

„Unseren fleißigen Helferinnen und Helfer opfern gerne ihre Zeit für Menschen, die sich in Not befinden. Ihnen ist kein Weg zu weit und keine Stunde zu viel, um anderen gegenüber ihre Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft unter Beweis zu stellen“, spricht sich Norbert Döppenschmitt lobend und dankend über seine Mitstreiter*innen aus. (pm)

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02. Juni 2022

Netzwerk zur Unterstützung in Gründau

GRÜNDAU. Während der Krieg in der Ukraine andauert, ist die Zahl der Geflüchteten auch in Gründau zuletzt merklich angestiegen. Bürgermeister Helfrich berichtet, dass in den letzten acht Wochen über 120 Geflüchtete Zuflucht in Gründau gefunden haben sollen. Um ein Ankommen gelingen zu lassen, hat sich ein neues Netzwerk gebildet: StartNow, das Ehrenamtsprojekt der ev. Kirchengemeinde Auf dem Berg, setzt sich zusammen mit dem Mehrgenerationenhaus Anton und der Gemeinde Gründau für die Unterstützung ein. Mit vielen Ehrenamtlichen können so Angebote gestaltet werden, um bei Orientierung nach der Ankunft in Gründau unterstützen zu können.

Sprachkurs für die erste Orientierung

Bereits seit den Osterferien wird mit Unterstützung der Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH und Ehrenamtlichen ein niedrigschwelliger Sprachkurs zweimal wöchentlich in den Räumen des Mehrgenerationenhaus Anton angeboten. Aktuell nehmen über 20 Geflüchtete, meist Frauen, Kinder und Jugendliche teil. Die Dozenten Özcan Erbaşaran und Christopher Hustedt bieten vor allem erste Sprachkenntnisse für das alltägliche Leben an, die sehr praktisch vermittelt werden, beispielsweise mit einer Exkursion in den Supermarkt. „Wir haben in den letzten Monaten kurzfristig zusätzliche neue Integrationskurse geschaffen, die direkt an vorbereitende Sprachkurse anschließen.“, berichtet Vera Mala, Fachbereichsleitung Deutsch der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH.

SprachCafé und Angebote in der Freizeit fördern den Austausch

Ergänzend zum Sprachkurs wird neu ein SprachCafé angeboten, um untereinander, aber auch mit Ehrenamtlichen einen Austausch zu fördern. Ferner wurden und werden auch für die Freizeitangebote von StartNow geöffnet und erweitert, um besonders Kinder und Jugendliche anzusprechen. So standen beispielsweise erst letzte Woche ein Besuch im Zoo oder auch der Besuch der Wächtersbacher Messe für Informationen rund um Ausbildungen auf dem Programm.

Geflüchtete unterstützen Geflüchtete

Ehemalige Geflüchtete, aber auch aktuell ankommende Flüchtlinge unterstützen die Ehrenamtlichen bei den Angeboten. So unterstützt beispielsweise der 24-jährige Mohammad Nader Qasemi, der ursprünglich aus Afghanistan geflohen ist und vor 2 Monaten mit ukrainischen Geflüchteten in Deutschland ankam. Mit seinen vielfältigen Sprachkenntnissen, seiner hohen Motivation und seiner Hilfsbereitschaft, ist er ein großer Gewinn für das Netzwerk, bestätigen alle Beteiligten. Das Projekt Ankommenshilfe in Gründau wird von Ehrenamtlichen, den Netzwerkpartnern und der Aktion Mensch gefördert. Interessierte finden weiterhin Informationen unter www.startnow-gruendau.de. (pm)

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Übergang in Sozialsysteme vollzogen

MAIN-KINZIG-KREIS. Für die Kreisverwaltung ist es ein markantes Ereignis. Für die Menschen, um die es geht, ist es bestenfalls nur eine Formalie: Die Unterstützung der rund 4.000 Vertriebenen aus der Ukraine, die sich im Main-Kinzig-Kreis gemeldet beziehungsweise registriert haben, steht zum 1. Juni auf anderen gesetzlichen Grundlagen. Damit sind für die Sicherstellung des Lebensunterhalts nun das Kommunale Center für Arbeit (KCA) sowie das Amt für soziale Förderung und Teilhabe (Sozialamt) zuständig. „Nach den ersten Rückmeldungen aus den zuständigen Stellen am Mittwoch können wir erst einmal zufrieden sein. Dennoch müssen wir unsere Informationsarbeit fortsetzen, damit wirklich alle Menschen aus der Ukraine erfahren, was sie auch selbst für einen reibungslosen Austausch mit den Behörden wissen müssen“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit Hochdruck daran, auch alle Formalia, zum Beispiel im Bereich der Vermietungen, umzustellen oder anzupassen. Da ist sicherlich noch nicht alles so, wie wir es uns wünschen würden. Aber die letzten Tage der Vorarbeit, seitdem das Gesetz dann auch verabschiedet war, haben sich für die Menschen gelohnt. Wir sind ganz wesentliche Schritte weiter“, so Simmler.

