Angeklagter schweigt bislang

PRESSEMITTEILUNG: "Mord ohne Leiche" Spektakulärer Prozess hat in Hanau begonnen

Fotos: Justin Möser


Freitag, 12.11.2021

PRESSEMITTEILUNG:

HANAU - Vor dem Landgericht Hanau hat am Donnerstagmorgen der Prozess "Mord ohne Leiche" begonnen. Dabei muss sich ein 58-jähriger Geschäftsführer einer in der Gemeinde Hammersbach ansässigen Autowerkstatt vor Gericht verantworten, der seinen Vermieter wegen Schulden heimtückisch ermordet haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den 79-jährigen Frankfurter am 21. Januar 2021 in einen Hinterhalt gelockt und auf bislang unbekannte Weise getötet zu haben. Die Leiche des Geschädigten wurde bis heute nicht gefunden. Lediglich sein verlassenes Auto konnte in Maintal aufgespürt werden.

Mord aus Habgier?

Vor dem Landgericht Hanau hat am Donnerstagmorgen der Prozess Mord ohne Leiche begonnen. - Fotos: Justin Möser
Vor dem Landgericht Hanau hat am Donnerstagmorgen der Prozess Mord ohne Leiche begonnen. - Fotos: Justin Möser

Für Staatsanwältin Lisa Pohlmann ist klar: Der Angeklagte soll aus Habgier gemordet haben, denn der mutmaßliche Täter hatte Schulden bei seinem Opfer. Laut Anklageschrift soll das Opfer am Tag seines Verschwindens mit seinem Porsche zu der Werkstatt gefahren sein. Der Angeklagte habe Probleme mit dem Strom vorgetäuscht und seinen Vermieter in einen Raum an der rechten Gebäudeseite gelockt. Dort habe er sich seines Schuldenproblems entledigen wollen und den Maintaler „auf nicht bekannte Weise“ vom hinten getötet.

Er habe den Porsche zurück nach Maintal gefahren und dort abgestellt, sich von einem Mitarbeiter abholen und nach Hause fahren lassen. Das blutverschmierte Handy des Opfers habe er hinter dem Auto entsorgt. Abends habe er den Geländewagen eines Kunden genutzt, um die Leiche wegzuschaffen.

Zudem wird dem Angeklagten in zwei Fällen vorgeworfen, diverse erlaubnispflichtige Waffen und Gegenstände in seinem Besitz gehabt zu haben, ohne aber über eine solche Erlaubnis zu verfügen.

Der 58-Jährige schweigt bisher zu den Vorwürfen. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage angesetzt. Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der GNZ entstanden. (tmb/sh)

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