REGION

Preisexplosion und Lieferengpässe: "Wer nicht bauen muss, sollte warten"

Baustoffe sind rar und teuer zur Zeit - Symbolbild


Freitag, 21.05.2021
von MORITZ PAPPERT

Die Baubranche steht derzeit deutschlandweit vor großen Herausforderungen: Lieferengpässe und die damit verbundenen Preisexplosionen prägen den Alltag vieler Handwerksbetriebe. Das bekommt auch das Unternehmen XQuadrat aus Gelnhausen zu spüren. Das Planungsbüro hat sich vor allem auf Architektur und Innenarchitektur spezialisiert. Im Gespräch mit KINZIG.NEWS erzählen Andreas und sein Sohn Julian Malle, wie es derzeit wirklich um die Baubranche steht. 

Baustoffe sind rar und teuer zur Zeit
Baustoffe sind rar und teuer zur Zeit - Symbolbild
Julian (links) mit seinem Vater Andreas Malle
Julian (links) mit seinem Vater Andreas Malle - Fotos: privat

"Gerade bei Handwerksbetrieben macht sich eine große Unsicherheit durch die Lieferengpässe bemerkbar. Einige horten sogar schon Materialien", sagt XQuadrat Geschäftsführer Julian Malle. Auch für den Endkunden sei das am Ende eine schwere Situation. "Durch die Lieferengpässe gibt es mittlerweile Preisklauseln in den Verträgen, dadurch kann man erhöhte Rohstoffpreise auch weitergeben", sagt sein Vater Andreas. 

Zurückzuführen seien die Engpässe besonders auf den großen Bau-Boom in den USA und China. Da dort das Ende der Pandemie schon näher rückt als noch bei uns, ist die Nachfrage im Bau dort gestiegen. 

Volle Auftragsbücher bei den Handwerkern

Aber auch in Deutschland sind die Auftragsbücher der Handwerker voll. "Der Bau-Boom hat auch bei uns nicht nachgelassen. Es herrscht eine riesige Auftragslage. Deshalb empfehle ich gerade für private Bauherren, wer aktuell nicht unbedingt bauen muss, der sollte wegen der hohen Preise noch ein halbes Jahr abwarten", so Julian Malle. 

Aber die beiden stellen auch klar: "Bei keinem unserer Projekte haben wir derzeit Probleme. Uns steht kein Baustopp bevor". Aktuell ist das Unternehmen XQuadrat unter anderem an einer neuen Anwaltskanzlei und dem Innenausbau bei Eintracht Frankfurt beteiligt.  

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