Der Main-Kinzig-Kreis hat sich auf den Stichtag so vorbereitet, dass der Übergang mit so wenig Bürokratie und so wenig Aufwand wie möglich für die Betroffenen gelingt. Allerdings setzen das Asylbewerberleistungsgesetz, der bisherige Rechtskreis, und das Sozialgesetzbuch unterschiedliche Datengrundlagen voraus. Seit Mittwoch ist auf den Internetseiten des Main-Kinzig-Kreises und des Kommunalen Centers für Arbeit ein Online-Formular zu finden, das bei der Ergänzung der Daten benutzerfreundlich hilft. Dieses Formulare kann in der Landessprache ausgefüllt werden, auch mit kyrillischen Buchstaben. Die Formulare sind so programmiert, dass sie ohne größere Übersetzungsleistung bearbeitet werden können.

All das wissen die Menschen aus der Ukraine schon, die sich seit ihrer Ankunft in den vergangenen Wochen und Monaten gemeldet und registriert haben. Sie sind im Mai direkt angeschrieben worden und kennen dadurch die wesentlichen Hintergründe dafür, warum sie noch weitere personenbezogene Daten übermitteln müssen. Die Basisdaten, die bei der Ausländerbehörde bereits hinterlegt waren, wurden im April und Mai bereits transferiert und müssen in der Regel nicht neu erhoben werden. Ohnehin ist es so, dass für die weiteren Geldleistungen, ob nun über das KCA (SGB II) oder das Amt für soziale Förderung und Teilhabe (SGB XII), keine extra Vorsprache bei den Kreisbehörden notwendig ist.

„Wir haben auf diese Weise ohne jede Verzögerung direkt zum Stichtag weit mehr als der Hälfte der Menschen die Leistungen gewähren und überweisen können, die ihnen zusteht. Das waren die Menschen, die sich schon frühzeitig um ein deutsches Bankkonto bemüht haben. Alle anderen bitten wir dringend: Eröffnen Sie ein eigenes Konto, wählen Sie eine Krankenversicherung aus und teilen Sie unseren Kollegen das direkt mit. Das ist die beste Basis für eine verlässliche, unkomplizierte Unterstützung“, sagte Simmler. Aber auch wenn das noch einige Tage dauere, „unversorgt bleibt niemand“: „Wir haben auch hier Lösungen gefunden, um die Menschen durchgängig zu versorgen.“

Da die Mehrzahl der im Main-Kinzig-Kreis lebenden Vertriebenen unter dem Rentenalter liegt, hat das KCA das Gros der zu betreuenden Menschen übernommen. Das KCA unterstützt die Menschen, sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu orientieren und vermittelt, wo immer möglich, Betroffene in eine Beschäftigung: Direkt am Mittwoch haben die ersten Beratungsteams größere Unterkünfte besucht, um neben der Aufklärung über die gesetzlichen Änderungen auch mit dem Schwerpunkt der Vermittlung in Arbeit zu beginnen. Mit dem Wechsel bei den Zuständigkeiten für die Sicherstellung des Lebensunterhalts erhält der Aspekt der Jobvermittlung also noch mehr Gewicht.

Dort, wo die Menschen wohnen, sollen sie auf kurzen Wegen auch Beratung und Hilfe erhalten. Auch in den Kommunen wird das KCA daher in Kürze sowohl Gruppeninformationen als auch Einzelgespräche anbieten. In diesem Rahmen findet ein erstes „Erkennen“ von beruflichen und individuellen Fähigkeiten, Wünschen, Vorstellungen und Interessen statt, die möglicherweise direkt zu einer gemeldeten offenen Stelle passen könnten. Das KCA konzipiert aktuell gemeinsam mit der Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) konkrete Orientierungsangebote und Fortbildungen speziell für ukrainische Flüchtlinge.

Grundsätzlich haben ukrainische Geflüchtete uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie können ohne besondere Voraussetzungen oder spezielle Erlaubnis eine Ausbildung beginnen und ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ergreifen. Viele Geflüchtete haben von dieser Möglichkeit in den vergangenen Wochen schon eigenständig Gebrauch gemacht.

