Pflegedienstleitung mit Herz und Hirn

Nach 23 Jahren auf Sozialstation St. Josef: Roswitha Herpel sagt "Adieu"

Charismatisch, kompetent und stets mit viel Herzblut: Roswitha Herpel (li.). - Foto: Caritas-Verband für den MKK


Freitag, 10.06.2022

BAD SODEN-SALMÜNSTER - „Alles im Lot auf dem Boot“: Mit einem kleinen Ständchen blicken die Mitarbeiter der Sozialstation St. Josef auf eine bewegte Zeit mit ihrer „Kapitänin“ Roswitha Herpel zurück. Auch wenn die gemeinsame Zeit auf dem Schiff des ambulanten Pflegedienstes in Trägerschaft des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis mitunter stürmisch war, kann die 64-jährige auf ein ausgesprochen erfolgreiches Berufsleben zurückblicken.

Nach gut 23 Jahren auf der Brücke geht die Kapitänin nun von Bord. Bei der Verabschiedung im Bildungs- und Exerzitienhaus wurde so manche Erinnerung geteilt, aber auch ein kritischer Blick auf die aktuelle Situation der Pflege geworfen.

Charismatisch, kompetent und stets mit viel Herzblut: Als Roswitha Herpel im Oktober 1998 ihre Arbeit beim Caritas-Verband als Gemeindekrankenschwester aufnahm, seien nicht nur „alle katholischen Bedingungen bestens erfüllt“ gewesen, wie Geschäftsführer Robert Flörchinger augenzwinkernd aus einem Brief seines Amtsvorgängers zitierte. „Ich meine, der Verband hat damals einen echten Glücksgriff für die langjährige Entwicklung unseres Pflegedienstes hier vor Ort getan“, stellt er fest.

Beginn einer großen Lebensleistung


Gleichzeitig sei es auch der Beginn einer großen Lebensleistung gewesen. Nach kurzer Zeit als stellvertretende Pflegedienstleiterin übernahm Herpel im Mai 2000 die Gesamtverantwortung für die Sozialstation und hatte im Laufe ihrer Dienstzeit mehr als nur eine Herausforderung zu meistern. Umzug, das Meistern wirtschaftlich schwieriger Zeiten oder das strenge Qualitätsmanagement: Es gab immer etwas zu tun und Herpel sei mehr als einmal an die Grenzen des Leistbaren gegangen.

Der Geschäftsführer lobte Herpels guten und herzlichen Umgang mit den Mitarbeitern, die sie stets als „mein Team“ bezeichnete. „Ich kann sagen, dass Sie über diese langen Jahre nicht nur das Hirn, sondern auch der Herz unseres Pflegedienstes waren“, so Flörchinger. Er bedankte sich herzlich bei Herpel für ihren Einsatz in den vergangenen 23 Jahren. Ein Dank, dem sich auch der Vorsitzende des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis, Ludwig Borowik, und sein Stellvertreter Manfred Goldbach anschlossen.

Bürgermeister Dominik Brasch betonte die wertvolle Aufbauarbeit, die Herpel für die Stadt Bad Soden-Salmünster geleistet habe: „Sie haben nicht nur Arbeit, sondern auch Seele mit dem verbunden, was Sie getan haben“, stellt er fest. Die Fußspuren, die sie hinterlasse, müssten erst einmal gefüllt werden.

Pflege als Berufung


Die vielen wertschätzenden und herzlichen Worte freuten Herpel sehr. Mit Blick zurück auf ihre bewegte Dienstzeit stellt sie den Anwesenden eine Frage: „Kennen Sie das Gefühl für etwas zu brennen?“ Sie selbst habe dieses Gefühl über 23 Jahre für die Caritas und gut 40 Jahre in der Pflege insgesamt angetrieben.

Getragen habe sie dabei vor allem immer eins: „Die Liebe zu den Menschen – seien es Bedürftige, die Hilfe brauchten und deren Angehörige, oder mein Team, das eine der wertvollsten Aufgaben zu erfüllen hatte: Mit Herz, Verstand und Menschlichkeit anderen Menschen zu helfen.“ (pm)

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