REGION

Schulleiter geben Einblick: Etwa ein Viertel der Schüler:innen anwesend

Statt rund 2.300 Schüler:innen sind derzeit nur 570 im Präsenzunterricht. - Foto: Tobias Rehbein


Dienstag, 12.01.2021
von JOANA SCHNEIDER

Die Weihnachtsferien sind vorbei, Corona hingegen ist weiterhin in vollem Gange. Deswegen startet die Schule auch nach den Ferien unter speziellen Auflagen mit Distanzunterricht, Homeschooling und Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen. Einen Unterschied im Lernfortschritt werde es aber nicht geben, verspricht Kultusminister Alexander Lorz (KINZIG.NEWS berichtete).

Für die Schulen bedeutete die Umstellung zu den neuen Verordnungen aber wieder jede Menge „Aufwand in kürzester Vorbereitungszeit“, erklärt Andreas Leibold, Schulleiter der Stadtschule Schlüchtern. Denn während vor den Ferien noch Wechselbetrieb herrschte, bei dem abwechselnd eine Hälfte in der Schule und eine Hälfte von zu Hause am Unterricht teilnahm, sieht das Kultusministerium nun neue Regelungen vor.

Die Präsenzpflicht für die 5. und 6. Jahrgangsstufe wurde ausgesetzt – die Möglichkeit für die Schüler:innen, in die Schule zu kommen, besteht aber weiterhin. Zwar sei ein einheitlicher Distanzunterricht besser, so Leibold, allerdings wälze man die Verantwortung dann natürlich auch wieder auf die Eltern ab. Durch die ausgesetzte Präsenzpflicht aber die bestehende Möglichkeit, in die Schule zu kommen, muss zumindest „nicht entschieden werden, welche Schüler:innen ein Anrecht auf Betreuung haben und es stellt sich nicht wie im Sommer die Frage nach der Systemrelevanz“. Von rund 220 Schülern in den genannten Jahrgangsstufen seien am Montag zehn Kinder anwesend gewesen.


Andreas Leibold, Schulleiter der Stadtschule Schlüchtern.
Andreas Leibold, Schulleiter der Stadtschule Schlüchtern. - Foto: Privat
Christof Glaser, Schulleiter der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau.
Christof Glaser, Schulleiter der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau. - Foto: Ludwig-Geißler-Schule

Präsenzpflicht für Abschlussklassen

Die Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 sind generell im Distanzunterricht, während für die 140 Schüler:innen der Abschlussklassen Präsenzpflicht besteht. Doch auch für die damit insgesamt 150 anwesenden der 700 Schüler:innen der Schlüchterner Stadtschule gelten die allgemeinen Corona-Regelungen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten sowie ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Je nach Raumgröße werden die Klassen bei Bedarf außerdem aufgeteilt, um auch während des Unterrichts den Mindestabstand gewährleisten zu können.

Ähnlich sieht es auch in der Ludwig-Geißler-Schule in Hanau aus. Aufgrund der verschiedenen Schulformen der Berufsschule sei die Umstellung der neuen Vorgaben auch hier sehr komplex gewesen, erklärt Oberstudiendirektor und Schulleiter Christof Glaser. Von insgesamt rund 2.300 Schüler:innen seien noch rund 570 und damit etwa 25 Prozent der Schüler:innen zum Präsenzunterricht verpflichtet. „Ständiges Appellieren“ zur Einhaltung der Corona-Bestimmungen gehört dazu, berichtet Glaser. Denn es sind nun mal Themen, die heiß diskutiert werden und zu denen es „1.000 verschiedene Meinungen gibt“.

In dieser besonderen Zeit „ist es ganz schwierig, für alle die richtige Entscheidung zu treffen“, weiß auch Schulleiter Leibold. Die neue Verordnung und der damit erneut umstrukturierte Unterricht sei aber dennoch ganz gut angelaufen. +++ 

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