Susanne Simmler betont, trotz der ersten positiven Bilanz, dass es „in der nächsten Zeit möglicherweise noch an einigen Stellen ruckeln könnte“. Das sei ihrer Erfahrung nach vor allem deshalb nicht zu vermeiden, weil die Spanne zwischen Verabschiedung der finalen Gesetzesfassung und der Umsetzung ab 1. Juni gerade mal elf Tage lagen. „Das ist für all die Verästelungen in der Ukrainehilfe, von den Verwaltungen bis zu den ehrenamtlichen Helferkreisen, von den Notunterkünften bis zur privat vermieteten Wohnung, eine extrem kurze Zeit, um wirklich alle zu erreichen und alle auf die Änderungen vorzubereiten“, so Simmler. „Wir nehmen die Rückmeldungen und Erkenntnisse aus dem KCA und im Sozialamt auf und besprechen sie direkt auf Arbeitsebene und im Verwaltungsstab. So erkennen wir in den nächsten Tagen gut, wo es eventuell noch etwas nachzujustieren gibt.“

Das Online-Formular für ukrainische Geflüchtete für Hilfen bei der Sicherstellung des Lebensunterhalts gibt es unter: https://antragsservice.digital/de/forms/kca-registration. (pm)

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25. Mai 2022

Von Hasselroth in die Ukraine: Erneut Hilfsgüter auf dem Weg

HASSELROTH. Im Rahmen des Hilfstransportes nach Bratislava, in der Osterwoche, baten die Malteser aus der Slowakei darum, nach Möglichkeit ein Aufenthaltszelt für den Grenzübergang zur Ukraine zu beschaffen. In dem Zelt sollen geflüchtete nach ihrer Ankunft in der Slowakei zur Ruhe kommen können. Diese Bitte nahmen die beiden Malteser Gliederungen aus Hasselroth und Jossgrund mit nach Hause. Die Malteser aus dem Jossgrund beschaffte nun den vergangenen Tagen Kabeltrommeln und Kabelbrücken. Die Hasselrother Malteser stellten aus ihren eigen Bestand ein Zelt zur Verfügung, beschafften Tische und Bänke sowie Zeltleuchten.

Nach dem das Zelt aufgebaut und überprüft wurde, wurde nun alles auf Paletten verpackt und Versandbereit gemacht. Der Geschäftsführer der Hanauer Firma VACUUMSCHMELZE GmbH & Co KG, Dr. Erik Eschen war nach Anfrage sofort bereit, den Maltesern auf dem Innerbetrieblichen Transport, Stellfläche für die Paletten zur Verfügung zu stellen. Nun sind die Paletten in Hanau verladen worden und stehen den Kollegen in Bratislava in kürze zur Abholung in der VACUUMSCHMELZE s.r.o in Horna Streda zu Abholung bereit.

Durch diese großzügige Unterstützung der VAC war es uns relativ schnell möglich, die dringend benötigen Hilfsgüter an die Malteser in Bratislava zu schicken, so Karl-Reinhold Schüler von den Hasselrother Maltesern und er ergänzt, außerdem brauche nun auch keine ehrenamtlichen Malteser für die Hilfslieferung Urlaub zunehmen. Die gesparten Transportkosten werden an die slowakischen Malteser überwiesen und dienen, vor Ort zum Ankauf von dringend benötigen Lebensmittel für die Grenze und zu Hilfslieferungen in die Ukraine.

Wer die Ukraine-Hilfe weiter mit einer Spende unterstützen möchte, kann diese auf das Konto der Malteser überweisen:

Spendenkonto Kreissparkasse Gelnhausen
IBAN: DE93 5075 0094 0003 014275
BIC: HELADEF1GEL
Stichwort: Ukraine
(pm)

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24. Mai 2022

Digitale Kommunikation mit Geflüchteten aus der Ukraine

MAIN-KINZIG-KREIS. Dass die Digitalisierung zur Arbeitsvereinfachung beitragen kann, ist im Rahmen der Corona-Pandemie nur allzu deutlich geworden. insbesondere das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr war gefordert, sich kurzfristig auf neue Herausforderungen, Rahmenbedingungen und große Datenmengen einzustellen. Für diese Prozesse sowie die damit verbundene Informationsverarbeitung und Kommunikation setzten die Mitarbeitenden im Main-Kinzig-Forum zunehmend auf digitale Kanäle und Plattformen. Die damit verbundenen Entwicklungen und Erfahrungen greifen nun zunehmen auch in anderen Bereichen und bringen erhebliche Optimierungen sowohl für die Abläufe in der Verwaltung, sondern vor allem für Betroffene.

