Kein "Königreich" in der Gemeinde

Eröffnung von Reichsbürger-Supermarkt in Hasselroth abgesagt

Auf diesem Grundstück im Hasselrother Ortsteil Neuenhaßlau sollte der Reichsbürger-Lebensmittelladen Einzug halten. - Fotos: tby


Donnerstag, 05.05.2022

HASSELROTH - Jetzt also augenscheinlich die Kehrtwende: Die am kommenden Wochenende geplante Eröffnung eines Reichsbürger-Lebensmittelmarktes in Hasselroth (KINZIG.NEWS berichtete) fällt offenbar ins Wasser.

Die als extremistisch geltende Organisation „Königreich Deutschland“ hat am Dienstagabend veröffentlicht, dass man sich von dem geplanten Projekt „zunächst zurückziehen“ wolle.

Der Verfassungsschutz zählt die Anhänger des Königreichs zur Szene der Reichsbürger, die eine Gefahr darstellten. - Screenshot: KN/Facebook
Der Verfassungsschutz zählt die Anhänger des Königreichs zur Szene der Reichsbürger, die eine Gefahr darstellten. - Screenshot: KN/Facebook

Die immer lauter werdenden Proteste von vielen Bürgern sowie politischen Vertretern der Gemeinde Hasselroth und des Main-Kinzig-Kreises haben scheinbar Früchte getragen: „Aufgrund von negativer Berichterstattung und Unverständnis in der Bevölkerung werden wir unsere Eröffnungsveranstaltung nicht durchführen und den Laden ‚Paradiesgarten‘ und die Außenstelle im Gemeinwohlstaat Königreich Deutschland (KRD) nicht eröffnen. Wir wollen keinen Unfrieden, sondern Frieden“, hieß es am Donnerstagabend auf der Internetseite der Organisation.

„Das ist ein erster wichtiger Erfolg der starken Zivilgesellschaft, die in Hasselroth und der Region umgehend klare Kante gegen diese Verfassungsfeinde gezeigt hat“: Mit diesen Worten kommentieren Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Matthias Pfeifer die Entscheidung der Reichsbürger-Organisation „Königreich Deutschland“, ihre für das Wochenende geplante Eröffnung einer Außenstelle in Neuenhaßlau abzusagen.

„Es gibt keine Toleranz für Verfassungsfeinde in unserer Region, und das werden wir unabhängig von diesem Rückzug am Wochenende auch noch mal auf die Straße tragen“, kündigen Thorsten Stolz und Matthias Pfeifer an.

Am Samstag soll unter der Überschrift „Kein Königreich in Hasselroth“ protestiert werden: Ab 10 Uhr treffen sich die Gegner der Reichsbürger-Bewegung im Ortsteil Neuenhaßlau. (sh)

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