"Großes Geschäft" geht nach hinten los

137 Kilo Marihuana auf der Autobahn - jetzt beginnt der Prozess

Das zerstörte Wohnmobil - Fotos: 5 Vision Media


Samstag, 29.01.2022
von MORITZ PAPPERT

WÄCHTERSBACH - Es war wohl einer der kuriosesten Unfälle im letzten Jahr (wir berichteten): Ende Juli ging bei der Polizei die Meldung ein, dass auf der A66 Höhe der Ausfahrt Bad Orb/Wächtersbach, ein Lastwagen auf ein Wohnmobil aufgefahren sei. Allerdings würden nun ganz viele Drogen auf der Straße herumliegen.

Wie sich herausstellte, stoppte der Fahrer des Wohnmobils mit Berliner Kennzeichen sein Fahrzeug auf der Standspur, weil er dringend "mal groß musste" und sich daher für einen Moment auf die Toilette zurückzog. Ein ankommender Lkw-Fahrer schätzte die Situation offensichtlich falsch ein und streifte mit Wucht das Heck des Camping-Fahrzeugs. Dabei wurde die Außenwand aufgerissen und eine größere Menge Marihuana verteilte sich auf der Fahrbahn.

Später stellt sich heraus: in dem Wohnmobil lagerten 137 Kilogramm Marihuana. Das teure Gras verteilte sich dann auf der Autobahn und wurde sogar "vom Winde verweht" und war teilweise nicht mehr auffindbar. 

Keine Fahrerlaubnis

Außerdem kurios: Das Wohnmobil war so überladen, dass der 67-Jährige, der aufgrund seiner zahlreichen Stempel im Pass als "weit gereister Weltenbummler" bezeichnet werden kann, keinen "ausreichenden" Führerschein hatte. Mit seiner Fahrerlaubnis durfte er nur Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen fahren; sein Camper lag aufgrund der außergewöhnlichen Ladung darüber.

Jetzt stehen die Insassen des Wohnmobils vor Gericht. Mit ihrer Anklage wirft die Staatsanwaltschaft Hanau dem 1954 geborenen Angeklagten und der 1981 geborenen Angeklagten (jeweils italienische Staatsbürger) vor, am 26. Juli 2021 gemeinschaftlich handelnd insgesamt 137 Kilo Marihuana unerlaubt von Frankreich nach Deutschland eingeführt zu haben.

Angeklagten in U-Haft

 Die Angeklagten sollen hierbei aus Spanien über Frankreich kommend die französisch-/deutsche Grenze im Saarland passiert haben, wobei sie die Betäubungsmittel in der doppelten Dachverkleidung des von ihnen geführten Wohnmobils versteckt haben sollen. 

Beide Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Der Prozess beginnt am Freitag vor dem Landgericht Hanau.

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