„Diesen Gewinn an Kompetenz und Technik setzen wir nun strukturiert und nachhaltig in der Digitalisierung für die Kommunikation mit den Geflüchteten Menschen aus der Ukraine ein, sowie für den möglichst medienbruchfreien Übergang zwischen den unterschiedlichen Sozialsystemen ein“, sagt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Susanne Simmler. Nachdem bereits mehrere Bereiche des Gesundheitsamtes im Rahmen der Finanzierung des Öffentlichen Paktes für den Gesundheitsdienst von den neuen Möglichkeiten profitierte, wird nun aktuell an einer „digitalen Lösung“ für die Hilfegesuche der Geflüchteten aus der Ukraine gearbeitet.

Ab dem 1. Juni wird es die barrierefreie und mehrsprachige Möglichkeit geben, über die sich die Geflüchteten mit ihrem jeweiligen Endgerät wie zum Beispiel einem Smartphone beim zuständigen Kommunalen Center für Arbeit (KCA) oder dem Amt für soziale Förderung und Teilhabe des Main-Kinzig-Kreises anmelden. Damit verfügt die Anlaufstelle direkt über digitale Daten, die mit deutlich weniger Übermittlungs- oder Übersetzungsfehlern weiter bearbeitet werden können. „Selbstverständlich werden dabei die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit berücksichtigt“, erläutert die Projektverantwortliche Geeta Chatterjee.

Im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung werden auch andere soziale Behörden, die beispielsweise Hilfen für Menschen im Rentenalter oder Kinder-/Jugendhilfen umfassen, mit ihren Belangen berücksichtigt, denn die Anwendung soll den Austausch der beteiligten Behörden deutlich erleichtern. „Wir sorgen hier für eine digitale, vernetzte Kommunikation zwischen verschiedenen Ämtern und vor allem für die direkte und schnellstmögliche Kommunikation mit den Menschen. Der Vorteil auch hier ist, dass das Internet keine Öffnungszeiten kennt“, betont Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. In einem weiteren Schritt sei dann auch ein Austausch mit anderen Landkreisen möglich. Die klassischen „Hauspostumschläge“ würden damit überflüssig und die Kommunikation werde schneller, sicherer und präziser, ist die Sozial- und Gesundheitsdezernentin überzeugt.

Dank der digitalen Lösung können Geflüchtete aus der Ukraine ihre Eingaben in kyrillischer Schrift machen, das Auslesen der Dokumente führt dann zu einer automatisierten Übersetzung in die lateinische Schrift. „Dieser Umstand ist ein riesengroßer Vorteil“, sind sich Beate Langhammer, Vorstand des KCA, Iris Hurrlein, Leiterin des Amtes für soziale Förderung in Teilhabe, und Projektleiterin Geeta Chatterjee sicher. (pm)

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März 2022

MKK-Landkreis-Hilfe für Ukrainer

Wohnungsangebote

Der Main-Kinzig-Kreis geht davon aus, dass in Kürze eine größere Zahl an Menschen den einzelnen Landkreisen und Städten zugeteilt werden und diese Möglichkeit nicht haben. Dafür werden derzeit in allen Kommunen freie Wohnungen gesucht. Hinweise und Angebote nimmt der Main-Kinzig-Kreis zentral unter der Mailadresse [email protected] entgegen.

Dolmetscher gesucht

Für alle, die schnelle und einfache Hilfe anzubieten haben, von der Übersetzung Deutsch–Ukrainisch über Begleitungsangebote oder andere Hilfestellungen, hat der Main-Kinzig-Kreis zudem die Adresse [email protected] eingerichtet. Der Landkreis will dann vermitteln.

Sachspenden Rote Kreuz

Sachspenden nimmt das Deutsche Rote Kreuz entgegen. Die Verbände aus Hanau und Gelnhausen-Schlüchtern bereiten dazu die Räumlichkeiten und die Logistik vor. Das Deutsche Rote Kreuz Hanau startete am Freitag, 4. März mit der Annahme (Am Hauptbahnhof 14d, in einer Halle in der Nähe des Bahnhofsgebäudes. Anfahrt über Daimlerstraße und Boschstraße möglich.) Abgabe von Sachspenden immer montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr entgegengenommen.

Infos vom Landkreis

Auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises werden unter „Ukrainehilfe MKK“ die Hilfsangebote und Fragen kanalisiert. Die Seite wird täglich aktualisiert und erweitert. Zudem ist beim Main-Kinzig-Kreis ein Ukrainehilfe-Telefon unter der Woche tagsüber geschaltet: 06051-8518000. (pm, tby)

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    Vogelsbergkreis 44480
    Inzidenz: 770,3 Vortag: 44.403
    Landkreis Fulda 114973
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