REGION

Impulse von Stadtpfarrer Buß: Der Monat Mai – Monat der Gottesmutter Maria

Stadtpfarrer Stefan Buß. - Archivfoto: Kinzig.News/Hendrik Urbin


Samstag, 01.05.2021
von STEFAN BUß

Wieder beginnt ein neuer Monat. Es ist der erste Tag im Monat Mai. Wir reden auch immer vom Wonnemonat Mai. In der katholischen Tradition ist der Monat Mai auch der besondere Gedenkmonat der Gottesmutter. Warum ausgerechnet der Monat Mai? Warum nicht Juli oder Oktober oder sonst ein Monat? Im Mai vollzieht sich etwas in der Natur. Nach den langen Wintermonaten erweckt die Natur zu neuem Leben. So wie der Mai in der Natur neues Leben hervorbringt, so brachte Maria neues Leben hervor als sie den Erlöser Jesus Christus zur Welt brachte.

Der große englische Kardinal John Henry Newman (1801 – 90), den Papst Benedikt 2010 bei einer Englandreise seligsprach, hat sich mit dieser Frage auch beschäftigt und er kommt zu folgenden Antworten. Er sagt: "Weil der Mai der Monat der Hoffnung und der Verheißung ist." Und er fährt fort: "Auch wenn der Mai mal düster und kühl sein sollte und das Wetter noch so verhangen, trüb und nass, so verheißt der Mai dennoch den Sommer und öffnet ihm die Bahn. Die Sonne bricht wieder durch und helles Licht erleuchtet die Natur und die Seelen der Menschen. Der Mai als Monat der Erwartung und Verheißung weist hin auf Maria, welcher der Engel verheißen hat, ein Kind zu empfangen, einen Sohn zu gebären, der groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden wird" (vgl. Lk.1, 31.32).

Gott zieht den Menschen in das Erlösungswirken mit hinein. Das "Ja" Mariens öffnete die Tür für den Erlöser. Ich finde es bezeichnend, dass das letzte Wort, das uns im Evangelium von Maria überliefert ist, ganz schlicht und einfach lautet: "Was er euch sagt, das tut!" (Jo.2, 5) - Maria stellt sich nicht selbst in den Mittelpunkt. Sie weist hin auf ihren Sohn: Auf ihn hört! Ihm folgt! An ihn glaubt! Lebt nach seinen Weisungen! "Was er euch sagt, das tut!" Und sehen Sie: gerade hierin kann Maria noch einmal Vorbild und Leitbild und Gefährtin sein auf dem Pilgerweg des Glaubens.

Denn sie ist die große Glaubende. Sie steht in der Reihe eines Abraham, Mose, David, der großen Glaubenden. Und überragt alle! Maria hat – wie niemand sonst – auf Gottes Wort gehört, es gläubig angenommen und befolgt. "Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort!" (Lk. 1,38) "Selig bist du, Maria, weil du geglaubt hast!" (vgl. Lk. 1, 45) – selig sind auch wir, wenn wir tun, was ER, ihr Sohn, uns sagt. Selig sind wir, wenn wir das Wort Gottes hören und es befolgen. +++

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